Metal Gear Survive: Das kontroverse Serien-Spin-off angespielt

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Metal Gear Survive: Das kontroverse Serien-Spin-off angespielt
Quelle: Konami

Metal Gear Survive in der Vorschau: Hideo Kojima mag weg von Konami sein, doch mit Metal Gear geht es dennoch weiter - wenn auch gänzlich anders, als man sich das wohl erwarten würde. Wir konnten Metal Gear Survive anspielen und verraten in unserer Preview sowie in unserem Vorschau-Video, was Kenner der Reihe erwartet - und ob sie sich auf das Abenteuer freuen sollten.

Zaungast im Kampf-Schauspiel

Im (zumindest zu Beginn) übersichtlichen Fertigkeitenbaum erhhöhen wir Lebens­energie und Ausdauer und erlernen diverse Manöver für Nah- und Fernkampf. Quelle: PC Games Im (zumindest zu Beginn) übersichtlichen Fertigkeitenbaum erhhöhen wir Lebens­energie und Ausdauer und erlernen diverse Manöver für Nah- und Fernkampf. Apropos Basislager: Dieses können wir mittels Grid-Ansicht relativ frei gestalten und es ist der Ort, an dem alle Crafting-Tätigkeiten ausgeführt werden, wir unser Inventar verwalten und mehr. Ist es zu Beginn noch sehr übersichtlich, dürfte es im späteren Spielverlauf deutlich anwachsen - und da man es mit allerlei Verteidigungssystemen ausschmücken kann, dürfte es wohl auch regelmäßig von Feinden angegriffen werden. Dieses Spiel­element wurde in unserer Session aber noch nicht gezeigt. Hier investieren wir auch von speziellen Pflanzen sowie von besiegten und anschließend gelooteten Feinden erbeutete Quasi-Erfahrungspunkte in Fertigkeitenpunkte. Diese geben wir anschließend in einem übersichtlichen Skill Tree aus, der uns etwa unsere Lebensenergie und Ausdauer steigern und uns spezielle Fertigkeiten wie einen praktischen Ausweichschritt in Kämpfen erlernen lässt. Gekämpft wird übrigens ständig, sowohl gegen einige aggressive Bewohner des Tierreichs als auch gegen die bereits erwähnten Kristall-Zombies, die so gut wie jedes von uns angesteuerte Ziel auf der Map belagern.

Um die Schnellreisepunkte auf der Map freizuschalten, gilt es jeweils eine bestimmte Zeit lang gegen anstürmende Widersacher zu bestehen. Quelle: PC Games Um die Schnellreisepunkte auf der Map freizuschalten, gilt es jeweils eine bestimmte Zeit lang gegen anstürmende Widersacher zu bestehen. Diese sind wahnsinnig doof - anders als in anderen Spielen ist dieser Umstand hier aber tatsächlich ein bewusst gesetztes Spielelement. Die untoten Unholde rennen nämlich erbarmungslos stets auf dem direktesten Weg auf uns zu. Da wir über die Fähigkeit verfügen, im Vorfeld gecraftete Zäune mit uns zu führen und jederzeit vor uns aufzubauen, können wir hinter einem solchen eine hübsche Gruppe geifernder Gegner sammeln und ihnen anschließend durch den Maschendraht hindurch den Garaus machen. Das ist eine der effektivsten Kampfmethoden, zusätzlich können wir aber natürlich auch mit Molotowcocktails, diversen Fern- und Nahkampfwaffen in der direkten Auseinandersetzung sowie vielen anderen praktischen Spielzeugen gegen die Fieslinge vorgehen. Und wer will, kann auch mit Geduld und speziellen Ködern im Gepäck auf Stealth setzen und die Widersacher heimlich, still und leise ins virtuelle Nirwana befördern - ganz lässt sich die Metal Gear-Seele des Abenteuers dann ja doch nicht verleugnen.

Die Frage nach der Abwechslung

Viel Spaß hatten wir beim Erforschen der Spielwelt, die uns dankenswerterweise nicht alle Lokalitäten via Icons aufs Navigations-Butterbrot schmiert. Stattdessen muss jedes Gebiet erst einmal besucht werden, bevor es auf der Map erscheint und spezielle Örtlichkeiten, beispielsweise mit Tierrudeln, die wir auf der Suche nach Nahrung benötigen könnten, müssen von Hand markiert werden. Weite Teile der Welt sind zudem von einem dichten, giftigen Nebel bedeckt - sobald wir über eine Sauerstoffmaske verfügen, können wir diesen erforschen, müssen dann aber noch eine weitere Verbrauchsanzeige im Auge behalten. Schnellreisepunkte, die wir via Kämpfen gegen anstürmende Gruppen von Feinden freischalten, machen das Erforschen komfortabler. So weit, so gut - nicht angetan hat es uns bisher aber die Missionsstruktur des Spiels.
Von bezwungenen Gegnern sowie von speziellen Pflanzen erhalten wir Energie, mit der wir Fähigkeiten-Punkte sammeln und in diversen Skill Trees investieren können. Quelle: PC Games Von bezwungenen Gegnern sowie von speziellen Pflanzen erhalten wir Energie, mit der wir Fähigkeiten-Punkte sammeln und in diversen Skill Trees investieren können.
Wir spielten sehr frühe Aufgaben, die sich allerdings schon in diesem Stadium alle sehr ähnelten: Gehe zu Punkt X, aktiviere Y und kehre zur Basis zurück. Alternativ muss man mal gegen einen Feindesschwall bestehen oder einen vermissten NPC finden, aber die Grundstruktur ist fast immer dieselbe. Wir hoffen, dass hier im weiteren Spielverlauf deutlich mehr Varianz auf uns zukommt, denn sonst könnte man hier trotz einiger prinzipiell guter Gameplay-Ideen schnell die Lust am Survival-Spektakel verlieren. Allerdings wurde uns auf Nachfrage versichert, dass uns hier im späteren Spielverlauf noch einige Überraschungen erwarten werden und auch die Schwerpunktsetzungen sich ändern - während wir zu Beginn noch selbst auf Nahrungs- und Wassersuche gehen müssen, kümmern sich später NPCs im Basislager für uns darum oder wir können dort sogar selber Gemüse anbauen, um für den nötigen Nahrungsnachschub zu sorgen. Wir bleiben skeptisch - auch andere Survival-Spiele sind schon an mangelnder Abwechslung gescheitert -, hoffen aber natürlich das Beste.

Überleben im Team

Etwas belanglos fühlt sich bis dato der auf eine spezielle Map beschränkte Koop-Modus an, in dem wir im Rahmen eines Zeitlimits Ressourcen sammeln und anschließend gegen Wellen an Zombies antreten müssen. Das macht Laune, bringt aber kaum Komplexität mit sich und wirkt etwas angetackert - erstaunlich, schließlich wurde der Koop-Faktor bei der Ankündigung des Spiels sogar in den Mittelpunkt gestellt. Immerhin dürfen wir ergatterte Beute und Erfahrung aus diesem Modus mit in die Singleplayer-Kampagne nehmen. Wegen der Mehrspieler-Funktion wird also wohl kaum jemand Survive spielen. Ob die interessante, aber sehr andersartige Kampagne Serien-Kenner überzeugen kann, bleibt abzuwarten.

Meinung

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