Wie läuft Spider-Man 2 auf dem PC? Umfangreicher Port-Check

Special Antonia Dreßler
Wie läuft Spider-Man 2 auf dem PC? Umfangreicher Port-Check
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich

Nach Startschwierigkeiten hat es Spider-Man 2 auf den PC geschafft und läuft nach ersten Patches so, wie es sein soll. Was ihr vom Port erwarten könnt und was sich hinter sämtlichen Einstellungen verbirgt, haben wir für euch gecheckt.

DLSS und Co.

Neben Raytracing gibt es noch weitere Optimierungseinstellungen: So sind mit DLSS, FSR und XeSS Upscaling-Methoden verschiedener Hersteller ins Spiel eingebunden. Mit IGTI liefert Insomniac auch eine interne Upscaling-Funktion, die auf die eigenen Spiele optimiert ist. "Optimiert" heißt hier aber nicht unbedingt "besser als die Alternativen". Am zuverlässigsten und schönsten zeigte sich in allen Einstellungen die Lösung von Nvidia mit DLSS. Wer einen PC besitzt, der das Spiel sowieso in nativer Auflösung packt, freut sich, dass die ebenfalls von Nvidia entwickelte Kantenglättung DLAA auch verfügbar ist. Wer eine RTX-Grafikkarte besitzt, die DLSS und DLAA unterstützt, kann mit Spider-Man 2 eigentlich wenig falsch machen. Wir hatten so nur sehr selten Flimmern oder Clipping und auch die in der Regel angepeilten 60 Bilder pro Sekunde werden mit dieser Lösung am zuverlässigsten eingehalten.

Bild aus Spider-Man 2 Quelle: Insomniac Games / Sony

FPS vs Auflösung

Alle anderen Lösungen fürs Upscaling plus zugehöriger Kantenglättung haben unterschiedliche Stärken und Schwächen: vom Flimmern naher Gegenstände bis zum Flimmern von weit entfernten Gebäuden. Hier muss man am besten einfach ausprobieren, was einen weniger stört. Mit einer RTX 3080 schaffen alle Upscaling-Methoden die 60 FPS bei ausgeschaltetem Raytracing und einer Auflösung von 4K. Mit angeschaltetem Raytracing muss man sich entscheiden, ob man lieber kurze Einbrüche in der Auflösung oder in der Framerate haben will. Im Menü lässt sich die eigene Präferenz einstellen oder auch ein spezifisch angepeilter Wert für die Frames eingeben, den man haben will. Selbst wenn man sich für eine konstantere Auflösung entscheidet, halten sich die Einbrüche in der Framerate meist im Rahmen des Erträglichen. Beim normalen Durch-die-Stadt-Schwingen hatten wir über einen Messzeitraum von einer Minute kurze Einbrüche auf bis zu 38 FPS, mit einem Durchschnittswert von rund 55 FPS, während wir das Spiel auf 60 Bilder pro Sekunde gedeckelt haben. Das galt für alle Upscaling und Kantenglättungs-Tools, wobei DLSS und DLAA geringfügig besser wegkamen als der Rest.

Peter Parker und Miles Morales stehen auf einer Brücke und schauen in die Ferne. Quelle: Insomniac Games Doch sobald wir es mit unserer RTX 3080 darauf angelegt haben, möglichst rasant durch die Stadt zu schwingen, schnell und häufig die Richtung zu wechseln und wirklich Tempo zu machen, brachen uns die Frames zusehends weg und wir mussten mit Spider-Man kurz Pause einlegen, damit sich das Bild wieder fangen konnte. Irgendwas um die 20 FPS haben wir zwischendurch gemessen, als wir uns in der Nähe einiger Highways oder sehr belebter Gegenden wiedergefunden haben. Das ist zwar kein Dauerzustand im Spiel, zeigt aber, wie Hardware-hungrig der Port zwischendurch werden kann, wenn viel los ist.

Wer richtig starke Hardware und mindestens eine Nvidia-Grafikkarte der 40-Reihe verbaut hat, kann auch auf DLSS 3 zurückgreifen, also Frame-Generation via künstliche Intelligenz, womit sich die FPS noch einmal steigern lassen. Ein ähnliches Feature bietet auch AMD mit FSR 3.1 an, das sich im Spiel auch für unsere RTX der 30er-Reihe aktivieren lässt. Allerdings sind wir mit der 3080 so trotzdem regelmäßig auf 40 Bilder pro Sekunde gerutscht. Mit Grafikkarten dieser älteren Generation wird man also immer irgendeinen Abstrich machen müssen zwischen Auflösung, Bildrate oder Raytracing. Unsere 4080 hat sich mit DLSS 3 dagegen in ganz neue Höhen geschwungen und selbst im Härtetest konnten wir im Schnitt 140 Bilder pro Sekunde zählen.

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