Marvel's Spider-Man 2 erstmals angespielt: Wenn Spinnen fliegen lernen, ist Spaß garantiert
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Wir hatten die Gelegenheit, erstmals Marvel's Spider-Man 2 anzuspielen. Mit Peter und Miles haben wir New York unsicher gemacht und tolle neue Features für die Spinnenmänner kennengelernt.
Schon Onkel Ben gab Peter Parker einst den eindringlichen Rat: "Mit großer Kraft kommt große Verantwortung". Eine ähnliche Verantwortung dürften auch die Entwickler von Insomniac Games verspüren, nachdem sie mit Marvel's Spider-Man und dem Miles-Morales-Ableger zwei hervorragende Spiele rund um den berühmten Spinnenmann abgeliefert haben. Auf dem Nachfolger lasten daher gewissen Erwartungen der Fans. Auch für Sony dürften große Hoffnungen mit dem Titel verknüpft sein, ist es doch der einzige große First-Party-Titel in diesem Jahr. Gut anderthalb Monate vor dem Release Ende Oktober hatten wir nun die Gelegenheit, erstmals selbst in die Rollen von Peter Parker und Miles Morales zu schlüpfen, um uns durch New York City zu schwingen und böse Buben zu vermöbeln. Ungefähr drei Stunden verbrachten wir mit einem etwas fortgeschritteneren Spielstand, in dem wir mit beiden Spider-Männern Hauptmissionen erlebten, ein paar Open-World-Aktivitäten erledigten und uns mit den neuen rasanten Möglichkeiten der Fortbewegung vertraut machten.
Doppelte Spinnenpower
Das Spiel setzt neun Monate nach den Ereignissen von Marvel's Spider-Man: Miles Morales an. Peter und Miles beschützen gemeinsam die Stadt, haben aber auch jeweils so ihre eigenen Probleme. Für Peter ist es die Suche nach einer Heilung für seinen besten Freund Harry Osborn, bei der natürlich auch Mary Jane wieder an seiner Seite steht. Der junge Miles steht dagegen vor dem großen Schritt aufs College zu gehen, hat aber Probleme beim Verfassen seines Bewerbungsaufsatzes. Ganz nebenbei kämpft er zudem noch um Gerechtigkeit für den Tod seines Vaters. Zum Glück kann er sich auf die Unterstützung seiner Freunde Ganke und Hailey verlassen.
Im Mittelpunkt des von uns spielbaren Abschnitts steht Dr. Curtis Connors, auch bekannt als Lizard. Peter hätte gern die Hilfe des begabten Wissenschaftlers bei der Heilung von Harry, aber zunächst muss Connors selbst vor seinem Alter Ego gerettet werden. Dabei stellt sich Spidey auch bereits Kraven the Hunter in den Weg, der Jagd auf Lizard macht. Während Peter und Harry an einem Gegenmittel für Dr. Connors arbeiten, wird ihr Labor von Kravens Truppen angegriffen. Wir werden also direkt in die Action geworfen und müssen uns gegen eine Übermacht an Gegnern erwehren.
Quelle: Sony Interactive Entertainment
Die Spinne kann jetzt parieren
Das Kampfsystem folgt dabei dem aus den Vorgängern bekannten Schema. Mit Viereck verprügeln wir Gegner, mit Dreieck setzten wir den Webshooter ein und mit der Kreistaste weichen wir aus, sobald die Spinnensinne ausschlagen. Es fällt aber auch schnell eine wichtige Neuerung auf. Spider-Man kann jetzt nämlich auch Angriffe parieren. Schweren Angriffen von Gegnern, die durch ein rotes Leuchten angekündigt werden, kann nicht mehr ausgewichen werden. Hier gilt es stattdessen, im richtigen Moment die Pariertaste zu drücken. Damit wird Schaden von unserem Helden abgewendet und im Gegenzug der Feind kurze Zeit aus dem Tritt gebracht.
Diese Erweiterung des Kampfarsenals ist an sich eine gute Idee, hat uns zunächst aber auch mächtig ins Straucheln gebracht. Vor allem, da die Kämpfe häufig sehr hektisch sind und es auf die Schnelle nicht immer gut zu erkennen ist, ob jetzt gerade Ausweichen oder Parieren angebracht ist. Auch ist das Zeitfenster für die Auslösung einer Parade gefühlt sehr knapp bemessen. Immerhin gibt es eine Einstellung in den Optionen, mit denen man dieses Zeitfenster verlängern kann, wenn man nicht mehr über die schnellsten Reflexe verfügt. Hinzu kommt, dass wir ohne irgendeine Einführung ins kalte Wasser geworfen wurden. Mit einer normalen Lernkurve von Spielbeginn an stellt sich die Wahrnehmung vermutlich noch etwas anders dar.
Quelle: Sony Interactive Entertainment
Natürlich können wir im Kampf auch wieder auf eine ganze Reihe von Fähigkeiten und Gadgets zurückgreifen. Im von uns gespielten Spielabschnitt ist Peter bereits mit dem Venom-Anzug unterwegs und hat entsprechend mächtige Fähigkeiten, mit denen er die Kraft des Symbionten zu seinen Gunsten einsetzt. So lassen wir Tentakelarme in alle Richtungen schießen, um uns wieder Luft zu verschaffen. Oder wir greifen mit einigen Tentakeln eine Gruppe von Gegnern und schleudern sie durch die Luft. Miles greift erneut auf seine bioelektrischen Fähigkeiten zurück, die noch um ein paar spannende Tricks erweitert wurden.
Gewaltige Inszenierung
Hatten Peter und Miles mit den beiden Vorgängern noch jeweils ihr eigenes Abenteuer zu bestreiten, stehen in Spider-Man 2 nun beide Superhelden gleichwertig im Mittelpunkt des Geschehens. Mit welchem Spider-Man wir gerade unterwegs sind, hängt häufig vom aktuellen Verlauf der Handlung ab. Die Geschichte wird immer wieder aus wechselnden Perspektiven erzählt. Daher finden regelmäßig schick dargestellte, nahtlose Wechsel zwischen beiden Protagonisten statt. Allgemein ist die Inszenierung wieder eine der großen Stärken des Spiels. Neben dem Storytelling durch die bekannte Handykommunikation mit unseren Freunden sind es vor allem die hervorragend in Szene gesetzten Zwischensequenzen, die die Handlung vorantreiben.
