Mario & Luigi Brothership ist ein herzerwärmendes Abschiedsgeschenk für die Nintendo Switch
Special
In unserer Vorschau zu Mario & Luigi Brothership erklären wir euch, warum das Abschiedsgeschenk für die Nintendo Switch etwas ganz Besonderes ist.
Familienausflug
Einmal an Land, ist's dann Mario & Luigi in Reinkultur. Die Grafik ist jetzt völlig in 3D berechnet und anstatt für den klassischen Mario-Look hat man sich für einen hübschen, wenn auch nicht sonderlich aufwendigen Cel-Shading-Grafikstil entschieden, der sich offensichtlich vorgenommen hat - und dem es auf sehr kompetente Art und Weise gelingt -, die Artworks der älteren Serienteile zum Leben zu erwecken.
Eine frei drehbare Kamera gibt's aber nicht, weiterhin setzen die Entwickler*innen auf die traditionelle Draufsicht - ich ertappte mich immer wieder dabei, erfolglos zu versuchen, mit dem rechten Analogstick die Perspektive zu verändern.
Bezüglich des Sounds bekam ich schöne, fröhlich vor sich hinplätschernde Musik zu hören, vor allem war es aber ein Ohrenschmaus, dem von Mario & Luigi etablierten Nonsens-Gebrabbel der heldenhaften Brüder zu lauschen.
Quelle: Nintendo
Kevin Afghani, nach dem halbfreiwilligen Abgang Charles Martinets die neue Stimme von Mario, Luigi und einer Handvoll anderer Pilzkönigreichbewohner, scheint nach seiner sehr guten, aber klar von Martinet zu unterscheidenden Arbeit in Super Mario Bros. Wonder jetzt endgültig angekommen zu sein; wenn ich es nicht besser wüsste, wäre ich mir sicher gewesen, hier Marios und Luigis originaler Stimme zu lauschen.
Was die Steuerung abgeht, bleibt alles so weit beim Alten, aber mit ein paar Quality-of-Life-Anpassungen. Weiterhin dienen pro Bruder zwei Knöpfe dazu, um zu springen respektive mit Hämmern zuzuschlagen. Anders als bisher muss man aber nicht mehr separat mit Luigi (der immer hinter Mario herrennt) springen, wenn man ein Hindernis überwinden will, das erledigt der grün gewandete Klempner jetzt ganz alleine.
Nach und nach lernen die legendären Geschwister zudem neue Moves, in der Demo war das bekannte Manöver freigeschaltet, bei dem sie sich in eine Art Fallschirm verwandeln und dann über kurze Strecken schweben können. Außerdem können sie in bester Tango-Manier gemeinsam durch die Gegend tänzeln - das sieht so schnuckelig aus, wie es klingt.
Marvelous gamble, Sir Luigi
Neu ist, dass Luigi Ideen haben kann. Klingt wie ein harter Diss, bedeutet aber, dass ab und an ein Buttonprompt aufleuchtet und er daraufhin selbstständig Aktionen ausführt. Das wird vor allem bei Rätseln und Geschicklichkeitsaufgaben notwendig sein, in der Demo teilten sich die Brüder dann etwa auf, sodass einer von einem Turm aus die Übersicht bewahrte, während der andere mit dem Hammer einen Schalter in einem Labyrinth betätigte, der die Wände verschob.
Im Minute-to-Minute-Gameplay ist das Feature vor allem zur Zeitersparnis gedacht. Dann haut Luigi etwa mit dem Hammer Kisten kaputt, in denen sich Münzen und Gegenstände verstecken können, während ich als Spieler derweil schon weitergehen kann. Gute Idee! Nein, ich entschuldige mich nicht für diesen Witz.
Halt mich zurück, Bruder!
Das Knöpfendrücken auszulagern, funktioniert hingegen in den Kämpfen nicht, da muss man selbst ran. Die Gefechte finden in separaten Kampfbildschirmen statt, die Feinde sieht man allerdings bereits vorher herumlaufen und kann gegebenenfalls ausweichen - was aber durch deren Tempo und Aggressivität nicht immer einfach ist, auf jeden Fall schwerer als zum Beispiel in Paper Mario: Die Legende vom Äonentor.
