Mario Party: Retro-Special zum allerersten Klempner-Partyspiel
Special
Mario Party für das Nintendo 64 im Retro-Special: Für Rennspiel-Fans gibt's Mario Kart, für Tennis-Fans Mario Tennis und für Party-Fans Mario Party. Anlässlich der Veröffentlichung des neusten Teils für die Switch blicken wir zurück auf denersten Serien-Ableger, der bald seinen 20. Geburtstag feiert.
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Was haben Super Smash Bros., Paper Mario, Animal Crossing, Mario Golf und Mario Party gemeinsam? Also davon abgesehen, dass es sich bei allen fünf um Spieleserien von Nintendo handelt? Ihr aller Ursprung liegt auf dem Nintendo 64. Und bei allen Serien gibt es auch heutzutage noch neue Ableger, so zum Beispiel Mario Party. Mit Super Mario Party ist das 16. Spiel der Serie nämlich gerade erst für die Switch erschienen - eine stolze Zahl! Wir möchten jedoch einen Blick zurück auf den allerersten Teil werfen, der am 09. März 1999 bei uns seinen Weg in die Regale deutscher Kaufhäuser fand.
Zerstörerisches Tauziehen
Was heute unter dem Namen ND Cube bekannt ist, hieß Ende der 1990er-Jahre noch Hudson Soft und zeichnete seinerzeit verantwortlich für Mario Party für das N64. Als mit seinen vier Controller-Anschlüssen vorzüglich für Multiplayer-Games geeignete Plattform wurde die Konsole zum Geburtsort der heute noch aktuellen Partyspielserie. Damals hielt sich der Spielumfang im Vergleich zu heute zwar noch in Grenzen, immerhin waren aber schon beim ersten Mario Party 50 verschiedene Minispiele in den Kategorien "jeder gegen jeden", "1 vs. 3", "2 vs. 2" sowie Einzelspiel vertreten. Darunter solche Klassiker wie Fahnen-Wirrwarr, Rennbahn, Kirmeskran, Tiefseetaucher, Hütchenspiel, Blumige Münzdusche und natürlich das unter Nintendo-Fans zu Berühmtheit gelangte Große Tauziehen. Das Minispiel verlangt von den Spielern, den Analog-Stick des N64-Controllers so schnell wie möglich im Kreis zu drehen, was bei vielen ambitionierten Zockern zu ernsthaften Verletzungen der Handfläche führte und Nintendo dazu veranlasste, auf Nachfrage kostenlose Schutzhandschuhe zu verteilen. Und na ja, außerdem segneten so einige Controller rund um den Globus das Zeitliche wegen abgenutzter Analog-Sticks, mit denen keine präzise Steuerung in Mario Party aber auch anderen Spielen mehr möglich war. Wirklich ärgerlich!
Quelle: N-ZONE
Bei vielen Minispielen in Mario Party gewinnt derjenige Spieler, der am längsten überlebt oder der zuerst eine bestimmte Aufgabe erfolgreich erfüllt.
Von Münzen und Sternen
Im ersten Mario Party gibt es sechs spielbare Figuren: Mario, Luigi, Peach, Yoshi, Wario und Donkey Kong, also quasi ein Stelldichein der berühmtesten Figuren aus dem Mario-Universum. Spielerisch unterscheiden sie sich nicht voneinander. Dafür tun das die sieben verschiedenen Spielbretter des ersten Mario Party: DKs Dschungel-Abenteuer, Peachs Geburstagstorte, Yoshis Tropeninsel, Warios Kanonen-Canyon, Luigis Maschinenraum, Marios Regenbogen-Burg und (freischaltbar) Bowsers Magma-Berg stehen im Party-Modus zur Verfügung. Jedes Spielbrett bietet, wie auch heute noch bei der Serie üblich, verschiedene Besonderheiten, die euch das Spiel entweder leicht oder (meistens) schwer machen. Und ebenfalls wie auch heute noch spielt sich der Party-Modus: Zu viert (fehlende menschliche Mitspieler werden automatisch durch CPU-Mitstreiter ersetzt) tragt ihr ein Duell über eine zunächst festgelegte Zahl an Runden aus, nach jeder Runde gilt es, ein Minispiel zu absolvieren. Die Spielbretter sind linear aufgebaut, gewürfelt wird der Reihe nach. Für gesammelte und erspielte (oder geklaute) Münzen bekommt ihr Sterne, zusammen mit den Bonussternen nach Spielende entscheiden diese über Sieg oder Niederlage. Items machen euch das Leben leichter beziehungsweise euren Mitspielern schwerer, außerdem gibt es neben blauen Feldern (ihr bekommt Münzen) und roten Feldern (ihr verliert Münzen) auch verschiedene Felder, die spezielle Ereignisse auslösen, wie Bowser auf den Plan zu rufen.
Spielen ohne Schnickschnack
Wer auf Minispiele ohne Drumherum steht, kann seinen Vorlieben im Minispiel-Haus frönen. Dort müsst ihr die Minispiele zunächst mit im Hauptmodus erspielten Münzen freischalten, dann dürft ihr nach Belieben daddeln. Im Floß-Modus arbeitet ihr euch an einem Stück durch sämtliche Minispiele, auch hier spart ihr euch das Drumherum mit Spielbrett, Sternen und Co. Weiterhin findet ihr auf der Oberwelt den Item-Laden, wo ihr für erspielte Münzen neue Items und andere Gegenstände für den Party-Modus erhaltet sowie die Bank, bei der ihr gesammelte Münzen und Sterne einsehen sowie gekaufte Items aktivieren beziehungsweise deaktivieren könnt. Das war alles, mehr Modi gibt es nicht im ersten Mario Party; angesichts des begrenzten zur Verfügung stehenden Speichers einer N64-Cartridge ist der Umfang aber dennoch recht ordentlich.
Story? Ja!
Weil das bisher noch unerwähnt blieb: Mario Party für das N64 hat sogar eine Story, die auch als Grundlage aller weiteren 15 Serien-Ableger dient. Nintendo-typisch dient die Geschichte allerdings nur als Mittel zum Zweck: Mario, Luigi, Peach, Yoshi, Wario und Donkey Kong streiten sich, wer von ihnen der Superstar ist. Toad schlägt daher vor, diese Frage doch mithilfe einer Party zu klären, weswegen er im Spiel auch die Rolle des Schiedsrichters und Erklärbärs übernimmt. Bowser will allerdings auch mitmischen, deswegen trefft ihr ihn auf den Spielbrettern an manchen Stellen an, wo er euch zu Leibe rückt und hart erarbeitete Münzen oder sogar wertvolle Sterne klaut. Spannend? Na ja. Dafür wisst ihr jetzt, warum die Mario-Party eigentlich zustande kommt, falls ihr nicht eh schon Bescheid wusstet. Kann man ja mal brauchen.
Quelle: N-ZONE
Die Oberwelt von Mario Party, die im Hauptmodus des Spiels den Rahmen für das Spielgeschehen bildet, ist aufgebaut wie ein typisches Brettspiel.
Eine erfolgreiche Party
Mit 2,7 Millionen Verkäufen war Mario Party gemessen an den für Videospiele seinerzeit üblichen Verkaufszahlen nicht nur ein Erfolg, es blieb bis zum Release Mario Party 8 2007 für die Wii auch das meistverkaufte Spiel der Serie und ist bis heute (ausgenommen Super Mario Party für Switch) der viertbestverkaufte Serien-Ableger. Mario Party für das N64 kam bei der Fachpresse ganz gut weg und kommt bei der Wertungen-aggregierenden Plattform Metacritic auf einen Durchschnitt von 79, die N-ZONE wertete in ihrem Test in Ausgabe 03/1999 mit einer 82. Für das N64 gab's noch zwei Nachfolger, ehe die Serie 2002 den Sprung auf den Gamecube wagte, für den im Laufe der Zeit sogar insgesamt vier Mario-Party-Spiele erschienen. Doch damit befassen wir uns ein andermal.
