Mario Kart World: Ein hervorragender Fun-Racer, aber Deluxe ist er noch nicht!

Test Carlo Siebenhüner
Mario Kart World: Ein hervorragender Fun-Racer, aber Deluxe ist er noch nicht!
Quelle: Nintendo

Mario Kart World ist da und will ein schweres Erbe antreten. Wir haben geschaut, ob die Open World funktioniert und ob Mario Kart auch 2025 noch den gleichen Charme wie immer versprüht.

Erfolgreiche Spiele zu übertrumpfen, ist keine einfache Aufgabe. Megahits zu toppen, gleicht dann fast einer Mammutaufgabe. Vor so einer Herausforderung stand Nintendo mit Mario Kart World. Wo die Serie schon immer zu den beliebtesten Mario-Spin-offs gehörte, ist Mario Kart 8 zum Ausnahmespiel mutiert und gehört heute zu den meistverkauften Spielen aller Zeiten. Es perfektionierte das Gameplay des Fun-Racers und lieferte über die Lebenszeit der Switch 2 immer mehr Content. Da weiß man gar nicht so recht, was man da noch verbessern kann.

Nun hat Nintendo aber auch ein Händchen, seine Spielereihen immer wieder mit neuen und spaßigen Ideen zu versehen, die das Bekannte auf den Kopf stellen oder zumindest so umbauen, dass es neu und frisch wirkt. Für Mario Kart World ist jetzt "Open World" das Zauberwort. Mit der soll Mario Kart frischen Wind bekommen und seine Rolle als System-Seller für die brandneue Switch 2 antreten. Wir haben uns in der Redaktion die roten Panzer um die Ohren gehauen und Freundschaften vernichtet, um zu schauen, ob Mario Kart World ein würdiger Nachfolger geworden ist.

Mario Kart bleibt Mario Kart

Normalerweise heben wir uns das Fazit in unseren Tests ja lieber bis zum Ende auf, wenn alle Argumente gebracht sind. Hier wollen wir aber schon mal ein wenig was vorwegnehmen. Wir hatten eine Menge Spaß mit Mario Kart World! Nintendo hat das Rezept für einen großartigen Fun-Racer nicht vergessen. Schon als wir die erste Runde gestartet haben, stellte sich schnell der gewohnte Spaßfaktor ein. Man freut sich, wenn man den Gegnern Bananenschalen, Panzer & Co. reindrückt und würde am liebsten die Joy-Cons gegen die Wand pfeffern, wenn man dann kurz vor dem Ziel dieselbe Medizin zu spüren bekommt.

Mario Kart bleibt also Mario Kart und allein das dürfte für Fans bereits mehr als genug sein. Allerdings gibt es dann doch ein paar kleine und große Änderungen. Das fängt schon beim allgemeinen Style an. Natürlich bleibt auch Mario Kart World ein kunterbunter Fun-Racer mit lustigen und knuffigen Figuren. Allerdings geht man in eine noch verspieltere Richtung.

Das zeigt sich nicht nur in den zahlreichen kleinen Animationen der Charaktere, sondern auch bei den Fahrzeugen. Rempelt ihr Gegner an, driftet oder springt ihr, dann verformen sich die Karren kurz der jeweiligen Bewegung entsprechend. Das ist ein sehr schönes und niedliches Detail, dass sehr zum Gesamtlook beiträgt.

Grafisch merkt man den Sprung auf die nächste Generation auf den ersten Blick weniger. Das kommt aber vorrangig durch den stilisierten Comic-Look, der auch mit schwächerer Hardware gut umzusetzen ist. Schaut man genauer hin, fallen die Unterschiede aber doch stärker auf. Die Lichtgebung ist detaillierter und sehr viel feiner. Die Weitsicht ist hervorragend und die Welt wirkt mit ihren zahlreichen NPCs lebendig. Naja und dann kommt die Open World natürlich komplett ohne Ladezeiten aus. Hier hat sich also durchaus einiges getan im Vergleich zum Vorgänger.

It's a me, Kuh!

In Mario Kart World stehen euch zum Start 50 Charaktere zur Auswahl. Die stammen aber bisher ausschließlich aus dem Mario-Universum. Neben Mario sind also auch Luigi, Yoshi, Peach & Co. mit dabei. Allerdings stehen auch NPC-Charaktere wie ein Goomba, eine Piranha-Pflanze oder die alle Memes dominierende Kuh zur Auswahl.

Ausflüge in andere Spiele-Universen gibt es aber noch nicht. Zelda-Fans gehen zum Beispiel bisher leer aus. Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass Nintendo hier in Zukunft noch nachliefert. Für die Hauptcharaktere könnt ihr zusätzlich noch verschiedene Skins freischalten. Mario düst dann etwa mit Sonnenbrille und Hawaiihemd durch die Gegend und Wario bekommt in bester Village-People-Manier ein Bauarbeiter-Outfit. Cheep-Cheeps und andere NPCs gehen aber leer aus. Die haben aber auch von Haus aus den größten Comedy-Faktor.

Bildergalerie

Das Auswahlmenü ist aber sehr umständlich gestaltet, denn anstatt die Charaktere und Skins in unterschiedlichen Menüs zu sortieren, wird einfach alles in einen Auswahlbildschirm geschmissen. Man kann zwar auf Knopfdruck nach Charakteren sortieren, allerdings wird das Menü nach jedem Neustart des Spiels wieder durcheinandergewürfelt.

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