Mario Kart World: Ein hervorragender Fun-Racer, aber hätte es die Open World wirklich gebraucht?
Test
Mario Kart World ist da und will ein schweres Erbe antreten. Wir haben geschaut, ob die Open World funktioniert und ob Mario Kart auch 2025 noch den gleichen Charme wie immer versprüht.
Neue Charaktere schaltet ihr übrigens auf zwei Wegen frei. Einerseits bekommt ihr neue Charaktere, wenn ihr Grands Prix gewinnt. Es gibt aber auch eine Menge Charaktere, die ihr nur per Zufall bekommt. Eins der neuen Items ruft nämlich den Zauberer Kamek, der auf der Strecke zufällig Hindernisse erscheinen lässt, aber auch Gegner wahllos in andere Figuren verwandelt. Seid ihr betroffen, schaltet das dann automatisch die jeweilige Figur frei.
Kein Fahrzeug-Baukasten mehr
Auch die Fahrzeuge sind zahlreich. Insgesamt 40 Stück sind im Spiel, aber ihr startet erst mal mit 11 Stück. Neue Karts und Motorräder schaltet ihr dann mit Münzen frei, die ihr entweder in den Rennen sammelt und gewinnt oder in der Open World findet. Schade ist, dass der Schnitt dann sehr abrupt kommt.
Quelle: Nintendo
Während man anfangs nach jedem Rennen oder nach einer Runde in der offenen Welt genug Münzen gesammelt hat, um mindestens ein neues Fahrzeug freizuschalten, hat man die Maximalanzahl schnell erreicht. Ab da sind die Münzen dann außerhalb der Rennen praktisch wertlos, da es nichts mehr freizuschalten gibt.
Das liegt auch daran, dass Nintendo das detaillierte Vehikel-System aus Mario Kart 8 abgeschafft hat, in dem man neben der Karosserie auch noch unterschiedliche Bereifung und Fallschirme hatte. Jetzt wird ausschließlich das komplette Fahrzeug ausgewählt. Unterschiede in den Werten Tempo, Beschleunigung, Gewicht und Handling gibt es zwar noch, daran durch Bereifung etwas ändern könnt ihr aber nicht mehr - allein der jeweilige Fahrer sorgt dann durch Größe und Gewicht für Varianz.
Hier spart Nintendo aber dummerweise ein wenig mit Infos. Wir können uns zwar herleiten, dass Bowser mehr auf die Waage bringt als Prinzessin Peach. Man schaltet aber trotzdem anfangs immer wieder zwischen Charakter- und Fahrzeugbildschirm hin und her, um zu verstehen, wie die Fahrzeuge mit dem jeweiligen Charakter performen.
Die Items sind der Hammer
Aber genug über Skins, Charaktere und Fahrzeuge gequasselt, es wird Zeit, die Karren endlich auszufahren. Startet ihr in Mario Kart World, begrüßt euch gleich das klassische Menü aus Einzelspieler, Mehrspieler, Online-Turnier und lokales Spiel. Das wurde so aus dem Vorgänger übernommen.
Als Spielmodi stehen euch Grand Prix, die brandneue K.O.-Tour, Versus-Rennen, Zeitfahren und die Schlachten zur Verfügung. Bei Zeitrennen und Schlachten tut sich dabei am wenigsten, was aber auch naheliegend ist. Das Fahren gegen einen Geist beim Zeitfahren kann man schlecht revolutionieren und die Schlachten sind ebenfalls unverwüstlich. Bei denen fahrt ihr auf einem begrenzten Areal wild im Kreis und versucht, den Mitspielern mit den Items die Ballons am Heck ihrer Karts wegzuschießen. Wer die meisten Abschüsse hat, gewinnt. Wer keine Ballons vor Ablauf der Zeit hat, fliegt raus.
Die Schlachten eignen sich hervorragend, um die Kräfte der neuen Items zu lernen. Neben den bekannten Panzern, Pilzen und Bananenschalen kommen in Mario Kart World sechs neue Kräfte dazu. Der Münz-Panzer fährt die Strecke mittig entlang, knockt Gegner aus und wirft dabei Münzen ab. Die Eisblume schießt anstatt Feuer- eben Eisbälle.
Den Hammer werft ihr in hohem Bogen vor euch auf die Strecke und blockiert damit eure Gegner. Mit dem Mega-Pilz werdet ihr riesig groß und fahrt andere Fahrer platt. Die Feder lässt euch höher springen und Zauberer Kamek lässt, wie bereits oben erwähnt, verrückte Dinge auf der Strecke erscheinen. Die neuen Items fügen sich einwandfrei in die Riege der bekannten Kräfte ein und lassen sich auch taktisch nutzen.
