Bald geht's endlich los bei Marathon: Bungie will den Extraction-Shooter für ALLE machen!

Special Stefan Wilhelm
Bald geht's endlich los bei Marathon: Bungie will den Extraction-Shooter für ALLE machen!
Quelle: Bungie

Bungie hat sein erstes neues Spiel seit acht Jahren endlich vorgestellt und setzt sich hohe Ziele: das notorisch unzugängliche Genre der Extraction-Shooter massentauglich zu machen.

Am Anfang war das Team Deathmatch. Dann, viele Jahre später, kamen die Battle Royales. Und im Jahr 2025 ist "Extraction" der Trendbegriff am Shooter-Markt. Das Subgenre, in dem Spieler gegen menschliche Kontrahenten und KI-Feinde um Beute kämpfen und dann versuchen, per Exfiltration aus der Map zu entkommen, ist dabei je nach Betrachtungsweise gar nicht mehr so neu.

So hatte schon das 2016 erschienene The Division einen solchen Modus, dann wurde das Gameplay so langsam mit Hunt: Showdown salonfähig gemacht und mit Escape From Tarkov endgültig in der Gaming-Landschaft verankert.

Heute kann man sich vor neuen Extraction-Shootern kaum noch retten. Das Problem: Die meisten davon erscheinen unfertig oder versanden im Early Access, und für seine Zugänglichkeit ist das Hardcore-Genre nun auch nicht gerade bekannt.

Das soll sich mit Marathon (jetzt kaufen / 25,99 € )äändern. Auf den ersten Blick kochen die Halo- und Destiny-Erfinder bei Bungie hier einen klassischen Extraction-Shooter, aber sie wollen sicherstellen, dass auch Neueinsteiger ihren Spaß damit haben. Wie Marathon das Genre rocken will, das konnte ich mir in einer Vorab-Präsentation mit erstem Gameplay ansehen!

Genuss-Gunplay

Selbst spielen konnte ich Marathon leider noch nicht. Aber weil Destiny 1 und 2 bereits an die tausend Stunden meiner Lebenszeit gefressen haben, kann ich ziemlich genau einschätzen, wie sich Bungies neues Werk anfühlen wird: fantastisch.

Es steckt nämlich jede Menge Destiny-DNA in Marathon. Vom flotten Movement über die Waffensounds und Animationen bis hin zum Trefferfeedback - das erinnert alles frappierend an den MMO-Shooter, und in dem Fall ist das ein großes Kompliment.

Fragt einen Destiny-Veteranen, warum er dem Franchise trotz seiner Achterbahn-artigen Qualitätskurve seit über einem Jahrzehnt die Treue hält, und ihr werdet in den meisten Fällen die gleiche Antwort bekommen: das Gunplay.

Eine Shotgun aus Marathon in Großaufnahme. Quelle: Bungie Nicht nur am Controller, sondern auch mit Maus und Tastatur gibt es nur sehr wenige andere Shooter, die sich so fabelhaft und griffig spielen. In puncto Spielgefühl dürfte Marathon also überzeugen - vor allem, weil es gegenüber der meist militärisch-bodenständigen Extraction-Konkurrenz auch einfach deutlich abgedrehter und schneller aussieht.

Erwartet hier aber kein Fähigkeiten-Gewitter wie bei Destiny. Ihr zieht zwar im synthetischen Körper eines Runners mit vordefinierten Skills los, aber der Fokus soll laut den Entwicklern auf Schusswaffen und Equipment liegen. Die Knarren sehen angenehm funky aus, aber auch, als würden sie dem klassischen Shooter-Waffenschrank entstammen: Shotgun, Maschinenpistole, Sniper, Sturmgewehr, etc.

Gleiches gilt für Gadgets wie Granaten und Minen, oder die Fähigkeiten der zum Start sechs verschiedenen Helden. Da wird sich etwa unsichtbar gemacht, ein Schild erzeugt oder das Team geheilt, vertraute Hero-Shooter-Skills also.

Allerdings mit einem Unterschied: Schaden wird bei Marathon ausschließlich mit Knarren und Equipment ausgeteilt. Die Fähigkeiten sollen euren Spielstil und euer Team unterstützen, aber nicht eure Waffen ersetzen.

Ein Runner benutzt sein Heil-Equipment. Quelle: Bungie Und apropos Team: Ihr werdet euch zwar auch als einsamer Wolf in die Runden stürzen können, aber Marathon ist darauf ausgelegt, in Dreiersquads gespielt zu werden, und bietet das inzwischen übliche Ping-System zur einfacheren Kommunikation. Von diesen Dreierteams tummeln sich zum jetzigen Zeitpunkt bis zu sechs auf einer Karte, also maximal 18 Spieler.

Alle haben das Ziel, so viel Loot wie möglich auf der Map und von Gegnern einzusacken, vielleicht noch vorher akzeptierte Quests zu erfüllen, und dann an einem der Exfiltrationsspunkte wieder abzudampfen.

Und falls ihr bisher überhaupt nicht mit Extraction-Shootern vertraut seid: Die anderen Spieler auf der Karte können sich dazu entscheiden, euch anzugreifen und sich nach dem Tod all euren Loot unter den Nagel zu reißen.

Dann ist das Match für euch erstmal vorbei und alles, was ihr gesammelt habt, weg. Das gilt auch für die Items aus vorherigen Runden oder von Händlern, mit denen ihr in die Runde gestartet seid.

Maßnahmen gegen Jank und Frust

In Extraction-Shootern können Niederlagen also richtig, richtig bitter sein, und deshalb hat Bungie bei Marathon das Spielprinzip hier und da etwas entschärft, um die Reibungspunkte für neue Spieler zu reduzieren. Das gilt nicht nur für das Inventar, das möglichst benutzer- und controllerfreundlich gestaltet werden soll.

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