Mainboards für Gaming-PCs: Tipps zur Auswahl und RAM sowie 37 Beispiel-Modelle unter 200 Euro

Special Antonio Funes
Mainboards für Gaming-PCs: Tipps zur Auswahl und RAM sowie 37 Beispiel-Modelle unter 200 Euro
Quelle: ASRock

Wir geben euch Tipps, die euch bei der Auswahl eines neuen Mainboards helfen. Außerdem gehen wir auch auf RAM ein und haben 37 Mainboards herausgesucht.

Für einen Prozessor braucht es ein passendes Mainboard sowie Arbeitsspeicher - wir geben euch daher heute Tipps, was ihr beim Mainboardkauf beachten solltet und ob es für einen Spiele-PC wichtig ist, dass man sich ein teures Mainboard anschafft. Zum Thema RAM gibt es ebenfalls ein paar Hinweise, und für die drei wichtigen aktuellen Mainstream-Sockel, die Sockel AM4, AM5 und 1700, haben wir insgesamt 37 Mainboards als Kaufbeispiele herausgesucht.

Der Sockel eines Mainboards, in den die CPU eingelegt wird, gibt vor, welche Prozessoren rein mechanisch überhaupt hineinpassen. Die Prozessoren aus der gleichen Familie haben dabei stets denselben Sockel-Typ, sodass alle CPUs einer Baureihe mit ebenfalls diesem Sockel für diese Mainboards passend ist.

Bei AMD sind dabei für einen Spiele-PC die Sockel AM4 sowie AM5 relevant, bei Intel ist der Sockel 1700 das Mittel der Wahl. Zu den AM4-CPUs gehören die Ryzen-Modelle der 1000er, 2000er, 3000er und 5000er-Reihe, wobei wir bei einem Neukauf dringend die neueste Reihe mit Modellen wie dem Ryzen 5 5600X oder Ryzen 7 5800X3D empfehlen.

Denn die Zukunft liegt ohnehin bei der neueren 7000er-Reihe mit der Top-CPU Ryzen 7 7800X3D, die zum Sockel AM5 gehört. Bei Intels Sockel 1700 sind die Prozessoren der 12. bis 14. Generation kompatibel, also Modelle wie der Core i5-12400F, Core i3-13100F oder Core i7-14700K.

MSI Pro B760M-G DDR4 Quelle: MSI Bei diesem MSI Pro B760M G DDR4 steckt im Sockel 1700 (in der oberen Hälfte mittig) noch die Transportsicherung

Mainboard-Sockel

Doch woran erkennt ihr, welches Mainboard welchen Sockel unterstützt? Das Simpelste ist, dass ihr beim Hersteller bei den Mainboards oder auch in Shops oder bei Preisvergleich-Websites als Filter nur den Sockel wählt, der dem eurer schon vorhandenen oder zum Kauf geplanten CPU entspricht.

Damit ist allerdings noch nicht klar, ob auch die CPU wirklich zu 100 Prozent kompatibel ist. Den Sockel AM4 gibt es beispielsweise schon seit über fünf Jahren, und man kann sich leicht denken, dass eines der ersten Sockel AM4-Mainboards, als die Ryzen 1000er-CPUs brandneu waren, möglicherweise einen Prozessor der 5000er-Serie nicht erkennt oder zumindest nicht fehlerfrei mit ihm arbeitet.

Daher solltet ihr beim Mainboard-Hersteller nachsehen, welche CPUs zu dem Modell kompatibel sind - ältere Modelle sind dabei häufig per BIOS-Update auch für die neuesten CPUs aufrüstbar, und die meisten älteren Modelle, die bei Händlern auf Lager sind, stammen aus Produktionszeiträumen, in denen bereits ein relativ neues BIOS verwendet wurde. Daher sind Probleme beim Neukauf eines Mainboards selten - wer auf Nummer Sicher gehen will, orientiert sich aber lieber an dem Chipsatz des Mainboards.

Mainboard-Chipsatz

Der Chipsatz ist eine Art Basis-Ausstattung des Mainboards, der auch die Eignung für bestimmte CPUs mitbestimmt. Dabei gibt es immer dann, wenn ein neuer Sockel ins Leben gerufen wird, neue Chipsätze, und auch wenn zum bestehenden Sockel ein CPU-Update in Form von neuen Modellen erscheint, werden häufig parallel dazu neue Chipsätze veröffentlicht.

Der Chipsatzname steckt traditionell im Namen des Mainboards mit drin und zeigt euch gleichzeitig, wie aktuell der Chipsatz ist. Beim Sockel AM4 sind nach und nach 300er, 400er und 500er-Chipsätze erschienen, zum Beispiel X370, B450 oder B550. Beim Sockel AM5 sind es 600er-Namen wie B650 oder X670. Für Intels Sockel 1700 gibt es 600er- und 700er-Chipsätze wie B660 oder Z790. Die folgende Tabelle zeigt die Chipsätze für die Sockel AM4, AM5 und 1700 in einer Übersicht:

Sockel / Plattform Parallel veröffentlichte CPU-Familie Chipsätze
AMD AM4 Ryzen 1000 A320, B350, X370
AMD AM4 Ryzen 3000 B450, X470
AMD AM4 Ryzen 5000 A520, B550, X570
AMD AM5 Ryzen 7000 A620, B650, B650E, X670, X670E
Intel 1700 Core i-12000 B660, H610, H670, Q670, W680, Z690
Intel 1700 Core i-13000 B760, H770, Z790

Ihr seht, dass es Ähnlichkeiten gibt - aber Intels B660-Chipsatz ist beispielsweise natürlich nicht zu AMD kompatibel, obwohl es bei AMDs Sockel AM5 den vom Namen her scheinbar verwandten Chipsatz B650 gibt. Achtet also beim Kauf zuerst auf die Sockeleignung, erst dann auf den Chipsatz. Je nach Chipsatz fehlt eventuell ein Feature, das nicht ganz unwichtig ist. Dies vertiefen wir auf der nächsten Seite.

  1. Seite 1 Mainboards: Sockel und Chipsatz
  2. Seite 2 Mainboards: Chipsätze und DDR4/DDR5-RAM
  3. Seite 3 Mainboards: Ausstattung und Formfaktor
  4. Seite 4 Mainboards: RAM und 37 Mainboard-Kauftipps
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