Mafia: The Old Country ist nicht so linear wie gedacht - Exklusive Vorschau mit neuen Infos
Special
Wir konnten mit den Entwicklern von Mafia: The Old Country sprechen und haben interessante Details erfahren, zum Beispiel zur Spielwelt wie in Mafia 1.
Hinweis: Nach Rücksprache mit 2K Games wollen wir noch einmal deutlich klarstellen, dass mit "offener Spielwelt" keine typische Open-World gemeint ist, wie man sie aus Mafia 3 kennt. Es handelt sich bei Mafia: The Old Country, wie bei den beiden ersten Mafia-Spielen, um ein linear erzähltes Abenteuer in einer atmosphärischen Welt, die als Kulisse für die Story dient.
Ein Angebot, das wir nicht ablehnen können, wurde uns schon lange nicht mehr gemacht. Mafia 3 ist schließlich schon fast zehn Jahre alt. Aber in wenigen Wochen ist es endlich soweit. Dann erscheint mit Mafia: The Old Country der vierte Teil der beliebten Reihe über die ehrwürdige Familie. Ein wenig ist das Spiel für uns auch so kurz vor dem Release noch eine Wundertüte.
Zwar haben die Entwickler von Hangar 13 eine Reihe von Trailern und Gameplay-Videos veröffentlicht, aber selbst konnten wir uns im Vorfeld noch kein Bild vom Spiel machen. Eher ungewöhnlich für so ein großes und wichtiges Projekt.
Immerhin hatten wir nun die Gelegenheit, noch ein ausführliches Gespräch mit Creative Director Alex Cox und dem Präsidenten von Hangar 13, Nick Baynes, zu führen. Dabei haben wir durchaus noch einiges Interessantes über Mafia: The Old Country (jetzt kaufen 50,68 € / 44,99 € ) erfahren.
Es begann mit Mafia 3
Zunächst sprachen wir jedoch ein wenig über die Reise, die Hangar 13 auf dem Weg zum neuen Mafia hinter sich hat. Dabei war es dem Hangar-Chef Nick Baynes wichtig zu betonen, dass das Studio unter diesem Namen zwar erst 2014 gegründet wurde, aber eigentlich bis zu den Anfängen der Reihe zurückreicht. Schließlich arbeitet durch die Integration des ehemaligen Illusion Softworks aus der Tschechischen Republik noch immer ein großer Kern der ursprünglichen Mafia-Entwickler im Unternehmen.
Das erste Spiel unter dem Hangar-13-Namen war natürlich Mafia 3, das bei den Fans der Reihe eher gemischte Reaktionen hervorruft. Mit einer guten Story, starken Charakteren und einem coolen Gangster-Setting setzte das Spiel laut Creative Director Alex Cox noch immer auf wichtige Pfeiler der Marke. Der große Unterschied sei jedoch die Struktur des Spiels gewesen, die eine neue Design-Philosophie in der offenen Spielwelt verfolgte.
"Mit [Mafia] 3 wollten wir natürlich mal was Neues ausprobieren. Wir haben uns für eine Open-World im eher klassischen Sinn entschieden. Wir wollten weg von der linearen Story. [...] Wie ihr wisst, gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, wie erfolgreich das war", erklärt Alex Cox.
Ein Remake als Therapie
Die Reaktionen auf Mafia 3 führten dazu, dass man sich bei Hangar 13 sehr ausführliche Gedanken gemacht hat, wie es mit der Reihe weitergehen sollte. Alex Cox sagt dazu: "Nach Mafia 3 haben wir uns echt viele Gedanken darüber gemacht, wie ein weiteres Mafia-Spiel aussehen könnte. Sollten wir wieder zu dem Design von Mafia 1 und Mafia 2 zurückkehren oder die Reihe in Richtung einer offeneren Welt weiterentwickeln? Es gab viele Gespräche über diese Fragen und darüber, wie es weitergehen sollte."
Man entschied sich, mit der Definitive Edition ein Remake des ersten Mafia zu machen. Die Entwickler sahen dieses Projekt als eine Gelegenheit, neu zu entdecken, was Mafia ursprünglich so großartig gemacht hatte. Gleichzeit war es eine Möglichkeit, den beliebten Klassiker einem modernen Publikum zugänglich zu machen.
Bildergalerie
"Das Originalspiel in seinem ursprünglichen Zustand ist ziemlich schwer zu spielen, sowohl was die modernen Erwartungen an das Gameplay angeht, als auch einfach physisch, also das Ausführen des Spiels. Es ist nicht so einfach, wie die Definitive Edition zu kaufen und diese zu spielen", erklärt Hangar-13-Präsident Nick Baynes.
Schlussendlich war die Definitive Edition von Mafia dann auch ein Sprungbrett, von dem aus das Team den nächsten Teil der Reihe in Angriff nehmen konnte. Mafia: The Old Country ist daher sehr stark von den ersten beiden Teilen inspiriert. Das Remake wurde für das Studio zum Leitbild dafür, was ein neues Mafia sein kann und sollte. Es gab den Entwicklern auch die Zuversicht, dass es noch immer eine Zielgruppe für diese Art von Spielen gibt.
