Lost Ark Preview: Closed-Beta-Eindrücke des "Diablo-Killers", Seite 2

Special Benjamin Lachmann Lukas Schmid
Lost Ark Preview: Closed-Beta-Eindrücke des "Diablo-Killers", Seite 2
Quelle: Smilegate

Drei Jahre nach dem koreanischen Release kommt Lost Ark in den Westen. Ob das Spiel was taugt oder ob das lange Warten unsinnig war, klärt unsere Vorschau.

Vor allem bei den diversen Cutscenes im Laufe der Story fällt die Kombination aus hübschem Aussehen und toller musikalischer Untermalung äußerst positiv auf. Die Dialoge sind hierbei sogar komplett auf Deutsch vertont und machen meistens einen sehr guten Eindruck.

Außerhalb der Cutscenes sieht es bei der Synchronisation leider nicht ganz so rosig aus. Manche Unterhaltungen sind insofern vertont, als dass der erste Satz mit Sprachausgabe ausgestattet ist. Meistens müssen die Dialoge aber komplett ohne Synchronisation auskommen und eine Logik dahinter, wann gesprochen wird und wann nicht, lässt sich nicht ausmachen.

Bei einem Spiel dieser Größe ist es verständlich, dass nicht jedes Gespräch mit Sprache daherkommt. Dass man sich dann aber für diese komische Art des teilweisen Vertonens entschieden hat, sorgt dafür, dass einem erst recht auffällt, wenn mal nichts gesagt wird. Mal schauen, ob das im fertigen Spiel besser gelöst sein wird.

Arche in fremden Gewässern

Kommen wir gleich generell auf das Thema Lokalisierung zu sprechen. Da ein mehrere Jahre altes MMORPG durch bereits erfolgte Updates sehr viel Inhalt bietet, gibt es hier für die Entwickler natürlich sehr viel zu tun. Leider macht Lost Ark in diesem Punkt nur teilweise eine überzeugende Figur.

Hier wurde der Charakter, der uns eigentlich eine Quest geben sollte, erst gar nicht geladen. Quelle: PC Games Hier wurde der Charakter, der uns eigentlich eine Quest geben sollte, erst gar nicht geladen. An einigen Stellen ist die Übersetzung sehr passend und gut vertont, an anderen ist dies leider überhaupt nicht der Fall. So kommt es öfters vor, dass die Sprachausgabe und die Untertitel inhaltlich zwar einigermaßen beieinander liegen, aber komplett unterschiedliche Formulierungen nutzen. Wenn das Gehörte und das Gelesene nicht zueinander passen, kann das schon sehr verwirrend sein, vor allem, wenn einem deswegen nicht klar ist, was genau in einer Quest von einem verlangt wird.

Im Allgemeinen sind die Übersetzungen teilweise fehlerhaft oder fehlen auch mal ganz. So kommt es immer wieder vor, dass NPCs Hilfe brauchen, und das Spiel einen vor die Wahl stellt, ob man fliehen oder ... speichern möchte?

Die Möglichkeit, NPCs zu 'speichern', wird einem des Öfteren angeboten Quelle: PC Games Die Möglichkeit, NPCs zu "speichern", wird einem des Öfteren angeboten Das verwirrt einen so lange, bis man realisiert, dass hier einfach nur die falsche Übersetzung des Wortes "save" benutzt wird und es eigentlich darum geht, ob man den Charakter retten will oder nicht. Solche Fehler sind leider allgegenwärtig, sorgen meistens aber zum Glück nur kurz für Verwirrung. Nervig sind sie dennoch.

Viel gravierender sind die noch komplett fehlenden Übersetzungen. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, verschiedene Sammelkarten zu erhalten, mit denen man seinem Charakter diverse Buffs verleihen kann. Wie genau dies funktioniert, ist leider ein Rätsel, da das Videotutorial, welches man zu der Kartenmechanik im Menü findet, nur auf Koreanisch vorhanden ist.

Beta-Bedenken

Die Entwickler können Lost Ark aber sicher noch speichern - ähm, sorry, wir meinten natürlich retten! Denn all diese sprachlichen Probleme sollten recht einfach zu beheben sein und werden das bis zum offiziellen Release hoffentlich auch. Dennoch ist dieser Makel ernüchternd, wenn man bedenkt, dass es sich bei Lost Ark um ein bereits drei Jahre altes Spiel handelt. Ist eine solche Baustelle da wirklich zu rechtfertigen?

Interessante Momente, wie das zurückerobern einer Burg, werden geboten. Quelle: PC Games Interessante Momente, wie das zurückerobern einer Burg, werden geboten. In einem anderen und potenziell wichtigeren Punkt hat man aber - hoffentlich - mehr Zeit investiert, um sich vom ursprünglichen Release zu unterscheiden. Da es sich bei Lost Ark um ein Free2Play-Spiel handelt, kann natürlich ordentlich viel echtes Geld im Shop ausgegeben werden. Bezüglich der koreanischen Version des Titels reden viele schon von einem Pay2Win-Modell, da durch Einsatz von Echtgeld sehr große Vorteile erkauft werden können.

In der westlichen Version soll dies laut den Entwicklern nicht der Fall sein. Bei uns sollen alle Items des Shops auch mit Ingame-Währung gekauft werden können. Inwiefern das dann wirklich umgesetzt wird, kann nur die Zeit zeigen, erfreulich ist dieser Ansatz aber auf jeden Fall.

Meinung

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