Lost Ark Preview: Closed-Beta-Eindrücke des "Diablo-Killers"
Special
Drei Jahre nach dem koreanischen Release kommt Lost Ark jetzt erstmals in den Westen. Mit seinem Hack&Slay-Kampfsystem erinnert es auf den ersten Blick stark an Diablo. Ob das Action-MMORPG was taugt und ob der Weg nach Europa sich gelohnt hat, erfahrt Ihr von uns. Mit Video!
Schon im Dezember 2018 ist Lost Ark in Korea erschienen. Im Oktober 2019 folgte dann der russische Release. Amerika und Europa gingen bisher leer aus. Drei Jahre nach dem ursprünglichen Release bringt Amazon Games uns zumindest schon mal die Beta bis in den Westen. Der vollständige amerikanische und europäische Release soll Anfang 2022 folgen.
Böse Zungen behaupten, dass die ursprünglich angepeilte Veröffentlichung Ende des Jahres nur verschoben wurde, um nicht mit Amazons anderem MMORPG New World zu kollidieren. Amazon Games selbst meint natürlich, dass sie die Zeit benötigen, um finale Verbesserungen vornehmen zu können. Inwiefern und in welchen Bereichen das überhaupt notwendig ist, erfahrt Ihr jetzt von uns.
In diesem Artikel
Teuflisch gutes Gameplay?
Was als Erstes auffällt, ist die offensichtliche Ähnlichkeit zur Diablo-Reihe. Lost Ark sieht zwar insgesamt weniger düster aus, bezogen auf das Gameplay erinnert es dennoch stark an das bekannte Hack & Slay. Das ist aber nichts Schlechtes, denn Lost Ark spielt sich unglaublich gut.
Quelle: PC Games
Die Bosse sind schön inszeniert und hauen ordentlich zu.
Sich durch riesige Massen von Gegner zu schnetzeln und mit seinen Fähigkeiten Haufen von Feinden auf einen Schlag zu zerstören, fühlt sich einfach gut an. Aber auch in den Kämpfen mit den diversen größeren Monstern oder Boss-Gegnern funktioniert das Gameplay hervorragend.
Hier muss dann weniger auf Fähigkeiten mit möglichst viel Reichweite und Flächenschaden gesetzt werden, stattdessen sind geschicktes Planen und Nutzen der Cooldowns und der Ausweichrolle nötig.
Klasse Klassen
Quelle: Smilegate
Es gibt die unterschiedlichsten Klassen zu entdecken.
Es gibt eigentlich "nur" 7 Klassen, zwischen denen man sich entscheiden kann. Durch Spezialisierungen, die jede Klasse auf Level 10 freischaltet, kommt man insgesamt dann aber auf 15 Stück. Das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Klassen sich alle wirklich unterschiedlich spielen und mit ganz eigenen Skills daherkommen.
Wir haben uns für unsere Session mit dem Spiel für einen Krieger mit der Spezialisierung Berserker entschieden. Als andere Optionen stehen für den Krieger noch die Spezialisierungen Paladin und Pistolenlanzer zur Auswahl. Diese sind nicht ganz so stark im direkten Nahkampf wie der Berserker, verfügen dafür aber als Ausgleich über Heilzauber und Fernkampfangriffe.
Natürlich sind aber auch Klassen wie Magier oder Assassinen vertreten. Es sollte also für jeden Spielertypen etwas Passendes geben.
Quelle: PC Games
Der Krieger war unsere Klasse der Wahl.
Da jede Klasse eigene Fähigkeiten besitzt, sind auch die Skilltrees unterschiedlich. Auf diesen kann man die Punkte, die man durch Level-ups freischaltet, beliebig auf die Fähigkeiten verteilen. Hat man genügend Punkte in einen Skill gesteckt, lässt sich eine Spezialisierung auswählen. Der Angriff kann zum Beispiel einen kürzeren Cooldown erhalten oder einem ein kleines Schild verleihen. Das ist mit genügend Level bis zu dreimal pro Skill möglich.
Diese Erweiterungen der eigentlichen Fähigkeit fühlen sich sehr belohnend an und motivieren zusätzlich. Besonders angenehm: Der Skilltree lässt sich jederzeit komplett zurücksetzen und so kann man verschiedene Builds ausprobieren.
Das MMO-Diablo
Im Gegensatz zu Diablo setzt Lost Ark (jetzt kaufen ) aber auf ein klassisches MMORPG-Konzept. Es gibt also nicht nur eine Kampagne mit Singleplayer-Missionen, sondern vor allem das Endgame ist mit genretypischen Inhalten wie speziellen Quests, Dungeons und größeren Raids gefüllt. In der Beta hatten wir auf diese Inhalte aber freilich noch nicht Zugriff.
Quelle: PC Games
Verschiedenste NPCs, wie der schmiedende Zwerg Urr, können verführt werden.
Des Weiteren gibt es extrem viele kleine Sammelgegenstände in der Welt zu entdecken, eine Burg auf einer eigenen Insel upzugraden und diverse romantische Beziehungen mit NPCs zu führen.
Auch, wenn der Kern des Gameplays also sehr an Hack & Slays wie Diablo erinnert, gibt es extrem viel außerhalb dieses Kernprinzips zu erkunden und zu tun. Für kompetitive Spieler gibt es auch die Möglichkeit, in einer PvP-Arena gegeneinander anzutreten. MMO-typisch wird versucht, möglichst viel Langzeitmotivation zu bieten.
Innen hui, außen ... auch hui?
Quelle: PC Games
Lost Ark führt einen schon zu Beginn in beeindruckende Umgebungen.
Lost Ark sieht über weite Strecken extrem schick aus. Egal, ob man nun auf die zahlreichen individuellen Umgebungen achtet, die Modelle der verschiedenen Lebewesen anschaut oder die beeindruckenden Animationen während des Kampfes bewundert, es wird immer etwas fürs Auge geboten.
Vor allem die Gefechte wissen zu überzeugen, was essenziell ist, da man in Lost Ark viel Zeit mit dem Besiegen von Gegner verbringt. Hin und wieder kommt es zu kleineren Problemen, vor allem mit Animationen, aber diese sind normalerweise nur lustig anzusehen und fallen nicht weiter negativ auf.
Auch der Sound kommt nicht zu kurz. Ergänzt wird die schöne Optik nämlich von stets gut zur jeweiligen Situation passenden Musik. Bei riesigen Spielen wie Lost Ark, in denen man potenziell Dutzende oder gar Hunderte Stunden verbringen kann, ist es auf jeden Fall sehr vorteilhaft, wenn die Verpackung stimmt.
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