Lords of the Fallen gespielt: Der geistige Nachfolger von Legacy of Kain?

Special Daniel Link 26,99 €
Lords of the Fallen gespielt: Der geistige Nachfolger von Legacy of Kain?
Quelle: CI Games

Nachdem Lords of the Fallen aus dem Jahr 2014 nicht allzu viele Spieler begeistern konnte, versucht es Publisher CI Games nun mit einem Reboot. Ob sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben, erfahrt ihr bei uns in der Vorschau.

From Software entschied sich in diesem Jahr, statt eines ihrer populären Soulslikes einen Mech-Shooter in Form von Armored Core 6 zu veröffentlichen. Der Titel wird voraussichtlich mal wieder sehr gut und obwohl From Software für Soulslike-Freunde dieses Jahr nichts im Angebot hat, müssen sie trotzdem nicht hungern. CI Games bringt im Oktober dieses Jahres nämlich Lords of the Fallen heraus. Dabei handelt es sich um eine Art Reboot des im Jahre 2014 erschienenen Spiels mit dem gleichen Namen. Das neue Lords of the Fallen spielt tausend Jahre in der Zukunft, also muss man den Vorgänger auch nicht gespielt haben.

Im Jahre 2014 konnte Lords of the Fallen nicht allzu viele Fans für sich gewinnen, doch die Trailer zum neuen Titel weckten bereits das Interesse vieler Spieler - und auch meines. Ich wollte genau wissen, was es mit dem Spiel so auf sich hat und ob es dieses Mal denn auch richtig gut wird. Ich war daher ganz gespannt, als ich von CI Games eingeladen wurde, Lords of the Fallen selbst anzuspielen.

Zu Beginn durfte ich mir einen eigenen Charakter erstellen. Der dazugehörige Editor ist zwar nicht die Crème de la Crème, wirkte jedoch robust genug, um ein paar interessante Figuren zu kreieren. Auch gab es einige verschiedene Klassen, vom muskulösen Krieger mit imposantem Zweihänder über einen wilden Kämpfer bis hin zum flinken Schurken. Auf Empfehlung von CI Games wählte ich einen eher simpleren Archetypen, doch jede der verfügbaren Klassen sah auf den ersten Blick ziemlich interessant aus.

Zwischen zwei Welten

Im Spiel wurde ich dann direkt von einer der wichtigsten Mechaniken aus Lords of the Fallen begrüßt: der Laterne, mit der man unter anderem zwischen den Welten wandert. Von diesen Welten gibt es ganze zwei Stück. Sollte man in der "normalen" Welt sterben, wacht man in der Unterwelt wieder auf. Hier erwarten einen etwa andere Gegner und Pfade. Zusätzlich wird die Unterwelt immer gefährlicher, je länger man dort verbringt.

Ein unheilvoller Schrein. Quelle: CI Games Zumindest während meiner Session war diese Mechanik noch nicht ganz so imposant. Es sind lediglich kontinuierlich ziemlich schwache Gegner erschienen, die ich dann mit ein paar Schlägen erledigte.

Im späteren Spielverlauf sollen hier jedoch nicht nur herausforderndere Gegner hinzukommen, auch der eigene Charakter wird mit der Zeit in der Unterwelt immer schwächer. Die Idee erinnert ein wenig an den Schlund aus World of Warcraft: Shadowlands, hoffentlich funktioniert das in Lords of the Fallen aber besser.

In der Unterwelt stehen einige Schreine herum, mit denen man sich wieder in die normale Welt teleportiert. Damit hat man also eine Art Extraleben, was das Spiel zumindest zu Beginn definitiv etwas entspannter macht.

Das Ganze funktioniert nämlich auch während der Bosskämpfe, man hat also sozusagen zwei Versuche. Etwaige Items zum Heilen werden zwar nicht zurückgesetzt, aber über ein kostenloses Leben beschwert man sich natürlich nicht.

Puzzlespaß für die ganze Familie

Zusätzlich gelangt man auch per Knopfdruck über die erwähnte Laterne in die Unterwelt, was vor allem bei diversen Puzzles zum Einsatz kommt. Hält man sie lediglich hoch, sieht man Teile der Unterwelt vor sich und findet so beispielsweise versteckte Pfade.

Wenn in der normalen Welt ein Gitter den Weg versperrt, hält man einfach die Laterne vor sich und marschiert an vielen Stellen durch das nun freie Tor.

Während meiner Spielzeit gab es bereits einige solcher Puzzles und das wird auch über die restliche Spielzeit wohl nicht anders aussehen. Die zwei Welten wirkten auf jeden Fall recht gut implementiert und dienen auch als Alleinstellungsmerkmal für Lords of the Fallen.

Beim Spielen erinnerte mich das Ganze ein wenig an die alten Legacy-of-Kain-Titel und da die echt gut waren, ist das insgesamt sicherlich ein gutes Zeichen.

Alle anderen Dinge, die man so aus Soulslikes kennt, sind natürlich auch in Lords of the Fallen vorhanden. Darunter Schreine, zwischen denen man hin- und herreisen kann und beim Tod dort wiederaufersteht. Hier erhöht man ebenfalls die eigene Stufe und füllt seinen Heilgegenstand wieder auf.

Dann gibt es auch noch zahlreiche NPCs, bei denen man Dinge kauft oder mehr Aufladungen für das Heil-Item bekommt.

Bildergalerie

Das Level-Design erinnert ein wenig an Dark Souls 1, mit einem Hub, aus dem man dann die verschiedenen Areale bereist. Bisher wirkten die Gebiete allesamt recht linear. Es gab zwar Puzzles, diese führten oft jedoch nicht zu versteckten Arealen, sondern öffneten den Weg zum nächsten vorgesehenen Ort. Das ist aber gar nichts Schlechtes. Die wenigen Gebiete, die ich mir bisher ansehen konnte, waren allesamt sehr ansprechend und passend in der Welt verteilt. Ich hatte zumindest das Gefühl, mich in einer richtigen Welt zu bewegen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk