Ein digitales Brettspiel zum Abschalten: Let Them Trade verbindet gemütliche Aufbaustrategie mit charmantem Holz-Look - perfekt für alle, die entspannt handeln, bauen und zusehen wollen, wie das Leben über Hexfelder tanzt.
Forschung, Upgrades & Produktionsketten: Wachsen mit System
Um Zugang zu hochwertigeren Produkten zu erhalten, müsst ihr sie zunächst erforschen. Dafür steht euch das Schloss zur Verfügung - denn wie es sich gehört, liegt die Verantwortung für wissenschaftlichen Fortschritt natürlich beim Chef persönlich. Doch auch Forschung will finanziert werden: Sie verbraucht Ressourcen und bindet Handelskapazitäten. Euer Schloss wird somit zu einem aktiven Handelszentrum, in dem ihr zusätzlich Waren einlagern könnt - ideal, damit zentrale Ressourcen nicht umständlich durch die halbe Spielwelt kutschiert werden müssen und ihr in Notlagen nicht auf dem Trockenen sitzt.
Wer aufsteigen will, muss aufrüsten - das gilt auch für Gebäude. Ob Werkstatt oder Wohnhaus: Mit jedem Upgrade wird mehr produziert, mehr gewohnt, mehr geleistet. Doch es geht nicht nur ums bloße Höher-Schneller-Weiter.
Denn alle Gebäude haben ihren eigenen Charakter. Ein Kartoffelfeld läuft zur Hochform auf, wenn ihr einen Extra-Bauern dazu abkommandiert - ganz nach dem Motto: mehr Hände, mehr Knollen. Und die Bäckerei? Die backt nicht nur Brot, sondern versorgt gleich die ganze Nachbarschaft mit einem wohligen Duft nach frischen Teigwaren. Das macht besonders die anliegenden Bewohner glücklich.
Bevor Waren auf einen Handelskarren verladen werden, müssen sie erst vom Betrieb ins Stadtzentrum transportiert werden. Umgekehrt müssen importierte Güter von dort aus zu den Wohnhäusern oder weiterverarbeitenden Betrieben gebracht werden.
Je weiter eure Wirtschaft wächst, desto stärker wird das Transportsystem beansprucht - und genau hier entsteht schnell ein Engpass. Die Zahl eurer Händler und Transporteure ist direkt an das Stadtlevel gebunden. Und genau das kann entscheidend sein: Schon bei einem vergleichsweise kleinen Warenkreislauf gerät eine Stadt auf Level 1 rasch an ihre Grenzen. Baumaterial mag vielleicht noch vorhanden sein - aber wenn es an Transporteuren mangelt, steht eure Wirtschaft schneller still, als euch lieb ist. Wer hier früh aufrüstet, ist klar im Vorteil.
Planung & Platzierung: Standortwahl mit Folgen
Bevor ihr den Grundstein für eine neue Stadt legt, solltet ihr euch gut überlegen, was dort eigentlich entstehen soll: Welche Waren wollt ihr produzieren - und welche Rohstoffe braucht ihr dafür? Idealerweise steht das Stadtzentrum schön zentral, mit kurzen Wegen zu allen Produktionsstätten. Doch die Karte hat ihren eigenen Willen: Hügel, Wälder oder schlichtweg unzugängliches Gelände machen euch gerne mal einen Strich durch die Rechnung.
Quelle: PC Games
Neue Gebäude können nur direkt an die Stadt angebaut werden. Einsiedler gibt es nicht.
Ihr braucht dringend Steine für den nächsten Technologieschub, könnt aber keine neue Stadt gründen - und das nächste Vorkommen liegt zwei Felder entfernt? Dann bleibt euch nichts anderes übrig, als euch dorthin auszudehnen. Auch wenn das bedeutet, längere Wege in Kauf zu nehmen oder Produktionsketten weniger effizient zu gestalten.
Zwar lassen sich Gebäude später abreißen und anderswo neu aufbauen, aber ganz ohne Kompromisse kommt man selten aus.
Marktwirtschaft & Stadtfinanzen: Globaler Markt, lokale Kassen
Die Wirtschaft von Let Them Trade ist überraschend komplex - zumindest mehr, als man es auf den ersten Blick von einem so charmant kleinen Spiel erwarten würde. Denn Städte kaufen ihre Waren nicht einfach vom nächstgelegenen Handelspartner, sondern orientieren sich am globalen Marktpreis.
Produzieren zum Beispiel zwei eurer Städte Holz, greift eine dritte bevorzugt zur günstigeren Option - sofern sie es sich leisten kann. Jede Stadt verwaltet nämlich ihre eigene Goldreserve. Einnahmen durch Exporte füllen die Stadtkasse, während Importe sie entsprechend schröpfen.
Gerade in neuen Städten kann das schnell zu Engpässen führen: Baut ihr dort zuerst Wohnhäuser für wohlhabende Bürger, steigen die Ansprüche und somit auch die Importkosten. Ein einzelnes Bürgerhaus bringt eben keine Einnahmen - zumindest nicht ohne passende Produktionsstätten. Im schlimmsten Fall ist die Kasse leer, bevor ihr überhaupt die nötigen Materialien für weitere Bauprojekte kaufen könnt.
Um gegenzusteuern, dürft ihr den Stadtverwaltungen alle fünf Minuten eine Finanzspritze in Form eines Geldgeschenks zukommen lassen. Das macht sie nicht nur wieder zahlungsfähig, sondern auch ein wenig fröhlicher. Umgekehrt könnt ihr euch auch selbst bedienen und Gold aus den Stadtkassen plündern - doch das kommt bei den Bürgermeistern nicht so gut an.
