LEGO Star Wars: The Skywalker Saga im Test - Seite 3

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LEGO Star Wars: The Skywalker Saga im Test - Seite 3
Quelle: TT Games I Warner Bros.

Wir waren mit LEGO Star Wars: The Skywalker Saga unterwegs in der weit entfernten Galaxis. Wie uns der Ausflug gefallen hat, erfahrt ihr im Test.

Die bestehen vorwiegend daraus, dass Figuren plötzlich vom Skript abweichen und etwas Unerwartetes und/oder Dummes machen. Als Running Gag zieht sich zum Beispiel durch das Spiel, dass Chewbacca frustriert darüber ist, dass er am Ende des ersten Krieg-der-Sterne-Films keinen Orden erhalten hat.

Wer die Filme noch nicht gesehen hat, wird ohne Erklärung wahrscheinlich oft überhaupt nicht wissen, was an den diversen Anspielungen lustig sein soll, geschweige denn der Geschichte folgen können. Das Spiel richtet sich ganz deutlich an Fans und ist vergleichbar mit einer langen Folge Robot Chicken in chronologischer Reihenfolge - nur eben auch für Kinder geeignet. Dass die Kleinen mit zur Hauptzielgruppe gehören, ist bei der Lego-Marke natürlich klar, wirft dann aber hinsichtlich des Storytellings doch gewisse Fragen auf. Brutalere Szenen aus den Filmen werden teilweise in abgeschwächter Form präsentiert oder komplett ausgelassen. Fans, die schon immer einmal Anakin Skywalkers Jüngling-Massaker in Episode 3 in Lego-Form erleben wollten, müssen wir leider enttäuschen.

Als kindgerechter Ersatz für die eigentlichen Filme taugt Die Skywalker Saga dann aber auch nicht, da solides Wissen über die einzelnen Plotpunkte ja durchaus vorausgesetzt wird. Das ist natürlich alles kein Beinbruch, die Möglichkeit, die Story stringent für eine neue Generation aufzubereiten, wird aber liegengelassen.

Viel zu tun, wenig zu erleben

Das größte Problem des Titels ist das wenig abwechslungsreiche Gameplay im Freien Spiel. Wo während der Missionen noch eine zufriedenstellende Mischung aus Kämpfen, Flugpassagen und Rätseln geboten wird, erweist sich das Sammeln von Kyber-Würfeln als ein ziemlicher Grind.
Die Inszenierung der bombastischsten Star-Wars-Momente ist durch die Bank weg gut gelungen. Viele weniger epische Szenen leiden aber unter einer gewissen Belanglosigkeit. Quelle: PC Games Die Inszenierung der bombastischsten Star-Wars-Momente ist durch die Bank weg gut gelungen. Viele weniger epische Szenen leiden aber unter einer gewissen Belanglosigkeit. Die Nebenmissionen bestehen meist daraus, dass wir durch Einsatz diverser Kräfte an einen unerreichbar scheinenden Ort gelangen müssen, wo sich ein Würfel verbirgt. Zudem gibt es kleine Rätsel, wo wir Schalter oder Knöpfe aktivieren müssen, um Behälter zu öffnen. Manchmal finden wir auch Passwort-Keys, die dann in unserer Datenbank gespeichert werden und an andere Stelle in der Galaxis eingesetzt werden können.
Im Weltraum liefern wir uns kurze Schlachten mit dem Imperium. Das lockert den Spielverlauf etwas auf. Quelle: PC Games Im Weltraum liefern wir uns kurze Schlachten mit dem Imperium. Das lockert den Spielverlauf etwas auf.

Die Qualität dieser Aufgaben schwankt stark und es gibt extrem viel Wiederholung beim Questdesign. Erschwert werden viele der Rätsel lediglich unfreiwillig durch die sehr rudimentär gestaltete Gebietskarte und den oft wenig hilfreichen Wegweiser. Nebenaufgaben können wie Hauptquests auch über das Menü markiert werden.

Dadurch wird auf der Karte der Endpunkt vermerkt, zudem zeigen uns kleine Lichter auf dem Boden, wie wir am schnellsten zu dem gewünschten Ort kommen. Das funktioniert aber häufig nicht optimal, da manche Wege überraschend enden oder wir noch keine Möglichkeit haben, um ein Hindernis herumzukommen. Die Orientierung fällt also um einiges schwerer als die extrem simpel gehaltenen Rätsel, was für Frust sorgt und das Erfolgserlebnis häufig trübt.
Beim Bedienen einer Konsole müssen wir ein kurzes Minispiel absolvieren, dass, wie viele der Rätsel auch, immer nach demselben Schema abläuft. Das ist weder störend noch fesselnd.  Quelle: PC Games Beim Bedienen einer Konsole müssen wir ein kurzes Minispiel absolvieren, dass, wie viele der Rätsel auch, immer nach demselben Schema abläuft. Das ist weder störend noch fesselnd.  Durch den immens großen Umfang und die vergleichsweise geringe Abwechslung wirkt die freie Spielwelt weniger wie ein Ort, den man bereist, und vielmehr wie eine Checkliste zum Abarbeiten. Außerdem hätte uns das Spiel durchaus sagen dürfen, dass die Schrottsammler-Klasse erst über ihre Fähigkeiten verfügt, nachdem wir diese durch das Spielen der Sequel-Trilogie freigeschaltet haben. Jede andere Klasse kann ihre speziellen Interaktionen bereits von Beginn an ausführen.

Fehlerhafte Lego Technik

Ein weiteres Ärgernis, dass einem immer mal wieder begegnet, ist die sehr eigensinnige Kamera. Besonders im Koop-Modus kommt es vor, dass das Fadenkreuz beim Zielen mit dem Blaster vom Kopf der eigenen Spielfigur verdeckt wird. Und auch in den Duell-Passagen, in denen wir die Perspektive nicht frei bewegen können, ist die Übersicht oft stark behindert.
Im Koop-Modus ist die Zielperspektive häufig durch die eigene Spielfigur blockiert. Auch sonst hat die Kamera so ihre Macken. Quelle: PC Games Im Koop-Modus ist die Zielperspektive häufig durch die eigene Spielfigur blockiert. Auch sonst hat die Kamera so ihre Macken. Im Großen und Ganzen läuft das Spiel zwar sehr flüssig und stabil, bei unserem Spieldurchgang wurden wir aber leider zusätzlich von ein paar miesen Bugs heimgesucht. Die reichen von lediglich nervig bis absolut desaströs.

Zu den Kleinigkeiten zählt zum Beispiel, dass eine Episode prinzipiell im Koop-Modus startete, auch wenn wir gar kein zweites Gamepad angeschlossen hatten. Im Kampf mit Darth Maul, in dem wir darauf angewiesen sind, mit L1 zwischen Obi-Wan und Qui-Gon hin- und herzuwechseln, hatte dann genau diese Taste einen Aussetzer. Beide Probleme konnten aber mit einem simplen Neustart der Konsole behoben werden.

Zwei Mal kam es dann allerdings vor, dass das Spiel in einem Standbild hängen blieb. Mit dem Ausschalten der Quick Resume Funktion der Xbox Series X und erneutes Laden konnten wir uns zumindest in einem Fall noch darüber hinwegsetzen, beim zweiten Mal fielen wir hingegen einem Game Breaking Bug zum Opfer. Der bestand darin, dass nach dem Neustart unsere aktuelle Aufgabe als erledigt markiert wurde, die nächste Quest aber nicht getriggert wurde.

Damit hingen wir auf ewig im Freien Spiel fest. Da Lego Star Wars nur automatisch speichert und wir innerhalb eines Spieldurchgangs keine separaten Spielstände anlegen können, blieb als einzige Lösung, komplett mit einem neuen Spielstand anzufangen. Danach konnten wir dann zwar alle Episoden ohne weitere Abstürze spielen, die Angst, erneut dem Fehler zum Opfer zu fallen, saß uns aber fortan stetig im Nacken. Danach konnten wir dann zwar alle Episoden ohne weitere Abstürze spielen, die Angst, erneut dem Fehler zum Opfer zu fallen, saß uns aber fortan stetig im Nacken.
Update: Laut TT Games ist der Bug bekannt und wurde seit Release mit einem Update behoben. .

Wertung zu LEGO Star Wars: The Skywalker Saga (NSW)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu LEGO Star Wars: The Skywalker Saga (PS5)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu LEGO Star Wars: The Skywalker Saga (XSX)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Detailverliebte SpielweltRiesiger UmfangBarrierefreiheits-Optionen erlauben FeintuningTeils herrlich obskure Charaktere
BugsWenig aufregendes Rätsel- und Quest-DesignUnübersichtliche Karte und WegfindungKamera oft nicht optimal positioniertGameplay schön simpel, aber auf Dauer nicht motivierend
Fazit

Riesige Spielwiese mit immensem Umfang, die aber längerfristig wenig Motivation bietet

Meinungen

Lego Star Wars: Die Skywalker Saga (jetzt kaufen 49,99 € / 44,99 € ) ist seit dem 5. April 2022 für PC, Xbox One / Xbox Series X|S, Playstation 5, PS4 und Nintendo Switch verfügbar (bei Amazon bestellen). Während der Testphase konnten wir die Versionen für PS, Xbox und Switch bereits spielen, die PC-Version lag nicht vor. Der Test erfolgte hauptsächlich auf der Xbox Series X.


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  1. Seite 1 LEGO Star Wars: The Skywalker Saga im Test: die Macht ist eher mäßig stark
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