LEGO Horizon Adventures im Test - Nach Astro Bot der nächste Gute-Laune-Hit von Sony
Test
Kurz nach dem Horizon: Zero Dawn Remaster, geht es auch schon im Ableger LEGO Horizon Adventures weiter. Matthias hat das Gute-Laune-Abenteuer getestet.
Wilder Welten-Mischmasch
Mutterherz führt mich als Hub nicht nur in die angrenzenden Levels, sondern hat selbst auch jede Menge zu bieten. Zu Beginn des Spiels wird die Siedlung durch einen Angriff zerstört und meine Aufgabe ist es, das Dorf nach und nach wiederaufzubauen. Dazu sammle ich mit abgeschlossenen Levels goldene und Apex-Bausteine. Diese schalten stetig neue Baumöglichkeiten frei.
Die Hubwelt besteht dabei aus verschiedenen Bauslots für Dekorationen, mittlere und große Gebäude. Darauf errichte ich die verschiedensten Bauten, die nicht nur an Horizon angelehnt sind. Darüber hinaus gibt es nämlich auch Sets aus beliebten LEGO-Welten wie LEGO City, Ninjago und anderen.
Das Gleiche gilt auch für die Vielzahl an Kostümen für meine Helden. Nachdem ich Tebs Schneiderei gebaut habe, kann ich Aloy und ihre Freunde in die verschiedensten Outfits stecken. Das dürfte gerade für die kindliche Zielgruppe spannend sein, wenn sie ihren Helden in eine Figur verwandeln können, die sie aus ihrem eigenen Kinderzimmer kennen. Da ist es dann auch völlig in Ordnung, dass Polizisten oder Ninjas durch das Spiel laufen. Horizon Adventures nimmt sich selbst nicht sonderlich ernst und so etwas passt sehr gut zum unaufgeregten Spielspaß.
Quelle: Sony Interactive
Nach einiger Zeit schalte ich die Community-Anschlagtafel in Mutterherz frei, die zusätzliche Herausforderungen abseits der Story-Missionen bietet. Die Dorfbewohner hängen hier spezielle Aufgaben aus. So soll ich zwanzig Gegner in der Verkleidung eines bestimmten Charakters besiegen, ganz bestimmte Gebäude errichten oder spezielle Schadensarten benutzen. Wenn ich eine der Herausforderungen abschließe, gibt es neue goldene Bausteine als Belohnung, mit denen wiederum mehr Bau- und Individualisierungsmöglichkeiten freigeschaltet werden.
Für Jung und Alt
Sehr gut gefallen hat mir auch das sehr umfangreiche Optionsmenü, das dabei hilft, die Spielerfahrung an die jeweils am Controller sitzende Zielgruppe anzupassen. Das beginnt bei fünf Schwierigkeitsgraden von Storymodus bis hin zum Heldenmodus. Spätestens ab der dritten Stufe sollten auch erwachsene Spieler gut gefordert werden. Weitere Einstellungsmöglichkeiten erlauben es, spezielle Spielelemente anzupassen. So kann ich bestimmen, ob mit dem Fokus auch Fallen im Level hervorgehoben werden sollen. Ich kann festlegen, wie schnell sich bestimmte Gefahren auf die Spielfigur zubewegen.
Quelle: Sony Interactive
So ist LEGO Horizon Adventures ist ein spaßiges Erlebnis mit viel Wohlfühl-Atmosphäre für Jung und Alt - dank Koop-Modus auch zusammen! Das hat das Spiel sogar dem grandiosen Astro Bot voraus. Ich habe das Spiel in erster Linie als Horizon-Fan gespielt, der auch dem LEGO-Humor nie abgeneigt war. In der Hinsicht wurde ich nicht enttäuscht.
Es hätte nur gerne etwas länger sein können. Mit der Story war ich nach knapp zehn Stunden durch, ein paar mehr habe ich noch mit verschiedenen Herausforderungen verbracht. Vor dem Hintergrund ist auch der aufgerufene Preis von 70 Euro sehr happig. Was sehr schade ist, weil es einen unnötigen Schatten auf ein ansonsten gelungenes Spielerlebnis wirft. Ich hoffe jetzt nur noch, dass LEGO das Spiel zum Anlass nimmt, weitere Horizon-Sets herauszubringen.
LEGO Horizon Adventures wird von Studio Gobo in Kooperation mit Guerrilla Games entwickelt und von Sony Interactive Entertainment vertrieben. Das Spiel erscheint am 14. November 2024 für PS5, PC und Nintendo Switch. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Version von LEGO Horizon Adventures von Playstation gestellt.
