LEGO Horizon Adventures im Test - Nach Astro Bot der nächste Gute-Laune-Hit von Sony
Test
Kurz nach dem Horizon: Zero Dawn Remaster, geht es auch schon im Ableger LEGO Horizon Adventures weiter. Matthias hat das Gute-Laune-Abenteuer getestet.
Vier Freunde gegen Maschinen
Anders als in den Hauptspielen habe ich in Horizon Adventures nicht nur die Kontrolle über Aloy. Insgesamt sind vier Charaktere spielbar, die jeweils mit anderen Waffen kämpfen. Aloy vertraut auf ihren Bogen, Varl auf seinen Speer, Erend auf seinen Hammer und Teersa auf die bereits erwähnten explodierenden Hühner. Die verschiedenen Spielfiguren bieten ein wenig Abwechslung im Gameplay, sind aber auch vor allem für den Koop-Modus wichtig.
Das Spiel kann komplett allein durchgespielt werden oder im Couch-Koop zu zweit. Dazu kann sich jederzeit während des Spiels ein zweiter Controller einklinken und los geht's. Einen Splitscreen gibt es dabei nicht. Wenn sich die Figuren zu weit voneinander entfernen, wird der eine Spieler kurzerhand zum anderen teleportiert.
Egal ob zu zweit oder solo, der Kampf gegen die verschiedenen Maschinen und einige Kultisten ist auch im LEGO-Ableger ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Während die ganze Handhabung für die jüngere Zielgruppe eher einfach gehalten ist, war ich doch erstaunt, wie viele Elemente aus dem Kampf-Gameplay der Hauptspiele die Entwickler versucht haben, in Ansätzen abzubilden.
So kann ich meinen Fokus einsetzen, um Schwachstellen bei den Maschinen hervorzuheben, denen ich dann gezielt Schaden zufügen kann. Ich kann mich im hohen roten Gras anschleichen. Nur leider gibt es keinen Stealth-Takedown, sodass sich das Schleichen am Ende darauf beschränkt, eine gute Ausgangsposition für den offenen Kampf einzunehmen.
Quelle: Sony Interactive
Auch Elementarkräfte wie Feuer, Eis und Schock kommen zum Einsatz. Dazu sammle ich aus Truhen oder von gefallenen Gegnern besondere Waffen und Gadgets ein, die jeweils über begrenzte Nutzungen verfügen. So kann ich immer wieder meine Kampfweise verändern, indem ich Gegner einfriere oder in Brand stecke. Sehr gefallen hat mir auch, dass ich NPCs jederzeit aufheben und werfen kann. Menschliche Gegner befördere ich so einfach in einen Abgrund oder aber ich werfe Kultisten mit explosiven Fässern direkt auf die nächste Maschine.
Nicht so gefallen hat mir das Checkpoint-System, das keine Speicherpunkte direkt vor Feindbegegnungen hat, sondern meist weiter vorne im Level. So bin ich gezwungen, nach einem gescheiterten Kampf Teile des Levels zu wiederholen.
Durch die Kämpfe sammelt der von mir gespielte Held Erfahrungspunkte und steigt im Level auf. Mit jedem Stufenaufstieg wird ein passiver Bonus wie mehr Lebenspunkte oder mehr Schaden freigeschaltet. Weitere Upgrades mit Boni für alle Charaktere kann ich mir für die im Spielverlauf eingesammelten Noppen-Steine kaufen und damit unter anderem die Dropchance für Gadgets erhöhen und die Wirkung von Elementarwaffen verbessern. So hat mich das Spiel immer wieder mit kleinen Zielen zur Verbesserung meiner Kampffähigkeiten motiviert.
Lesetipp: Die PC-Version von LEGO Horizon Adventures im Tech-Test von PCGH
Mitten ins Herz
Neben den witzigen LEGO-Momenten und den toll gemachten Kämpfen hat mich auch die liebevoll entworfene Spielwelt sehr begeistert. Besonders die Tatsache, dass die komplette Umgebung, also die Landschaften, die Gebäude und so weiter alles aus LEGO-Bausteinen bestehen, hat mir richtig gut gefallen. Das ist eine Seltenheit für die Vielzahl an LEGO-Spielen da draußen und hat mir sehr dabei geholfen, mich gedanklich in eine alternative LEGO-Welt zu versetzen. Diese Design-Entscheidung ist auch ein kluger Ansatz, um den Ableger von den stark auf grafischen Realismus setzenden Hauptspielen abzugrenzen.
Bildergalerie
Das Nora-Dorf Mutterherz ist das ... nun, das Herz des Spiels. Es dient als Hubwelt, von der aus ich in die verschiedenen Gebiete aufbreche, um der Story zu folgen und Maschinen zu jagen. Diese Abenteuer führen mich in die heiligen Länder der Nora, die schneebedeckten Berge, einen dichten Dschungel und die sandige Wüste. Für ein wenig Abwechslung bei den Landschaften ist also gesorgt. Ab und zu geht es auch in die aus dem Vorbild bekannten Brutstätten, die unterirdischen Fabriken der Maschinenwesen.
Etwas schade fand ich, dass das Spiel in seinen Levels kaum einen Erkundungsdrang erzeugt. Die Levels sind strikt linear aufgebaut. Gelegentlich gibt es kleinere Abzweigungen, die zu einer Kiste oder einer Baugelegenheit führen, die mich jeweils mit einer guten Menge an Noppen-Steinen belohnen. Diese Wege sind aber durch silberne Noppen-Steine bereits von weitem gut zu erkennen.
