Kirby und das vergessene Land im Test: Waddle-Dee-Stadt

Test Ronja Häußer Katharina Pache
Kirby und das vergessene Land im Test: Waddle-Dee-Stadt
Quelle: Nintendo

Kirby und das vergessene Land erweitert Kirbys Welt um eine Z-Achse. Wir klären im Test, ob das dem pinken Ballon erlaubt, sich zu neuen Größen zu erheben.

Und sie ist ein wirklich gemütlicher Ort! Obwohl das Hauptspiel viel Spaß bereitet, ist es doch ab und zu nett, ein bisschen die Stadt zu erkunden und zu entspannen. Es gibt dort tatsächlich einiges zu sehen: Im Waddle-Dee-Kino schaut ihr euch Cut-Scenes nochmal an und in Waddle Dees Waffenladen entwickelt ihr eure Spezial-Power weiter. Tipps zu den dazu benötigten Blaupausen hält der Waddle-Dee-Gelehrte bereit. Außerdem hat er ein schlaues Buch, das ihm einige interessante Statistiken verrät. Es ist zwar nicht spielrelevant, aber doch nett zu wissen, wie viele Kläffis man schon besiegt hat.

Generell ist das Spiel motivierend für Komplettisten. Es wird festgehalten, was man bereits gesammelt hat und was noch fehlt. Der prozentuale Gesamtfortschritt lässt sich im Menü einsehen. Außerdem wird man für alles, was man erledigt und findet, belohnt. Man hat nie das Gefühl, dass Objekte einfach nur sinnloses Füllmaterial sind. Der einzige Aspekt, der das Potential für Frust hat, betrifft die Gacha-Kapseln. In jedem Level sind ein paar solcher Behälter versteckt, die Figürchen enthalten. Zu Beginn kommt immer etwas Neues dazu, aber irgendwann fangen sie an, sich zu doppeln.

Glücklicherweise gibt es in der Waddle-Dee-Stadt die Überraschungsautomatengasse. Für ein paar Sternmünzen kauft ihr dort Kapseln. Es kommt auch hier zu Dopplungen, allerdings bekommt man nach ein paar Runden meist doch ein noch fehlendes Figürchen. Damit ist es möglich, die Sammlung wesentlich bequemer zu füllen, vor allem, wenn man bedenkt wie viele Figuren es gibt. Aus der großen Auswahl könnt ihr drei Figuren aussuchen, um sie in Kirbys Haus auszustellen.

Manchen Sammelfiguren liegt ein kleiner Info-Text bei, der euch über die euch unbekannte Welt informiert. Sie halten Fakten zu neuen Fähigkeiten und neuen Gegnern bereit, aber auch ein paar wenige Einblicke in die vergangene Zivilisation.<br> Quelle: PC Games Manchen Sammelfiguren liegt ein kleiner Info-Text bei, der euch über die euch unbekannte Welt informiert. Sie halten Fakten zu neuen Fähigkeiten und neuen Gegnern bereit, aber auch ein paar wenige Einblicke in die vergangene Zivilisation.
Das ist auch der einzige Aspekt des Hauses, den man beeinflussen kann. Die Wohnung selbst ist sehr gemütlich, Kirby und sein Begleiter Elfilin können dort eine Runde schlafen, um wieder zu Kräften zu kommen. Auf dem kleinen Tischchen liegt außerdem ein interessantes Buch: Darin finden sich Einträge zu Kirbys früheren Abenteuern.

Ein netter Fanservice für Fans der Reihe und spannend für diejenigen, die zum ersten Mal einen Kirby-Titel spielen. Trotzdem schade, dass es sich beim Haus nicht um mehr handelt als eine nette Dreingabe. Man hätte aus der Gestaltung der Einrichtung ein tolles Minispiel machen können!

Die enthaltenen Mini-Games sind sehr rudimentär, was sie allerdings nicht davon abhält, viel Spaß zu bereiten. Am schwächsten ist "Roll, Kirby, roll!": Bei dem Geschicklichkeitsspiel gilt es, eine Murmel von einer Seite eines Spielbretts zur anderen zu bugsieren, ohne dass sie in Löcher fällt. Dafür muss man den Kasten vorsichtig kippen. Das ist knifflig, aber auch ein altbekanntes Minispiel.

Kirby und das vergessene Land Quelle: PC Games Auch große Abenteurer brauchen einmal eine Pause. In Kirbys Haus gibt es zwar nicht viel zu tun, aber es ist immerhin ein kuscheliger Schlafplatz. Das sieht so gemütlich aus, da wird man schon fast selbst schläfrig.
Angeln ist in der Welt der Videospiele zwar auch schon ein alter Hut, aber die Umsetzung als Quick-Time-Event verleiht "Flinkfischen" trotzdem einen gewissen Suchtfaktor. Zu guter Letzt wäre da noch "Waddle Dee Café: Aushilfe gesucht!".

Als Verkaufsassistent muss Kirby jede Menge hungrige Waddle Dees zügig mit der richtigen Nascherei versorgen. Die Kundschaft soll ja zufrieden bleiben. Besonders, wenn es "Essenszeit" heißt, wird das Ganze wunderbar chaotisch.

Selbst die größten Angler fangen erstmal klein an. Die Ausbeute mag dürftig sein, doch Kirby freut sich trotzdem wie ein Honigkuchenpferd.<br> Quelle: PC Games Selbst die größten Angler fangen erstmal klein an. Die Ausbeute mag dürftig sein, doch Kirby freut sich trotzdem wie ein Honigkuchenpferd.
Im Waddle Dee Café kann man sich aber auch weniger anstrengenden Tätigkeiten hingeben und mit seinen Freunden einen leckeren Kirby-Burger verspeisen. Ihr könnt auch eine Notration Essen zum Mitnehmen kaufen, um unterwegs einen kleinen Gesundheitsbonus zu erhalten. In Waddle Dees Kramladen gibt es Tränke-To-Go, mit denen man beispielsweise einen kurzen Angriff-Boost erhält.

Besondere Geschenke verschickt der Waddle-Dee-Lieferservice, der im englischen übrigens Waddle-Dee-liveries heißt - ein viel besserer Name. Hier kann man Codes einlösen, die man im Spiel oder online findet.

Wem das jetzt alles viel zu friedlich klingt, der wird sich freuen, dass es das Kolosseum gibt. Dort kann Kirby in einer Art Boss-Rush-Modus nochmal gegen eine Reihe Gegner antreten. Es wird gemunkelt, dass ein gewisser mysteriöser Ritter von Planet Popstar ebenfalls am Turnier teilnimmt! Eine angemessene Belohnung für den Sieg gibt es natürlich auch.

Waddle-Dee-Stadt ist vollgestopft mit spaßigen Nebenaktivitäten. Mehr noch ist sie niedlich anzusehen und wirkt belebt: Überall gehen Waddle Dees ihrem Leben nach. Wenn man ihnen winkt, winken sie stets zurück - das ist ebenfalls unfassbar niedlich.

Bodenständige Momente und luftige Handlung

Auch wenn es ein vergessenes Land ist, handelt es sich doch um ein Land voller Leben. So, wie die Waddle Dees ihrer Siedlung Atmosphäre verleihen, sind die Level gefüllt mit kleinen Anekdoten.Die meisten Gegner sind ebenso putzig wie der pinke Stressball selbst. Jede einzelne Figur wurde darüber hinaus gekonnt animiert und so mit viel Persönlichkeit ausgestattet.

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  2. Seite 2 Kirby und das vergessene Land im Test: Vollstopf-Modus, Entdeckerfreude, Gameplay, Schwierigkeitskurve und Bosse
  3. Seite 3 Kirby und das vergessene Land im Test: Multiplayer, Spezial-Power-Weiterentwicklungen, Straße der Schätze, Missionen und Waddle Dees
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