Kirby und das vergessene Land im Test: Vollstopf-Modus, Entdeckerfreude, Gameplay, Schwierigkeitskurve und Bosse
Test
Kirby und das vergessene Land erweitert Kirbys Welt um eine Z-Achse. Wir klären im Test, ob das dem pinken Ballon erlaubt, sich zu neuen Größen zu erheben.
Teil dieses kreativen Leveldesigns ist der sogenannte Vollstopf-Modus. Wie in vielen Kirby-Titeln zuvor dreht sich das Gimmick um Kirbys Verwandlungsfähigkeit. Allerdings, um herkömmliche Transformationen handelt es sich dabei nicht! Es ist eher so, dass Kirby zu einer Art Überzug für bestimmte Gegenstände werden kann. Das Tolle dabei ist, dass man die Verkehrshütchen, oder Getränkeautomaten zum Überstülpen organisch in der Welt findet.
Das Vollstopfen ist zwar immer noch ein Gimmick, aber weniger abgesondert von den tatsächlichen Levels wie etwa die Fahrzeugverwandlungen in vergangenen Titeln. Im Stopfer-Modus interagiert man tatsächlich mit dem Level selbst, anstatt plötzlich in einen separaten Abschnitt befördert zu werden. Auch, wenn die Zahl der verschlingbaren Objekte begrenzt ist, werden diese doch so vielfältig eingesetzt, dass man ihrer nie überdrüssig wird. Außerdem, wie könnte man genug davon bekommen, Kirby zu sehen, wie er sich mit einer Treppe vollstopft?
In diesem Artikel
- Seite 1 Kirby und das vergessene Land im Test: Welt- und Leveldesign
- Seite 2 Kirby und das vergessene Land im Test: Vollstopf-Modus, Entdeckerfreude, Gameplay, Schwierigkeitskurve und Bosse
- Seite 3 Kirby und das vergessene Land im Test: Multiplayer, Spezial-Power-Weiterentwicklungen, Straße der Schätze, Missionen und Waddle Dees
- Seite 4 Kirby und das vergessene Land im Test: Waddle-Dee-Stadt
- Seite 5 Kirby und das vergessene Land im Test: Handlung, Präsentation und Fazit
- Seite 6 Bildergalerie
Die Welt ist ein Spielplatz
Quelle: PC Games
Jeder Vollstopf-Modus hat seine eigene, besondere Aktion. Mit dem Kegel-Stopfer könnt ihr den sogenannten Abwärtspikser ausführen. Der eignet sich besonders zum Aufbrechen von Rissen im Boden, Zerstören von Kisten und Erstechen von Baukröten.
Trotzdem ist das Abenteuer kein Open-World-Spiel und die Level sind keine Sandbox-Bereiche im Stil von 3D-Platformern wie Super Mario Odyssey. Es gibt immer einen klaren Weg zum Ende und verlaufen kann man sich nicht.
Auch die Kamera lässt sich nur eingeschränkt bewegen. Dafür passt sie sich aber stets an und funktioniert so gut, dass man sich während des Spielens meist keine Gedanken darum macht. Es passiert aber gelegentlich, dass man Kirby durch die fixierte Kamera aus den Augen verliert.
Quelle: PC Games
Für alle mit der Sorge, dass eine neue Welt eine Welt ohne Whispy Woods werden könnte, gibt es eine gute Nachricht. Whispy Woods mag zwar selbst nicht den Bossgegner spielen, ihr könnt aber trotzdem gegen einen Baum kämpfen - oder besser gesagt gegen eine Palme.
Um eine grobe Einordnung der Gestaltung zu bieten: Die Level ähneln denen in Super Mario 3D World, allerdings nur konzeptionell. Sie sind umfangreicher mit vielen gelungen integrierten Verstecken.
Auch bewegt man sich nicht auf in der Leere schwebenden Inseln. Die Plattformen sind organisch Teil von Umgebung und Hintergrund. Das funktioniert so gut, dass wir am Anfang ziemlich oft gegen unsichtbare Wände rannten, weil wir den Hintergrund für einen Teil des Levels gehalten haben.
Das vergessene Land ist keine riesige Welt, in der man seine Träume als Waldläufer oder Weltenentdecker verwirklichen kann. Es ist eher wie großes Spielwarengeschäft zur Weihnachtszeit, ein Museum oder ein Indoor-Spielplatz.
Es mag alles in einem Gebäude sein, aber genau das ist es, das einen dazu einlädt, absolut alles sehen zu wollen. Und je mehr man erkundet, desto besser versteht man die Level. Man lernt, wo es wahrscheinlich nichts zu entdecken gibt und an welchen Orten man unbedingt näher hinschauen sollte.
Like fürs Kirby-like
Quelle: PC Games
Habt ihr jemanden, der Lust hat, mit euch ins Abenteuer zu springen, wird Kirby von einem besonderen Waddle Dee mit einem Bandana begleitet. Seid ihr eher ein Einzelgänger, nutzt der Waddle-Dee-Assistent allerdings seine Freizeit, um sich auf einem Dach in der Waddle-Dee-Stadt zu sonnen.
Dasselbe gilt für das Spielgefühl. Die Grundlagen sind simpel: Kirby kann springen, schweben, blocken, Feinde einsaugen und deren Kräfte übernehmen. Alles ist von Anfang an leicht zu verstehen und intuitiv. Gleichzeitig ist der Verlauf der Schwierigkeitskurve perfekt an die Spielerentwicklungen angepasst. Man merkt gar nicht, dass man mit dem Spiel wächst, bis man plötzlich gegen einen früheren Boss antritt und ihn souverän erledigt.
Der Wechsel in die dritte Dimension tut den Bossen sehr gut. Sie sind weniger einsilbig und haben verschiedene Angriffsmuster, die jeden Abschnitt ihrer großen Arenen nutzen. Bei Minibossen funktioniert die Einfach-draufhauen-Strategie noch gut. Bei den Endbossen eines Kapitels ist man aber gefordert, deren Muster zu verstehen.
Das gilt auch, wenn man im Team gegen sie antritt. Ihr müsst euch in der großen, neuen Welt nicht einsam fühlen: Als Waddle Dee mit Bandana kann ein weiterer Spieler ins Vergnügen einsteigen. Der Mehrspieler-Modus ist gut implementiert und behindert den angenehmen Spielfluss in keinster Weise.
- Seite 1 Kirby und das vergessene Land im Test: Welt- und Leveldesign
- Seite 2 Kirby und das vergessene Land im Test: Vollstopf-Modus, Entdeckerfreude, Gameplay, Schwierigkeitskurve und Bosse
- Seite 3 Kirby und das vergessene Land im Test: Multiplayer, Spezial-Power-Weiterentwicklungen, Straße der Schätze, Missionen und Waddle Dees
- Seite 4 Kirby und das vergessene Land im Test: Waddle-Dee-Stadt
- Seite 5 Kirby und das vergessene Land im Test: Handlung, Präsentation und Fazit
