Kirby Fighters 2: Simples Prügelspiel für Nintendo Switch im Test
Test
Kirby will es wissen! In einem neuen Prügelspiel für die Nintendo Switch tritt der knuffige Wonneproppen in zahlreichen Variationen zum Duell an. Taugt das was? Wir haben das Spiel getestet, um euch darauf eine Antwort zu geben.
Was macht eigentlich unsere liebste rosafarbene Knutschkugel so seit dem Release des letzten großen Kirby-Spiels Star Allies vor rund zweieinhalb Jahren? Nun, 2019 erschien das ursprüngliche Wii-Spiel Kirby und das extra magische Garn für den 3DS, im selben Jahr kam außerdem das kostenlose Boss-Rush-Spiel Super Kirby Clash für die Switch auf den Markt. Auf einen weiteren Kirby-Hauptteil müssen Spieler zwar weiterhin warten, überraschend veröffentlichte Nintendo aber kürzlich Kirby Fighters 2. Dabei handelt es sich um eine Art Super Smash Bros. Light, also ein 2D-Kampfspiel. Kirbys in verschiedenen Varianten treten gegeneinander an, wer als letztes überlebt, gewinnt. Das ist solo möglich, es gibt aber auch Offline- sowie Online-Mehrspieleroptionen.
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Die Spielmöglichkeiten
Beim Gameplay gibt es unabhängig vom gewählten Modus im Grunde keine bis kaum Variation. Ihr wählt den Kirby-Typ frei aus. Verfügbar sind zunächst nur wenige Typen, die meisten schaltet ihr frei. Das geht aber schnell vonstatten, da alles, was ihr im Spiel tut, mit Erfahrungspunkten belohnt wird. Dadurch steigt ihr recht flott im Kämpfer-Rang (also Level) auf, bei jedem Stufenaufstieg unlocked ihr weitere Kämpfer-Typen, außerdem Stages und anderes Freischaltbares. Vertreten sind die Kirby-Klassiker: Ninja, Peitsche, Schwert, Stab, Kämpfer, Jo-Jo, Käfer, Bogenschütze, Schirm, Bumerang, Hammer, Beam und Co. Beim Kampf-Modus für ein bis vier Spieler wählt ihr außerdem beliebig die Stage aus und ob ihr als Team oder jeder für sich allein antritt.
Quelle: PC Games
Auf den ersten Blick sieht Kirby Fighters 2 dem offensichtlichen großen Bruder, Super Smash Bros. Ultimate, zum Verwechseln ähnlich.
Im Story-Modus habt ihr weniger Auswahlmöglichkeiten, hier schlagt ihr euch alleine oder kooperativ zu zweit durch und müsst nacheinander allerlei Gegner plattmachen. Spielt ihr diesen Modus ohne Partner, unterstützt euch ein CPU-Mitstreiter. Nach jedem siegreich errungenen Kampf könnt ihr eure Stats mit einem Item verbessern, dabei müsst ihr jedes Mal zwischen verschiedenen Optionen wählen. Im Partnerlos-Modus kämpft ihr ausnahmslos alleine und müsst auf einer frei wählbaren Schwierigkeitsstufe eine bestimmte Anzahl an Gegnern in so kurzer Zeit wie möglich erledigen. Online stehen zufällige Duelle oder Gefechte gegen Freunde zur Auswahl. Multiplayer könnt ihr außerdem auch lokal mit bis zu vier einzelnen Switch-Konsolen zocken.
Zugänglich und eintönig
Kirby Fighters 2 (jetzt kaufen 19,99 € ) ist also wahnsinnig simpel. Das ist einerseits gut, ist das Spiel dadurch doch äußerst zugänglich. Außerdem eignet sich das Game besonders gut für eine schnelle Runde zwischendurch, was vor allem Mobile-Zocker freuen dürfte, die mit der Switch ab und an kurze Wartezeiten überbrücken. Außerdem motivieren die schnellen Stufenaufstiege und damit verbunden zahlreichen freischaltbaren Goodies. Andererseits aber fehlt es dem Prügler massiv an Abwechslungsreichtum, außerdem ist das Spiel in wenigen Stunden durchgespielt. Dann bleiben eigentlich nur noch die verschiedenen Offline- wie Online-Multiplayer-Modi.
Quelle: PC Games
Im Storymodus trefft ihr auch auf die klassischen, ikonischen Kirby-Widersacher wie Stumpf Stumpf – im Doppelpack!
Wünschenswert wären Modi gewesen, die sich auch beim Gameplay wirklich voneinander unterscheiden und nicht nur die immer selben Kämpfe mit denselben Kirby-Typen auf denselben Stages. Auch bei den Items dürfte es deutlich mehr Variation geben. Schön allerdings auch: Optisch und technisch erlaubt sich Kirby Fighters 2 keine Patzer, das Spiel sieht hübsch aus, die typische Kirby-Optik eben. Ebenso ist die musikalische Untermalung gewohnt ikonisch und das Geschehen auf dem Bildschirm geht ausnahmslos flüssig und knackig vonstatten.
Dann gleich Smash Bros.
Es bleibt am Ende das etwas enttäuschende Gefühl, dass Kirby Fighters 2 im Grunde nichts anderes ist als Super Smash Bros. - nur mit deutlich weniger Umfang in jeder Hinsicht und nur einem einzigen Kämpfer in (zumindest zahlreichen) Varianten. Das soll nicht heißen, dass das Game keinen Spaß macht, im Gegenteil; das Gekloppe mag zwar zuweilen recht stumpf sein, ist aber durchaus befriedigend und motivierend. Monoton ist Kirby Fighters 2 aber, da leisten auch die verschiedenen Modi und Mehrspieler-Möglichkeiten keine wirkliche Abhilfe. Beim Spielen bleibt daher eine Frage einfach offen: Wieso nicht einfach gleich Super Smash Bros. Ultimate spielen? Eine befriedigende Antwort darauf fällt uns leider nicht ein.
