Kampf-Anspruch, Level-Erkundung, Helden-Verbesserung, Atmosphäre, Minispiele, Fazit, Meinung
Special
Was lange währt, kommt bald in den den Handel: Kingdom Hearts 3 soll noch 2018 erscheinen und erneut durch die charmante Mischung aus Final Fantasy-Schmonzes und Disney-Zauber überzeugen. Ob es gut wird, davon konnten wir uns erstmals selbst einen Eindruck verschaffen und in zwei Demo-Abschnitten Technik, Kampfsystem und Co. unter die Lupe nehmen. Alle Infos in unserer Preview!
Zusätzlich lösen wir durch Angriffe, je nach ausgerüstetem Schlüsselschwert, verschiedene Spezialmanöver aus, ebenso in vorgegebenen Situationen, etwa in Bosskämpfen. Obwohl beeindruckend inszeniert, ist all diesen besonderen Angriffen gleich, dass sie a) zu viel Zeit in Anspruch nehmen, obwohl man die Intro-Sequenz meist sogar überspringen kann, und b) spielerisch sehr seicht daherkommen. Ja, die Kämpfe an sich sind schon nicht allzu komplex, bei den Spezialmanövern wird man für unseren Geschmack aber etwas zu oft zum Fast-Zuschauer degradiert.
Coole Kämpfe mit wenig Anspruch
Quelle: Square Enix
Das Wechseln der Schlüsselschwerter ergibt Sinn, denn jedes kommt mit einzigartigen Fähigkeiten daher.
Das ist nirgends wahrer als in den Bosskämpfen, allen voran jenem in der Arena des Olymps, welcher den gesamten zweiten Demo-Abschnitt einnahm. Dort rennen wir in einer sehr stark gescripteten Sequenz einen Berg hinauf, anschließend hauen wir einem Stein-Titanen auf die Zehen, hüpfen auf einem vorgegebenen Pfad seinem Körper empor und schießen ihm in Railshooter-Manier in die Fels-Fresse. Schön anzusehen, aber nicht allzu interessant zu spielen. Allerdings haben wir natürlich erst einen kleinen Ausschnitt aus dem Abenteuer gespielt und wir sind uns sicher, dass uns noch die eine oder andere Gameplay-Überraschung erwartet. Zudem gaben sich ja auch die Vorgänger stets sehr stilsicher, aber spielerisch nicht allzu tiefgründig und machten trotz allem jede Menge Spaß.
Wandern auf Wänden
Quelle: Square Enix
DIe Feinde, gegen die wir in der Toy Story-Welt vorgehen, sind von Herzlosen beseelte Spielzeuge. Generell wird das Aussehen der Widersacher passend zum jeweiligen Level angepasst.
Das Erforschen der Einzelnen Areale in der Toy Story-Welt, die größer sind als in den bisherigen Spielen, aber noch immer mittels (zumindest in der Demo sehr langen) Ladesequenzen voneinander getrennt, macht zudem richtig viel Laune. Inspiriert vom Bewegungsset aus Dream Drop Distance, aber leicht abgewandelt, können wir an fast jeder Wand und jedem Objekt nach oben rennen, von dort abspringen und und auf diese Weise quasi uneingeschränkt auch horizontal durch die Gebiete bewegen.
Unser Sprung-Talent war in der Demo noch stark eingeschränkt, sobald wir im fertigen Spiel erst einmal Dreifach-Sprung, freies Gleiten und Co. freigeschaltet haben, dürfte sich das aber wie schon in Dream Drop Distance ähnlich befriedigend anfühlen das das Schwingen zwischen Häuserschluchten im PS2-Klassiker Spider-Man 2! das Erforschen lohnt sich zudem wieder, denn an allen möglichen und unmöglichen Orten warten Schatzkisten mit neuen Ausrüstungsgegenständen und Items auf uns.
Quelle: Square Enix
Wreck-it-Ralph ist mit von der Partie! - wenn auch nur als Beschwörung via Link. In seiner Gestalt können wit strategisch einige Blöcke platzieren und aus diesen heraus dann auf unsere Feinde ballern.
Zwar durften wir in der Toy Box neben dem Erkunden der Umgebung auch einige Bosse besiegen - und auch aus der Ego-Ansicht hinter dem Steuer eines Mechs für Chaos sorgen -, Gameplay-Details wie Ausrüstungs-Verwaltung, Statuswerte und Co. durften wir aber noch nicht unter die Lupe nehmen. Wieder einmal leveln die Figuren aber automatisch und wir nehmen an, dass sich unsere Einflussmöglichkeiten auf die Wahl der Schlüsselschwerter, Ausrüstungsgegenstände und Co. beschränken werden. Wer ein komplexes Rollenspiel sucht, wird mit Kingdom Hearts 3 wohl nicht glücklich werden - dürfte mit der Reihe an sich dann aber nicht viel anfangen können.
Atmosphäre par excellence
Quelle: Square Enix
Die Verfügbarkeit von Link-Beschwörungen ist zeitlich begrenzt, sodass man sich nicht zu lange überlegen sollte, wie genau man sie nutzen will.
Dafür strotzt der Titel aber geradezu vor Charme und die Figuren sind sympathisch wie eh und je, allen voran Protagonist und Optimist aus Überzeugung Sora. Gemischt mit kitschigen, aber liebevollen Dialogen, beeindruckend gut umgesetzten Disneywelten und -helden und dem puren Spielspaß, den das Abenteuer schon in der Demo bereitet, dürfen sich Kingdom Hearts-Liebhaber auf einen Titel einstellen, der die Serie keineswegs neu erfindet, sie aber so rund und schön zeigt wie noch nie zuvor. Oh, und für die volle Ladung Nostalgie-Flash erwarten uns - neben weiteren, noch nicht enthüllten Minispielen - 20 an Nintendos Game&Watch-Geräte angelehnte Herausforderungen, in denen wir in bester LCD-Manier auf diversen Schwarz&Weiß-Disney-Klassikern angelehnte Minispiele absolvieren können.
Wo? Auf einem kleinen Smart-Gerät, das Sora ab sofort mit sich trägt - der Junge geht mit der Zeit! Zwar sind diese Spielchen wirklich extrem simpel (wir durften vier davon ausprobieren) sie unterhalten aber für einige Minuten und sind gut für Bus- oder Bahnfahrten geeignet. Passend dazu werden diese Minispiele schon vor dem Release von Kingdom Hearts 3 als Smartphone- beziehungsweise Tablet-Apps verfügbar sein, um einen ersten Vorgeschmack auf das Abenteuer zu geben.
Doch egal, ob man sich als Fan damit ködern lässt oder nicht - Kingdom Hearts 3 verspricht, die Fortsetzung zu werden, auf die man als Serien-Liebhaber seit so langer Zeit wartet, mit allem, was daran positiv ist und was nicht. Wir zumindest freuen und nach unserer Anspiel-Möglichkeit schon sehr darauf, mit Sora, Donald und Goofy wieder auf Entdeckungsreise zu gehen!
