Kingdom Come: Deliverance 2: Wie lebt es sich als NPC im Mittelalter?

Special Michael Grünwald
Kingdom Come: Deliverance 2: Wie lebt es sich als NPC im Mittelalter?
Quelle: Warhorse Studios/PC Games

Der Release von Kingdom Come: Deliverance 2 ist da, doch einige Fragen sind noch offen. Wir verraten euch, was an einem üblichen Tag in Böhmen so passiert.

Schmiedekunst

Kurz bevor ich bei meinem Arbeitgeber ankomme, entdecke ich einen Wassertrog. Gegen meine Fahne hilft so ein wenig Wasser mit Sicherheit. Jetzt kann ich mich ohne Probleme zur Schmiede von Radovan begeben.

Nach einem kurzen Plausch mit ihm - der Dummkopf hat tatsächlich nichts von meiner durchzechten Nacht gemerkt - fange ich an zu arbeiten. Zunächst fertige ich eine schicke Holzfälleraxt an, die braucht schließlich jeder.

Erstmal den Rohling erhitzen, bis er glüht. Danach geht's zum Amboss und dort hämmere ich wunderbar im Takt auf das Stück Eisen. Die andere Seite darf ich natürlich auch nicht vergessen. Die Funken schlagen schön, das ist ein gutes Zeichen.

Heinrich schmiedet Quelle: Warhorse Studios Nach ein paar taktvollen Schlägen ist die Axt fertig und muss nur noch gehärtet werden. Aber ich möchte heute schließlich ordentlich Groschen verdienen, deswegen geht's direkt weiter. Mein nächstes Meisterwerk wird daher ein Hufeisen und im Anschluss geht's zum Händler nach Troskowitz. Da verkaufe ich das ganze Zeug und sahne anständig ab. Der Abend gestern war schließlich nicht gerade günstig.

Der Weg ins Nachbardorf verläuft dieses Mal ohne Zwischenfälle. Mal schauen, wie sehr der olle Jurg heute mit sich feilschen lässt. Hmm, anscheinend hat er einen schlechten Tag, meinen Vorschlag für elf Groschen schmettert er ziemlich zähneknirschend ab - der verdammte Knauser!

Der bessere Nebenjob

Da muss ich wohl beim Geldverdienen ein wenig nachhelfen, denn am Abend möchte ich nochmal ein wenig Spaß haben. Deswegen breche ich am Mittag nach Zelejow auf. Nachdem ich die Leute dort eh nicht leiden kann, ist es mir egal, ob ich ihnen die Taschen ein wenig leere - auf illegale Weise versteht sich.

Mitten im Wald kurz vor meinem Ziel treffe ich auf eine Frau, die gerade von Wölfen umzingelt wird. Normalerweise mache ich einen Bogen um die wilden Viecher, aber einer Jungfrau in Nöten helfe ich doch gerne. Vielleicht springt dabei der ein oder andere Groschen heraus.

Reiter in einer Gruppe Quelle: Warhorse Studios Mit ein paar Hieben vertreibe ich das kleine Rudel und spreche kurz mit der holden Maid. Immerhin zehn Groschen bekomme ich von ihr in die Hand gedrückt und bleibenden Eindruck habe ich ebenfalls hinterlassen. Jetzt geht's aber weiter nach Zelejow, denn dort wartet schließlich das dicke Geld.

Mein erstes Opfer ist der Pfarrer des Ortes. Mit der Kirche konnte ich eh noch nie etwas anfangen. Unauffällig schleiche ich mich von hinten an ihn heran und durchsuche seine Taschen. Außer ein paar Groschen hat er aber nichts wirklich Brauchbares dabei.

Huch, hat er gerade "gestohlen" gesagt? Wurde ich erwischt? Ach nein, das gehörte nur zu seinem uninteressanten Geplauder über Gott und die Welt. Als nächstes sind Bauern, Wachen und die restlichen Bewohner des Schandflecks hier dran. Hach, ein Ausflug nach Zelejow lohnt sich doch jedes Mal.

Ab ins Paradies

Aber so ein Arbeitstag mit zwei unterschiedlichen Jobs ist anstrengend und wenn ich schon einmal in der Gegend bin, warum nicht noch einen Abstecher zu Dorothea, der Badehausbesitzerin machen. Ein paar Dienste und nette Gesellschaft habe ich mir definitiv verdient. Die 31 Groschen lass ich gerne bei der alten Schachtel, wenn ich mich dafür mit einem ihrer Zubermädchen vergnügen darf.

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