Kingdom Come: Deliverance 2: Leben im Mittelalter - wie läuft ein Tag so ab?

Special Michael Grünwald
Kingdom Come: Deliverance 2: Leben im Mittelalter - wie läuft ein Tag so ab?
Quelle: Warhorse Studios/PC Games

Der Release von Kingdom Come: Deliverance 2 ist da, doch einige Fragen sind noch offen. Wir verraten euch, was an einem üblichen Tag in Böhmen so passiert.

Die Tests von Kingdom Come: Deliverance 2 fallen beinahe alle sehr positiv aus und nun geht es in die heiße Phase. Das riesige Rollenspiel wird auf die Massen losgelassen. Neben einer interessanten Mittelalter-Story und realistischem Gameplay erwartet uns in der Spielwelt noch einiges mehr. Wer die Augen fleißig offen hält, der kann so manches Geheimnis entdecken und wilde Abenteuer erleben.

Außerdem bringen die NPCs viel Leben in das RPG. Mit ihrem festen Tagesablauf sorgen sie in den Dörfern Böhmens für jede Menge Immersion. Doch wie sieht so ein Tag im Leben eines virtuellen Bewohners im Mittelalter überhaupt aus? Wir haben Redakteur Michi Grünwald losgeschickt, und ihn als NPC verkleidet in Kingdom Come 2 unter die Bevölkerung gemischt.

Der Morgen danach ...

Puh, was war das bitte für ein wilder Abend? Mein Kopf fühlt sich an, als würde er im nächsten Moment platzen. Warum muss ich es in der Schenke jedes Mal übertreiben? Nie wieder werde ich saufen, so sicher war ich mir noch nie.

Bis meine Arbeit in der Schmiede beginnt, muss ich unbedingt wieder nüchtern werden, aber der verdammte Kater macht mich fertig. Wenn es doch nur ein Gegenmittel geben würde. Warte mal, hat der Apotheker Emmerich nicht ein Rezept dagegen in seiner Truhe im Laden versteckt? Vielleicht schläft der alte Medizinmann noch, dann kann ich ihm seinen Schlüssel aus der Tasche ziehen und mich ungesehen an seine Lagerkiste schleichen.

Zum Glück befindet sich die Apotheke direkt auf der anderen Straßenseite, ich muss mir nur eben dunkle Klamotten anziehen und mein Glück versuchen. Leise wie ein Schatten schleiche ich mich zuerst an sein Bett und stehle ihm das Wichtigste aus der Tasche. Danach geht's zur Truhe und siehe da, die passenden Rezepte sind schnell gefunden. Ein Katerbier und ein Ringelblumenaufguss sollten helfen, um den verfluchten Kater loszuwerden. Die Rezepte sind einfach zu verstehen, da mixe ich mir eben am Alchemietisch einen Trank zusammen.

Heinrich schleicht durch eine Stadt Quelle: Warhorse Studios

Ein Unfall auf dem Arbeitsweg

Ich benötige dafür nur Wasser, zwei Ringelblumen und Brennnessel. Glücklicherweise habe ich davon genug in meinen Taschen und kann mich nun ans Brauen wagen. So, wie war das nochmal? Wasser in den Kessel, Nesseln dazu und dann das Ganze zwei Sanduhrabläufe köcheln lassen. Danach die Ringelblumen zerkleinern und ebenfalls in den Kessel. Das war's, perfekt!

Schmeckt gar nicht so gut das Gesöff, aber Hauptsache, es wirkt schnell, denn ich muss mich zügig auf den Weg zur Arbeit nach Tachau machen. Der Schmied darf von meinem Saufgelage gestern nichts mitbekommen. Normalerweise ist zwar "Don't drink and ride" mein Motto, allerdings würde ich mich auf diese Weise verspäten.

Heinrich auf seinem Pferd Quelle: Warhorse Studios Mein Pferd bringt mich sicher in Windeseile zur Schmiede - also hopp, hopp! Ich fühle mich auch schon deutlich besser, der Aufguss scheint bereits zu wirken. Jetzt kann mich nichts mehr aufhalten, außer dieser verfluchte Ast, der mir plötzlich mitten ins Gesicht klatscht und mich vom Pferd wirft. Verdammt, wieder ein außerplanmäßiger Stopp! Zumindest bin ich jetzt komplett wach und den Kater spüre ich auch nicht mehr.

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