King Arthur Legion 9 schickt die Zombies ins Mittelalter - was kann da schon schiefgehen?
Test
Zwei Jahre nach dem gelungenen Taktik-RPG King Arthur Knight's Tale schickt uns Standalone-Erweiterung Legion 9 ins Zombie-Mittelalter. Wir haben uns mit Gaius Julius Mento und seiner untoten Truppe ins mystische Avalon begeben - Test!
Das Lararium passt besonders gut zum römischen Setting. In diesem Kultschrein könnt ihr zuvor gesammelte Lar-Statuen platzieren und so von mächtigen Boni profitieren. Mit dem Lemu-Lar zum Beispiel erhalten eure Helden im Kampf Lebenskraft in Höhe von zehn Prozent des ausgeteilten Schadens zurück.
Jeder erfolgreiche Angriff ist also mit etwas Heilung verbunden. Um die Spielbalance zu erhalten, müsst ihr dafür aber auch Nachteile in Kauf nehmen. So ist es in diesem Fall beispielsweise nicht mehr möglich, an Lagerfeuern Lebenskraft zu regenerieren. Wie bei jedem Gebäude sind natürlich auch hier Upgrades möglich, zum Beispiel das Hinzufügen weiterer Altar-Plätze.
Ähnlich wie in King Arthur: Knight's Tale müsst ihr vor und nach Mission außerdem immer wieder Entscheidungen treffen, die sich auf die Loyalität eurer Figuren auswirken.
Quelle: Medienagentur plassma
Auch hier ist ein gewisses Maß an Weitsicht gefragt, denn sackt die Loyalität eines Charakters zu sehr ab, richtet er oder sie im Kampf weniger Schaden an und büßt Aktionspunkte ein. Unter bestimmten Umständen weigern sie sich Figuren sogar, in einigen Kämpfen mitzumischen.
Ergänzend dazu haben die Entwickler ein Moralsystem ins Spiel integriert. Dieses berücksichtigt kampagnenbezogene Entscheidungen, die nach und nach bestimmen, ob man sich zum finsteren Dämonenfürsten oder zum strahlenden Herrscher entwickelt - interessante Boni inklusive.
Wendet ihr beispielsweise die sinnlose Hinrichtung von Gefangenen ab und stellt Nova Roma unter den Schutz von Vesta, der Göttin des Heims, wird der Balken eher in die positive Richtung ausschlagen.
Gut, aber nicht fehlerfrei
King Arthur: Legion IX wird sowohl Neueinsteiger als auch Serienkenner - je nach Spielweise - rund 25 bis 30 Stunden gut unterhalten. Nicht unbedingt mit einer besonders spannend und pompös inszenierten Story.
Quelle: Medienagentur plassma
Dafür aber mit Kämpfen, die - hat man die Mechaniken erst einmal verinnerlicht - schnell einen guten Flow entwickeln und auf den höheren Schwierigkeitsgraden und speziell im Roguelite-Modus auch Genre-Profis ordentlich herausfordern.
Die Rätselelemente fügen sich gut ein, das mystische Römer-Setting kommt solide gut rüber und das Aufleveln unserer kleinen, aber sehr fähigen Truppe macht auch nach einem Dutzend Spielstunden noch Spaß.
Federn lassen muss Legion IX bei der Vielfalt der Gegnertypen und der Qualität der Sprachausgabe - zwei Punkte, die uns schon bei Knight's Tale gestört haben. Schade zudem, dass ihr hier letztendlich fast immer mit dem gleichen Heldentrupp unterwegs seid. Das sorgfältige Zusammenstellen eines idealen Teams vor jeder größeren Mission entfällt so leider komplett.
Hinzu kommt der Mangel an wirklich neuen Ideen. Ja, das erstmalige Freischalten der ultimativen Fähigkeit eines jeden Charakters fühlt sich gut an und das Laraium ist eine nette Ergänzung. Aber wirklich denkwürdige Gameplay-Innovationen werden Fans hier nicht finden. Wer sich an diesen Kritikpunkten nicht stört und bereits Knight's Tale verschlungen hat, kann mit diesem 20-Euro-Standalone-Erlebnis nicht viel falsch machen.
King Arthur: Legion IX ist ab dem 9. Mai 2024 erhältlich und eine Standalone-Erweiterung zu King Arthur: Knight's Tale. Wie so oft im Strategie-Genre gibt es das Spiel nur für den PC, Versionen für Playstation, Xbox und Switch sind derzeit nicht angekündigt. Transparenzhinweis: Die Testversion des Spiels wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.
