King Arthur Legion 9 schickt die Zombies ins Mittelalter - was kann da schon schiefgehen?
Test
Zwei Jahre nach dem gelungenen Taktik-RPG King Arthur Knight's Tale schickt uns Standalone-Erweiterung Legion 9 ins Zombie-Mittelalter. Wir haben uns mit Gaius Julius Mento und seiner untoten Truppe ins mystische Avalon begeben - Test!
Die im Kern gut strukturierte und mit vielen praktischen Zusatzinformationen gespickte Bedienoberfläche übernimmt NeocoreGames nahezu 1:1 von Knight's Tale. Schade hingegen: In der Testversion waren viele Bildschirmtexte noch nicht eingedeutscht. Abgesehen von diesem Manko und kleineren Grafikfehlern lief die Version aber ohne nennenswerte Probleme.
Schön auch, dass manuelles Speichern zwischen den Kämpfen im klassischen Modus jederzeit möglich ist und die Entwickler es euch erneut gestatten, dass ihr außerhalb einer gerade aktiven Mission zwischen den insgesamt fünf Schwierigkeitsgraden wechselt. Wer eine zünftige Herausforderung sucht, startet indes gleich im Roguelite-Modus. Hier ist manuelles Speichern verboten und jeder Fehltritt hat irreversible Folgen.
Gut gefallen haben uns darüber hinaus die Knobelaspekte innerhalb einiger Kämpfe. So könnt ihr beispielsweise ein Duell mit drei magisch bewanderten Todesfeen nur dann gewinnen, wenn ihr diese in der richtigen Reihenfolge erledigt. An anderer Stelle kann ein Kampf sogar ohne Waffengewalt gewonnen werden, wenn man das Rätsel um das Alter von fünf Geistersoldaten löst.
Nur ein halbes Dutzend Helden
Dass Legion IX als Spin-off dennoch ein kompakteres Spiel als Knight's Tale ist, merkt man nicht nur am Preis, sondern auch an der Größe des Heldenpools, der letztlich nur sechs Charaktere umfasst - gegenüber 30 bei Knight's Tale. Dafür sind die Figuren erfreulich unterschiedlich und überzeugen mit abwechslungsreichen Fähigkeitenbäumen.
Gaius Julius Mento zum Beispiel ist ein echter Nahkämpfer, der mächtige Sprungangriffe beherrscht und mit seinen beiden Schwertern massiven Schaden austeilt - vor allem, wenn er zuvor die Kräfte des Kriegsgottes Mars beschworen hat. In eine ähnliche Kerbe schlägt Octavius Remus, der Leibwächter Mentos.
Mit seinem massiven Schild kann er bis zu drei Widersacher gleichzeitig attackieren, während sein Lichtstrahl auch aus größerer Entfernung Unheil anrichtet. Komplettiert wird das Nahkampf-Trio von Gavius Messala, einem Experten im Umgang mit Streitäxten.
Nach einigen Missionen gesellt sich dann Albina Virgila hinzu. Die Priesterin der Herrin vom See ist unter anderem in der Lage, bis zu drei Gegner innerhalb eines größeren Radius in Brand zu setzen oder die Lebenspunkte der gesamten Gruppe geschickt umzuverteilen. Zur Klasse der Magier zählt außerdem Plutonius Nerva, ein ebenso weiser wie mächtiger Gott der Unterwelt.
Quelle: Medienagentur plassma
Wenn er nicht gerade Gegner mit Lichtblitzen in Stücke reißt, wirkt er Furcht einflößende Zauber wie "Unholy Chain", die das Schicksal zweier Gegner miteinander verknüpfen. Bleibt noch Florianus Drusus, ein gewiefter Assassine und absoluter Profi im Umgang mit Wurfspeeren.
Fair gemacht: Fähigkeitenbäume aller Figuren lassen sich zwischen den Missionen auf Knopfdruck jederzeit und - zumindest in der Testversion - beliebig oft zurücksetzen. Verskillen ist hier im klassischen Modus also so gut wie unmöglich.
Ebenfalls erwähnenswert und eine waschechte Neuerung: Sobald ein Charakter die Erfahrungsstufe zehn erreicht hat, wird eine besonders mächtige, ultimative Fähigkeit freigeschaltet. Im Falle von Octavius Remus ist das zum Beispiel der Hadrians Wall.
Einmal aktiviert, nehmen sowohl der Held als auch alle seine Verbündeten damit satte 50 Prozent weniger Schaden und profitieren zudem eine Runde lang davon, nicht zurückgestoßen zu werden.
Nova Roma aufblühen lassen
Die dritte Säule des Gameplays neben den Kämpfen und dem Erkunden der Weltkarte ist der Ausbau von Nova Roma, das im Laufe des Spiels einige neue Einrichtungen erhält. Befreit ihr beispielsweise einen Kaufmann, siedelt dieser sich in eurer Stadt an und bietet fortan Waren in Form von Items, Amuletten und Runen an.
Beim Schmied verbessert ihr bereits gefundene Gegenstände gegen sogenannte Gebäuderessourcen. Im Zauberturm erschafft ihr mithilfe von Reliquienstaub neue Reliquien. Auf dem Übungsplatz optimiert ihr eure physischen Attribute wie Lebenskraft, Fähigkeitenpunkten und Schwächungsresistenzen. Und im Kriegsrat setzt ihr Leutnants ein und erlasst Verordnungen.
