King Arthur: Knight's Tale im Test: Starker Taktik-RPG-Geheimtipp auf Steam - Seite 2
Test
Das Taktik-RPG King Arthur: Knight's Tale verbindet Rundenstrategie mit Rollenspiel-Elementen und ist eine der positiven Überraschungen des Jahres.
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Die Kämpfe laufen rundenbasiert auf einem Grid-System ab. Wer schon einmal ein Taktikspiel gespielt hat, wird sich hier schnell Zuhause fühlen. Jede Handlung verbraucht Aktionspunkte, egal ob Bewegung, Fähigkeit oder Angriff. Mit der Overwatch-Option lauern wir Gegnern auf und schlagen zu, sobald sich diese in unseren Zielbereich bewegen. Attacken von hinten verursachen Bonusschaden, es gibt Statuseffekte wie vergiftet, brennend oder eingefroren. Je mehr Rüstung eine Figur trägt, desto mehr Angriffe erträgt sie, ohne Lebensenergie zu verlieren. Das System mag keinen Innovationspreis bekommen, funktioniert dafür aber einwandfrei. Ein paar Beispiele: Dadurch, dass die Befehle für Bewegung und Angriff auf verschiedenen Maustasten liegen, kam es eigentlich nie vor, dass wir aus Versehen dem Gegner in die Arme gelaufen sind.
Die UI ist übersichtlich und die farbliche Darstellung unserer taktischen Möglichkeiten hilfreich. Wir können sofort erkennen, ob eine Kachel ein guter Ausgangspunkt für einen Schuss mit dem Bogen wäre oder ein Objekt unsere Sicht behindert. Auch, welche Bewegungen einen Gelegenheitsangriff auslösen, ist immer klar ersichtlich. Und die Möglichkeit, den Zug des Gegners durch Drücken der Leertaste erheblich zu beschleunigen, sorgt dafür, dass kaum Wartezeit aufkommt.
Quelle: PC Games
Visualisierungen wie diese helfen bei der Positionierung unserer Einheiten.
Diese kleinen Designentscheidungen beugen Frust vor und zeigen, dass sich das Team von NeocoreGames die richtigen Gedanken gemacht hat. Die Kämpfe fühlen sich zudem schön dreckig und brutal an. Sound und Animationen arbeiten perfekt dabei zusammen. Jeder Pfeileinschlag, jeder Axthieb und jede Explosion ist wuchtig und verheerend.
Der Schwierigkeitsgrad der Schlachten lässt sich außerhalb von Missionen jederzeit anpassen und bietet ein gutes Spektrum an Herausforderung. Auf der "Story"-Stufe gibt es keinen Permadeath und die Kämpfe stellen keine großen Probleme dar. Bei den restlichen Schwierigkeitsgraden braucht es aber auf jeden Fall Taktik, um die eigene Truppe am Leben zu halten.
Jede Heldin und jeder Held spielt sich etwas anders. Nahkämpfer können andere Ausrüstung verwenden als Magier oder Bogenschützen. Außerdem gibt es bestimmte Klassenfähigkeiten und einzigartige Talente, in denen sich die Figuren voneinander unterscheiden.
It's a busy life in Camelot
Während der Missionen selbst können wir keine Ausrüstung oder Items wechseln und auch nicht aufleveln. Das alles geschieht nach getaner Arbeit auf der Weltkarte. Dort investieren wir dann auch die Belohnungen, die wir für abgeschlossene Aufgaben erhalten. Gold kann eingesetzt werden, um Figuren schneller von ihren Verletzungen zu heilen oder Items am Markt zu erwerben. Vorher müssen wir unsere Burg aber erst um die nötigen Gebäude und Einrichtungen erweitern. Das machen wir mit Gebäuderessourcen.
Um Camelot wieder von einer Ruine in eine ordentliche Feste zu verwandeln, müssen verschiedene Bereiche der Burg ausgebaut werden. Haben wir etwa eine Kathedrale errichtet, können wir Helden dorthin schicken, um ihre Verletzungen und Traumata zu heilen. Mit Baustoff und Gold verbessern wir unsere Gebäude weiter.
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