Vier Jahre Entwicklungszeit, potenzieller System-Seller, Grafikbombe: Was hat der PS3-exklusive Ego-Shooter auf dem Kasten? Unser Mega-Test liefert die Antwort!
Wohl eher mangelnde Inspiration als fehlende Zeit nehmen wir als Grund dafür, dass die Story von Killzone 2 nicht wirklich fesseln kann. Zwar sind die erzählenden Cut-Scenes technisch brillant gestaltet und zum Teil erstklassig inszeniert. Da man aber über die Charaktere kaum etwas erfährt, fiebert man auch nicht wirklich mit ihnen mit. So gleitet die vergleichsweise langweilige Geschichte um die bösen Helghast und die guten ISA eher belanglos an einem vorüber, erst gegen Ende nimmt die Dramaturgie spürbar zu.
GNADENLOS SCHÖN
Müssten wir uns auf einen bestimmten Punkt festlegen, wo Killzone 2 die Konkurrenz vom Schlachtfeld ballert, wir würden ohne zu überlegen die Grafik nennen! Hier lässt die PlayStation 3 mordsmäßig die Muskeln spielen und zaubert eine nie dagewesene Optik auf den HD-Bildschirm. Der Augenschmaus beginnt bei den genialen Waffenmodellen, den realistischen Rückstoß-Animationen, den fantastischen Partikeleffekten und setzt sich fort, bei den unglaublich detailreichen Kriegsgebieten. Die Weitsicht ist grandios, Textur- oder gar Objekt-Popup kaum existent. Dazu läuft das Spiel bis auf ganz seltene Ausnahmen absolut flüssig. Auch toll: Beim Ballern blättert realistisch der Putz von der Wand, Explosionen lassen euch auf Grund der Wucht zusammenzucken – und machen dank brillantem 7.1-Sound aus eurem Spielzimmer ein Schlachtfeld.
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