Joachim Herrmann: "Deshalb bin ich für ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot solcher Spiele."
SpecialBayerns Innenminister im Interview zum Thema Killerspiele.
Petra Fröhlich:
Das deutsche Jugendschutzgesetz inklusive FSK- und USK-Prüfungen und Indizierungen gilt als das strengste und schärfste in ganz Europa. Spiele, die in Garmisch-Partenkirchen oder München indiziert oder verboten sind, können in Salzburg oder Basel selbst von Jugendlichen legal erworben werden. Gleiches gilt für die Frankreich oder die Niederlande. Sie hingegen fordern ein Verbot für diese Spiele. Sind deutsche und insbesondere bayerische Staatsbürger gefährdeter als die Bewohner unserer Nachbarländer?
Joachim Herrmann:
Das deutsche Jugendschutzgesetz hilft nicht, wenn Spiele, die erst ab 18 Jahren freigegeben werden, in die Hände von Kindern gelangen, was nachgewiesen sehr häufig der Fall ist. In den von Prof. Pfeiffer aufgezeigten Beispielen wie beim Spiel "Grand Theft Auto IV" oder "Der Pate – Don Edition" hätte eine Indizierung anstelle einer Freigabe ab 18 durch die USK stattfinden müssen, was nicht der Fall war. Ihre Behauptung, diese Prüfungen seien die schärfsten in Europa, ist deshalb falsch.
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