Joachim Herrmann: "Deshalb bin ich für ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot solcher Spiele."
SpecialBayerns Innenminister im Interview zum Thema Killerspiele.
Petra Fröhlich:
Sie berufen sich vielfach auf Prof. Christian Pfeiffer, den Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), der Selbstkontrollinstanzen wie die USK und FSK kritisiert und abschaffen möchte. Gleichzeitig ist das Institut Jahr für Jahr auf Millionen von Steuergeldern der Länderministerien angewiesen. Wie glaubwürdig, seriös und unabhängig sind Prof. Pfeiffer und das KFN nach Ihrer Auffassung?
Joachim Herrmann:
Ich habe keinen Grund, an der Seriosität und Glaubwürdigkeit des Kriminologischen Instituts Niedersachsen zu zweifeln und erkenne keinen Zusammenhang zwischen der von Prof. Pfeiffer erhobenen Forderung nach einem Verbot von Killerspielen und einer staatlichen Unterstützung des Instituts. Prof. Pfeiffer war Justizminister der früheren SPD-Regierung von Niedersachsen; eine politische Abhängigkeit zur jetzigen CDU-Regierung besteht ja wohl kaum. Eher sehe ich finanzielle Abhängigkeiten von der Computerspielindustrie bei manchen Forschern, die einseitig die Wirkung von problematischen Computerspielen verharmlosen.
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