Fast 300.000 € für immer verloren - neues Kickstarter-JRPG eingestellt

News Maria Lengemann
Fast 300.000 € für immer verloren - neues Kickstarter-JRPG eingestellt
Quelle: Kickstarter, Studio Camelia

Das ambitionierte JRPG Alzara Radiant Echoes galt als Herzensprojekt vieler Fans. Nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne mit fast 300.000 Euro wurde das Studio jedoch aufgelöst. Das Spiel ist gestoppt, das Geld bleibt verloren.

Nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne mit fast 5.100 Unterstützern und über 294.000 Euro Funding galt Alzara Radiant Echoes als Hoffnungsträger für Fans klassischer JRPGs. Entwickelt vom Studio Camelia in Frankreich, versprach das rundenbasierte Rollenspiel eine epische Story, ein ausgefeiltes Magiesystem und prominente Mitarbeit bekannter japanischer Künstler.

Nun allerdings wird das Projekt eingestellt, da die Gelder aufgebraucht sind. Rückerstattungen für die Unterstützer gibt es leider nicht. Wie das Team mitteilt, wurde das Studio bereits am 28. April offiziell liquidiert.

Hohe Nachfrage, aber keine Finanzierung

Das Studio wollte mit dem Kickstarter-Erfolg demonstrieren, dass für das Projekt eine hohe Nachfrage existiert. Die Anschlussfinanzierung scheiterte dann aber durch Publisher oder Partner. Im letzten Jahr ist zwar eine Demo entstanden, die sich dann aber keinen Deal sichern konnte. Derzeit gibt es demnach keine Möglichkeit, das Spiel weiterzuentwickeln. Zwar wäre ein späterer Neustart durch andere Parteien theoretisch denkbar, aber das würde auch eine ganz neue Richtung bedeuten.

Unmut in der Community: Keine spielbare Demo, keine Hinweise auf Probleme

Zwar wurde ein Pre-Production-Demo-Video veröffentlicht, doch die Unterstützer sind dennoch enttäuscht. Das gezeigte Material sei nicht konsistent und auch nicht öffentlich spielbar. Angeblich steckten hier rechtliche Gründe dahinter. Viele Unterstützer kritisieren zudem, dass sie bis zuletzt im Unklaren gelassen wurden. Noch im Februar 2025 hatte Studio Camelia sogar "Late Pledges" angenommen, also nachträgliche Spenden. Die finanzielle Lage hatte sich dort aber offenbar schon verschärft.

Die Kickstarter-Kampagne versprach eine durchgeplante, budgettreue Umsetzung bis 2026. Dass rund das Dreifache des ursprünglich angesetzten Betrags gesammelt wurde, verstärkt das Unverständnis über die abrupte Einstellung. Zumal Elemente wie Musik von Motoi Sakuraba und Charakterdesigns von Yoshiro Ambe bereits als gesichert galten. Nun bleibt den Unterstützern lediglich ein gescheitertes Versprechen und die bittere Erinnerung daran, dass Crowdfunding immer ein Risiko bleibt.

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