Ungemütlich: Cozy Game Puff Pals sammelt 2,6 Millionen US-Dollar Spenden, verschwindet mit dem Geld

News Michael Miskulin
Ungemütlich: Cozy Game Puff Pals sammelt 2,6 Millionen US-Dollar Spenden, verschwindet mit dem Geld
Quelle: Fluffnest

Vom Kickstarter-Erfolg zum millionenschweren Debakel: Puff Palls Island Skies sammelte 2,6 Mio. US-Dollar, verschwand aber samt Entwicklerstudio. Fans, Partner und Banken bleiben auf den Kosten sitzen.

Was als herzerwärmendes Cozy Game begann, ist heute ein Paradebeispiel für gescheiterte Kickstarter-Träume: Puff Pals: Island Skies versprach 2022 ein niedliches Inselabenteuer im Stil von Animal Crossing. Mit einem ursprünglichen Finanzierungsziel von nur 75.000 US-Dollar explodierte die Begeisterung und am Ende standen stolze 2,6 Millionen US-Dollar von Unterstützern. Doch drei Jahre später ist von dem Projekt nichts mehr übrig: Die Website ist offline, Rückerstattungen bleiben aus, und gegen das verantwortliche Studio Fluffnest laufen mehrere Klagen.

Puff Pals: Vom Plüschtier-Hype zum Spieleflop

Fluffnest wurde 2020 gegründet und feierte mit limitierten Plüschtieren erste Erfolge. Das Spiel sollte diese Welt digital erweitern: Angeln, Farmen, Freundschaften. Was Cozy-Fans halt so lieben. Doch wie so oft auf Kickstarter war das Finanzierungsziel unrealistisch niedrig angesetzt. Zwar kamen durch Stretch-Goals und Add-ons Millionen zusammen, doch ein Großteil floss in Produktion und Versand der begehrten Plüschtiere, nicht in die Spielentwicklung. Bald häuften sich typische Anzeichen eines scheiternden Projekts: seltene Updates, Ausreden, verschobene Alpha-Versionen und lange Funkstille.

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Pleiten, Prozesse und offene Rechnungen

Reddit-Nutzer deckten weitere Probleme auf: abgelaufene Markenrechte, unbezahlte Entwickler und steigende Versandkosten, die Fluffnest in die Knie zwangen. Während die Community noch auf spielbare Inhalte wartete, geriet das Unternehmen in immer mehr neue Rechtsstreitigkeiten. Gerichte verurteilten Fluffnest bereits zur Rückzahlung von Hunderttausenden US-Dollar, während das beauftragte Outsourcing-Studio Room 8 seinerseits 1,9 Millionen US-Dollar einklagt. Das letzte offizielle Lebenszeichen datiert vom Mai 2025 ist eine lange Rechtfertigung voller Schuldzuweisungen.

Ob Puff Pals je mit ehrlicher Absicht begann oder von vornherein zum Scheitern verurteilt war, ist unklar. Jedoch steht fest: Fans, Entwickler und Kreditgeber sehen ihr Geld wohl nie wieder. Mit Gerichtsterminen, die sich bis 2027 ziehen, dürfte die Wahrheit so schnell nicht ans Licht kommen. Statt Insel-Idylle brachte Puff Pals vor allem Rechtsstreit und Enttäuschung.

Habt ihr schon einmal ein Kickstarter-Projekt unterstützt, das am Ende gescheitert ist oder schrecken euch Fälle wie Puff Palls generell von Crowdfunding ab? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zu diesem Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet.

Quellen: Kickstarter #1, Mujin auf Youtube #2, via Kotaku

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