Die Welt von Keeper ist - kurz gesagt - einfach wunderschön. Doch die atemberaubende Grafik hat auch ihren Preis.
Surreale Grafik hat ihren Preis
Wir denken, wir sprechen für beinahe jeden, wenn wir sagen, dass uns die Grafik bereits im Trailer sehr positiv überrascht hat. Wie sich herausstellt, kommt sie im fertigen Spiel sogar noch atemberaubender rüber, und es ist uns nicht selten passiert, dass wir einfach einige Momente innegehalten und die Aussicht genossen haben.
Besonders aufgefallen sind hierbei die Licht- und Schatteneffekte, die den Landschaften nicht nur ein sehr atmosphärisches Flair verleihen, sondern auch ein sehr schönes Detail bereithalten.
Quelle: Xbox Game Studios
Auch eine menschenleere Welt kommt nicht ohne Monumente aus. Findet sie auf eurer Reise, um Errungenschaften freizuschalten.
Ähnlich einer Taschenlampe sind wir als Leuchtturm ständig mit einem Lichtkegel ausgestattet, den wir auch ganz frei um uns herumbewegen dürfen. Tatsächlich passen sich die Schatten der Gitterstäbe vor der Lampe an die Objekte in unserem Umfeld und an die aktuelle Beleuchtung an, was der surrealistischen Welt doch eine angenehme Brise Realismus einhaucht.
Doch dieser visuelle Gaumenschmaus hat auch seinen Preis, und dieser zeigt sich deutlich in den Systemanforderungen. Die sind nämlich überraschend hoch und machen das Spiel damit besonders für Gelegenheitsspieler ohne hochwertiges Gaming-Setup unzugänglich oder zumindest sehr ruckelanfällig.
Das ist besonders schade, da das Spiel, wie bereits beschrieben, sehr anfängerfreundlich und somit eigentlich auch für diejenigen geeignet ist, die bislang in der Videospielewelt noch weniger Erfahrungen gesammelt haben oder einfach nach einer entspannten Reise suchen.
Quelle: Xbox Game Studios
Während eures Abenteuers begegnet ihr zahlreichen fabelhaften Kreaturen, die euch teilweise den Weg versperren. Helft ihnen, damit sie euch hindurchlassen.
Ein besonderes Kudos wollen wir dem Entwicklerteam aber nochmal insgesamt bezüglich der Detailverliebtheit aussprechen. Double Fine hat es nicht nur geschafft, einem Leuchtturm mit minimaler Mimik sehr viel Leben einzuhauchen - denn der einzig wirkliche "Gesichtsausdruck" wird ihm durch Augenbrauen geschenkt. Auch die Interaktionen mit der nicht-menschlichen Umwelt wirken unglaublich lebendig.
So kneifen andere Lebensformen zum Beispiel die Augen zusammen, wenn wir sie direkt anleuchten, und manche Pflanzen erblühen erst richtig unter unserem Licht. Diese Elemente wirken zunächst klein und unscheinbar, schenken dem Spiel aber nochmal ein zusätzliches Level an Dynamik, das ein ohnehin schon sehr gutes Spiel beinahe perfekt macht.
Meinung
Falls ihr es nun kaum erwarten könnt, Keeper für euch zu entdecken, kann es direkt losgehen: Ab 17. Oktober habt auch ihr die Möglichkeit, diese wunderschön seltsame Wanderung auf dem PC oder Xbox Series X/S zu bestreiten.Transparenzhinweis: Die Release-Fassung des Spiels wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.
