Rasen und Prügeln: In Jacked werden Männerträume wahr. Nur die Spielerträume bleiben auf der Strecke.
Biker sind harte Kerle, und die härtesten Biker spielen Jacked. In acht Etappen geht's hier quer durch die USA -- dabei wird fleißig gerast und geprügelt. Rennen in Jacked gewinnen Sie nicht nur mit Bestzeiten, sondern auch mit Baseballschlägern, Brechstangen, Schrotflinten, Granaten und Elektroschockern. Das richtige Timing beim Tastendruck vorausgesetzt, schubsen Sie die Kontrahenten mit diesen Utensilien vom Zweirad. Da die KI-Gegner das Gleiche mit Ihnen versuchen, ist geschicktes Manövrieren auf den recht engen Kursen angesagt. Oftmals ist ein Nitro-Schub zur rechten Zeit der letzte Ausweg.
Nicht nur von A nach B
Jacked lässt Sie nicht nur in normalen Rennen antreten. In anderen Modi geht es etwa darum, binnen kurzer Zeit möglichst viele Gegner in den Straßengraben zu bugsieren oder einem Fahrer bei 200 Sachen sein Motorrad zu stibitzen. Die Königsdisziplin aber ist der Bandenkrieg, ein Spielmodus, der an Capture the Flag erinnert: Sie und ein paar Spießgesellen kabbeln sich auf einem Rundkurs mit einer feindlichen Bande um ein Kreissymbol. Wer mit diesem zuerst fünf Mal durch die Checkpoints rast, der gewinnt.
Lange sind Sie mit den Spielmodi nicht beschäftigt, Jacked ist an einem Wochenende durchgespielt. Danach bleibt noch der Hot-Seat-Modus für zwei Spieler, in dem Sie um die Wette rasen oder sich bekriegen dürfen.
Vier- statt Zweirad?
Während die Grafik mit kargen, aber abwechslungsreichen Umgebungen als Durchschnitt durchgeht, ist im Fahrmodell der Wurm drin. Wir legen uns nicht schnittig in die Kurven, sondern müssen anbremsen und driften. Wie in Ridge Racer schliddern wir dann über die Pisten. Jacked fühlt sich einfach zu keinem Zeitpunkt wie ein Motorradrennspiel an.
Der große Pluspunkt der Rennspiel-Prügel-Mixtur ist dann auch seine Einzigartigkeit. Wenn Sie mit Begeisterung Road Rash (1996 erschienen) gespielt haben, führt für Sie kein Weg an Jacked vorbei.
David Bergmann
