Endzeitstimmung auf der Erde: Eine pestähnliche Krankheit hat nahezu alle Menschen ausgerottet. Die Familie von Paul gehört zu den letzten lebenden Menschen und sie verschanzen sich in einer Waldhütte. Als sich andere Überlebende dort Zutritt verschaffen, muss sich Paul zwischen Menschlichkeit und Sicherheit entscheiden. "It Comes at Night" entstand unter der Regie von Trey Edward Shults, der damit den Tod seines Vaters verarbeiten wollte.
Seit eine Art Virus in der Welt grassiert, das die Menschen auf unangenehme Weise Gevatter Tod zuführt, leben Paul, seine Frau Sarah und Sohn Travis abgeschottet in ihrem Haus im Wald. Doch nicht nur die Seuche stellt eine Bedrohung dar, auch gewaltbereite andere Überlebende gehen ohne viele Skrupel über Leichen. Dementsprechend brisant wird die Situation der Familie, als sich eines Nachts ein ungebetener Gast Zugang zum Haus verschafft. It Comes At Night (jetzt kaufen 9,99 € ) als reinen Horrorfilm zu klassifizieren, würde eindeutig zu kurz greifen. Zwar gibt es einige starke Grusel-Passagen, doch im Laufe der Zeit entwickelt sich die Handlung mehr und mehr zu einem sozialen Drama, in dem die Menschlichkeit während der Apokalypse eine zentrale Rolle spielt. Das funktioniert relativ gut und verleiht dem Ganzen eine zusätzliche Bedeutungsebene. Nichtsdestoweniger bleibt dadurch viel von dem wirklich tollen Schauer-Potenzial vom Anfang ungenutzt.
Fazit:
Ambitioniertes und lohnenswertes Horror-Drama, das sich aber gerne stärker auf seine Kernkompetenzen hätte fokussieren dürfen.
