Knossi im Interview

Special Johannes Gehrling
Knossi im Interview
Quelle: Knossi im Video „7 vs. Wild: Panama - Fritz am Ende | Folge 5“ auf YouTube

Macht Knossi noch mal bei 7 vs. Wild mit? Der beliebte Streamer und Entertainer hat uns im Interview Rede und Antwort gestanden.

PC Games: Es war super, du passt halt auch wunderbar zur Rolle. Maxime le Mal ist auch, und das ist positiv gemeint, voll bekloppt.

Knossi: Ja, voll! Der Maxime le Mal, wie kann man denn so sein, so rachsüchtig, dass man am Ende ein Kind entführt? Das kann ich jetzt auch sagen: Ja, ich habe ein Kind entführt. (lacht)

PC Games: Das war ja nicht deine erste Synchronrolle, du hast bei Teenage Mutant Ninja Turtles mitgemacht.

Knossi: Ja, das müsste letztes Jahr gewesen sein: Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem, mein erstes Mal war das. Als diese Anfrage reinkam, konnte ich das nicht glauben. Ich bin ja großer Turtles-Fan, ich bin mit Turtles aufgewachsen. Und dann habe ich das weitergegeben an meinen Sohn. Gestern wieder: Wir sitzen im Auto und es laufen nur Ninja-Turtles-Lieder und nichts anderes mehr.

Ich frage meinen Sohn dann immer: Soll Papa da mitmachen? Und er so, das war schon klar: ja, bitte! Und mein Sohn war da auch in einem Alter, wo er denkt, ich treffe dann auch Leonardo Donatello und bin mit denen befreundet.

Was mein Sohn mir da auch für ein Gefühl gibt. Wir sind auf die Malediven geflogen und mein Sohn gleich: Gibt's hier Turtles? Er macht dann den Film an und sagt so was wie: Papa, jetzt kommst du! Und ich denke mir, geil! Und dann kam diese Anfrage, wo ich mir dachte, das ist richtig krass.

Und dann habe ich ihn wieder gefragt: Soll Papa mitmachen bei den Minions? Und er: Ja, der Einäugige! Und dann habe ich gesagt, das geht nicht, ich bin der Bösewicht. Und er: Gut, Papa, toll! Und ich weiß auch: Bei uns in der Familie die Kinder, die freuen sich einfach. Die fühlen sich dann auch wie ein Teil der Minions. Und dann gehen wir zur Premiere und die gehen alle mit und für mich ist dieser Gedanke immer der allergeilste.

PC Games: Haben die dich eigentlich explizit gewollt, weil du meintest, dass du zu einem Casting musstest?

Knossi: Ich wurde angefragt und dann hieß es, wir fragen aber einige Leute an. Ich wusste nicht, wer, ob andere Prominente angefragt wurden. Ich bin dann zu dem Zeitslot dahin gegangen, habe aber niemand anderen gesehen. Ich weiß aber, es waren auch einige andere Synchronsprecher für die Rolle vorgesehen. Je nachdem, wie du dann ablieferst.

Ich komme zu diesem Casting und habe gedacht: Puh, ich packe das nicht. Das ist echt krass, ich war durchgeschwitzt nach einer halben Stunde. Ich habe mir gedacht: Wie soll ich denn hier zehn Takes in drei Stunden machen? Aber ich habe es dann irgendwie geschafft und der Regisseur meinte, das war gut, schauen wir mal, was Amerika sagt.

Und dann bin ich nach Hause gegangen und habe gesagt: Ich glaube, das wird nichts. Aber dann kam der Anruf ein paar Wochen später: Amerika findet das gut, Illumination findet das gut, du bist dabei.

Die Minions albern herum im Kinofilm "Ich - Einfach unverbesserlich 4" Quelle: Universal Pictures Germany PC Games: Du sprichst ja die Rolle, die im Original von Will Ferrell gesprochen wird. War das für dich eine besondere Ehre?

Knossi: Natürlich! Aber das hatte ich auch bei Turtles, da war es Post Malone. Der kennt mich gar nicht, aber du baust zu dem trotzdem irgendwie so ein Gefühl auf. Er singt in der Szene bei den Turtles, ich muss auch singen. Und ich dachte mir nur: Wieso hast du es so schwierig gemacht?

Weil, das wissen nur die wenigsten: Jetzt bei Ich - Einfach unverbesserlich 4, da spricht Will Ferrell ja die Figur ein, aber der Film ist noch gar nicht animiert. Es ist überhaupt noch nichts da, die Figur wird auf seine Stimme angepasst und animiert. Und da hast du dann zwischendrin so ein paar Momente, wo du denkst: Boah, wieso muss das jetzt so schwierig sein? Irgendwie muss da so geatmet werden? Es soll schon sehr, sehr nah am Original sein.

Aber ein paar Sachen fanden wir, da war es nicht französisch genug bei ihm. Da hat man gemerkt, da schludert er ein bisschen, und das haben wir besser gemacht.

PC Games: Da musst du nach acht, neun Stunden wahrscheinlich erst mal wieder umschalten, wenn du da rauskommst?

Knossi: Ich hatte das Problem, dass ich nach ein paar Stunden so ins Holländische abgedriftet bin. Holländisch ist für mich irgendwie ein bisschen einfacher. Das ist irgendwann dann so, dass das ein bisschen verwischt. Die Qualität lässt dann irgendwann ein bisschen nach und dann hat Raphael mich dran erinnert, hat mir ein paar Übungen mitgegeben und dann habe ich das wieder hingekriegt.

Bei dem "voila" mussten wir immer wieder ein bisschen üben, das war bei mir mehr so arabisch: "Walla". Da haben wir drei Stunden lang geübt, dass das aus dem Mund kommt, da haben wir wirklich trainiert.

PC Games: Warst du dabei auch aufgeregt?

Knossi: Durchgehend, den ganzen Tag. Ich war durchgeschwitzt. Ich war immer froh, wenn wir eine Szene geschafft haben, und dann kam schon wieder die nächste.

Und dann war ich sehr dankbar, wenn Laute gekommen sind. So "hey, ho" und so Dinger. Das ist einfach wie die Adlips beim Hip-Hop. Wobei, gerade beim Lachen, das "hahaha" muss schon auch genau gesetzt sein. Das war eine unglaubliche Arbeit, da so tief eintauchen zu dürfen.

Und dann immer auch der Druck. Natürlich denkt man, man muss diesen Synchronstars wie Oliver Rohrbeck auch gerecht werden. Was denken die? Das ist ja deren Lebensinhalt. Der begleitet das auch schon so viele Jahre, dass man denkt, man muss dem gerecht werden. Es muss perfekt sein. Da habe ich mich auch sehr unter Druck gesetzt.

Aber nichts ist schöner, als wenn man da rausgeht, es ist abgeschlossen, man darf das Endergebnis anschauen und man hat es geschafft und alle sind happy. Und am allerschönsten ist, wenn Leute in diesen Film gehen und mich nicht erkennen. Weil dann klingt es für jeden Zuschauer völlig natürlich. Für mich ist das größte Kompliment, wenn jemand fragt: Ach, das bist du?

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