Indiana Jones und der Große Kreis stundenlang gespielt: So gut wird der neue Indy wirklich!

Special Felix Schütz
Indiana Jones und der Große Kreis stundenlang gespielt: So gut wird der neue Indy wirklich!
Quelle: Bethesda

Die Wolfenstein-Macher wollen das ultimative Indy-Abenteuer erschaffen, wir haben es stundenlang gespielt. Kämpfen, schleichen, erkunden und rätseln - in unserer Vorschau mit Video erfahrt ihr, wie sich das Abenteuer wirklich spielt.

Natürlich hat der smarte Filzhutträger noch ein Ass im Ärmel: Indys Peitsche ist immer mit dabei und kommt nicht nur beim Klettern und Schwingen, sondern auch in den Kämpfen zum Einsatz. Damit könnt ihr Gegnern zum Beispiel die Waffe aus der Hand klatschen oder sie einfach für einen Moment betäuben. In meiner Spielzeit war das fast schon zu effektiv. Aber: Der Schwierigkeitsgrad lässt sich sowohl für die Prügeleien als auch für die Rätsel in mehreren Stufen regeln - wer mag, schraubt sich die Herausforderung also einfach noch ein Stückchen rauf.

Schießen als Ausnahme

Einzelne Gegner sind zwar kein Problem, doch bei zwei oder mehr Feinden gehen Indy ruckzuck die Lichter aus. Lebenspunkte regenerieren sich nämlich nicht einfach von selbst, das geht nur mit Verbandszeug, das aber sehr sparsam in den Levels verteilt ist. Zumindest kann man sich aber auch mit Nahrungsmitteln vorübergehend einen Rüstungs- oder Ausdauerbonus anfuttern, das macht die Zweikämpfe spürbar einfacher.

Der Vatikan-Level ist noch streng linear. Quelle: Bethesda Einen Ego-Shooter solltet ihr aber definitiv nicht erwarten! Man kann zwar auch in bestimmten Situationen einen Revolver oder ein MG abfeuern, doch genau wie in den Filmen ist das einfach nicht die Norm. Indy ist nun mal kein Rambo, der mit Shotgun und Kettensäge in die Schlacht zieht. Machine Games versucht hier wirklich, so nah wie möglich an der Vorlage zu bleiben. Gleichzeitig sollt ihr euch aber auch nicht eingeschränkt fühlen. Wer sich also auf Teufel komm raus lieber durchkämpfen will, anstatt zu schleichen, kann das grundsätzlich schon versuchen - auch wenn Torvernius eher davon abrät: "Ihr könnt es gerne probieren, aber es dürfte sehr, sehr schwierig werden:"

Am Ende des Vatikan-Levels trifft Indy noch einen alten Freund, den Padre Antonio. Wieder folgt ein kurzer Dialog, der mich positiv überrascht: Das Gespräch ist herzlich, aber auch traurig. Antonio leidet unter der Besatzung der Faschisten. Als Indy ihm als Geschenk eine Schallplatte ("Das ist der letzte Schrei aus New York.") überreicht, versagt seinem Freund vor Rührung, aber auch Bitterkeit kurz die Stimme. Wieder mal zeigt sich, was ich schon so an den Wolfenstein-Spielen mochte: Machine Games hat einfach ein Händchen für interessante Dialoge und Charaktere.

Faustkämpfe sind unkompliziert, machen aber Spaß. Quelle: Bethesda

Freiheit in der Wüste

Nach dem Vatikan-Abschnitt lade ich einen Spielstand, denn nun geht's in einen späteren Level des Spiels: Hier verschlägt es mich ins ägyptische Gizeh, wo die Nazis rund um die Sphinx eine riesige Ausgrabungsstätte betreiben. Genau wie Indy suchen auch sie nach bestimmten Artefakten, die sie dem Großen Kreis ein Stück näherbringen könnten.

Womit ich nicht gerechnet habe: Der Gizeh-Level ist das glatte Gegenteil vom linearen Vatikan-Abschnitt! Die engen Gassen und Innenräume weichen nun einem weitläufigen Außengebiet, das überraschend viele Freiheiten bietet. Im Grunde kann ich nun selbst entscheiden, wann, wo und wie ich meine Ziele erfülle. Und weil das Areal ziemlich groß ausfällt, ist da auch etwas Laufarbeit angesagt. Damit es aber nicht ausartet, schaltet man unterwegs auch mehrere Schnellreisepunkte frei, über die ich dann flott zwischen wichtigen Orten hin- und herspringen kann.

Gizeh präsentiert sich als offener, weitläufiger Level. Quelle: Bethesda Zuerst mische ich mich unters Arbeitervolk und mache mich auf die Suche nach einer Informantin, mit der ich meine nächsten Ziele besprechen soll. Unterwegs kommt dabei auch gleich meine neue Kamera zum Einsatz, mit der man bestimmte Charaktere und wichtige Umgebungsdetails ablichten und untersuchen kann. Alle gesammelten Infos werden dann automatisch ins Tagebuch übertragen. Und nebenbei entdecke ich so auch noch einige Nebenaufgaben.

Für einen verzweifelten Arzt soll Indy beispielsweise Medikamente von den Nazis stehlen. Außerdem sind in der Region mehrere Arbeiter verschollen - wer mag, kann sich auf die Suche nach ihnen machen. Das alles ist freiwilliger Content - wer keine Lust darauf hat, lässt ihn einfach aus. Allerdings entgehen euch dann wichtige Abenteuerpunkte, mit denen ihr neue Verbesserungen freischalten könntet.

Umso besser, dass man später einfach nochmal in den Level zurückspringen darf! So könnt ihr dann ganz in Ruhe versuchen, auch noch die restlichen Aufgaben abzuschließen.

Überall treiben sich freundliche NPCs herum. Quelle: Bethesda

Auf Entdeckungstour

In der Ausgrabungsstätte wimmelt es natürlich nur so vor Nazi-Soldaten. Darum besteht meine Hauptaufgabe erst mal darin, eine Arbeiterverkleidung zu beschaffen. So getarnt kann ich mich dann relativ frei in den Camps und Ruinen bewegen, Hinweise sammeln und nach Eingängen in unterirdische Kammern suchen. Damit ich dort im Dunkeln etwas erkenne, kaufe ich mir auch gleich noch ein Feuerzeug auf dem Marktplatz - das dient nicht nur als Lichtquelle, sondern kommt auch für einige Puzzles zum Einsatz oder um Fackeln anzuzünden.

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