Immortals of Aveum im Test: Magie-Doom mit zwei Gesichtern
Test
Immortals of Aveum ist ein Ego-Shooter, aber hier verschießt ihr Magie statt Patronen - wie uns EAs neues Projekt gefallen hat und wie viel Call of Duty und Doom wirklich drinstecken, lest ihr in unserem Test.
Jak ist jedoch kein Einzelfall, immer wieder wird die Immersion in ernsten Situationen durch pseudo-witzige Sprüche geschmälert. Nichts gegen Humor, aber der, den wir hier serviert bekommen, ist halt nicht sonderlich gut und zu ausufernd. Hätte man die Witzfrequenz ordentlich zurückgeschraubt und so manche ernste Passage einfach wirken lassen, hätte das für die Atmosphäre Wunder bedeutet.
Was auch nicht hilft, ist die zu moderne Sprache der Figuren. In einer magischen Welt, der der Untergang droht, voller klassischer Thematiken und großer Emotionen hätten wir eine etwas geerdetere, klassischere Art der Figuren, zu sprechen, als passender empfunden. Ascendant Studios wollte die Charaktere offenbar auf Zwang hip und zugänglich gestalten. Und sie sind nicht mal per se unsympathisch, wir hätten sie aber noch viel mehr ins Herz geschlossen, wenn sie nicht in absolut jeder noch so unpassenden Situation den Humor von Tante Gerda auf Facebook an den Tag gelegt hätten.
Haltet uns für hölzern, aber im Angesicht des drohenden Weltuntergangs fänden wir ein wenig mehr Ernsthaftigkeit eigentlich ganz angebracht. Wie auch beim Gameplay gilt aber: In der zweiten Hälfte des Spiels wird's besser. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf und die Fremdscham-Unterhaltungen nehmen ab. Kurzum: Immortals of Aveum wäre ein noch deutlich besseres Spiel, hätte es von Anfang an auf die Stärken gesetzt, an die es sich erst viel zu spät heranwagt.
Technical Difficulties
Durch das ganze Spiel ziehen sich hingegen die technischen Problemchen und Probleme des Abenteuers. Zwar spielten wir das Spiel ohne Day One Patch, der laut Hersteller viele der Makel beheben soll. Da es zum Testzeitpunkt nicht feststand, wie viel an diesem Versprechen dran ist, können wir den Zustand des Spiels nicht einfach ignorieren. Am PC sind die Hardware-Anforderungen unglaublich hoch.
Bildergalerie
Jedoch konnten wir selbst bei niedrigen Grafikeinstellungen nicht von einem flüssigen Erlebnis reden, trotz eines Rechners, der laut der offiziellen System-Anforderungen stabile 60 FPS mit Leichtigkeit hätte schaffen sollen. Je nach Zwischensequenz, Umgebung und Kampf erlebten wir Schwankungen von zehn bis 110 Frames per second. Woran das liegt, konnten wir nicht ausmachen. Manchmal kämpften wir gegen Gegnermassen, es flogen tausende effektreiche Zaubersprüche über den Bildschirm und das Spiel lief trotzdem perfekt. Dann wiederum passierte in anderen Sequenzen quasi nichts am Screen und trotzdem erlebten wir eine Diashow mit zehn bis 15 Bildern pro Sekunde.
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Wir hoffen, der Day One Patch bewirkt das Wunder, das wir suchen. Immortals of Aveum ist trotz aller Mängel nämlich ein wirklich spaßiger Ego-Shooter mit interessanter Story und es wäre schade, würde das Spiel an der Technik scheitern. Immortals of Aveum erscheint am 22. August 2023 für PC, PS5 und die Xbox-Series-Konsolen.
