SSDs werden vor allem als Windows-Laufwerk immer beliebter - was leisten SSDs, und was gibt es beim Kauf zu beachten? Wir geben euch wertvolle Tipps und zusätzlich eine Marktübersicht mit empfehlenswerten SDDs in unterschiedlichen Größen.
Mythos: kurze Lebensdauer einer SSD?
Als SSDs langsam in einen Preisbereich kamen, in denen auch normale Anwender sich zumindest eine Version mit 60 Gigabyte (Ausreichend für Windows) leisten konnten, entstand ein Mythos über die Lebensdauer von SSDs. Die Speicherzellen einer SSD haben nämlich eine beschränkte Anzahl an Schreibvorgängen, bis sie "verbraucht" sind. Lesen ist dann zwar in aller Regel noch möglich, aber es kann in der betreffenden Zelle nichts mehr überschrieben werden. Dieser Fakt wurde natürlich damals dann auch als "wichtiger Punkt" hervorgehoben, den man über SSDs wissen sollte. Da wiederum die Hersteller noch keine Erfahrung in Sachen SSD und große Massenproduktion plus Kompatibilität zu dutzenden verschiedenen Mainboard-Chipsätzen, Betriebssystemen und so weiter hatten, gab es anfangs durch den SSD-Boom eine relativ hohe Zahl an Defekten bei SSDs schon nach recht kurzer Nutzungsdauer. Im Nachhinein weiß man: es waren quasi "Kinderkrankheiten", wie sie häufig bei Produkten vorkommen, wenn sie erstmals massenhaft produziert werden. in vielen Fällen half auch schon eine neue Firmware – inzwischen sind derartige Probleme auch schon längst passé. Doch viele User hatten damals als plausible Erklärung für die Ausfälle die begrenzte Anzahl an Schreibzyklen in Verdacht, was auf den ersten Blick ja auch durchaus logisch erscheint.
Doch wenn man etwas näher hinsieht, ist klar, dass die "begrenzte Lebensdauer" an sich für so gut wie jeden User keinerlei Rolle spielt. Denn pro Speicherzelle sind bei modernen SSDs nicht unter 3000 Schreibzyklen mit den beiden verwendeten Speicherchip-Verfahren MLC und SLC möglich. Eine wichtige Ausnahme ist die noch recht neue Samsung SSD 840 in
Quelle: PC Games Hardware
Nackte Samsung SSD
der Evo-Version, deren Speicherchips mit dem TLC-Verfahren arbeiten und lediglich 1000 Zyklen zulassen. Aber selbst hierzu kann man ein Rechenbeispiel anführen: nehmen wir an, ihr habt eine SSD mit 120 Gigabyte Speicherplatz. Wenn ihr wirklich an jedem Tag des Jahres 40 Gigabyte an Daten neu schreibt oder verändert, also ein Drittel der SSD verändert, könnt ihr dies 3000 Tage lang tun. Das sind umgerechnet etwas über 8 Jahre – kaum ein User würde erwarten, dass seine Festplatte dermaßen lange halten wird oder es gar "muss". Bei allen anderen SSDs, auch den nicht-Evo-Modellen der Samsung SSD 840, gilt die Schreibzyklenanzahl von 3000 als Minimum, das heißt hier ist es rechnerisch bei unserem Beispiel sogar möglich, die SSD für nicht weniger als mindestens 24 Jahre am Stück jeden Tag zu einem Drittel zu überschreiben. Nebenbei: ein dafür auch hilfreicher Bestandteil einer SSD ist eine interne Verwaltung, die für eine gleichmäßige Nutzung der Speicherzellen sorgt. Das heißt: ihr müsst auch keine Sorge haben, dass vielleicht ein Viertel der SSD bereits das Lebensende erreicht hat.
In diesem Artikel
- Seite 1 SSDs: Schnelligkeit im Vergleich zu Festplatten
- Seite 2 SSDs: Geschwindigkeit und Zugriffzeit; Nachteil: Preis pro Gigabyte
- Seite 3 SSDs: Mythos der kurzen Lebensdauer einer SSD
- Seite 4 SSDs: Einbau einer SSD und Konfigurationstipps
- Seite 5 SSDs: Kauftipps zur passenden Größe und empfehlenswerten Modellen
- Seite 6 Bildergalerie
- Seite 1 SSDs: Schnelligkeit im Vergleich zu Festplatten
- Seite 2 SSDs: Geschwindigkeit und Zugriffzeit; Nachteil: Preis pro Gigabyte
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- Seite 5 SSDs: Kauftipps zur passenden Größe und empfehlenswerten Modellen
