Hollow Home: Emotionales Survival-RPG zeigt reale Kriegserlebnisse im Stil von Disco Elysium

News Vivien Ziermann
Hollow Home: Emotionales Survival-RPG zeigt reale Kriegserlebnisse im Stil von Disco Elysium
Quelle: Twigames Inc.

Basierend auf realen Ereignissen stellt Hollow Home die Spieler vor schwere Entscheidungen mit tragischen Konsequenzen. Im Kampf ums Überleben gehört dieses Survival-RPG zu den bewegendsten Titeln des Jahres.

Noch immer tobt im Herzen Europas ein erbarmungsloser Krieg. Vor über vier Jahren wurde die Ukraine offen von Russland angegriffen, und auch wenn die Sensationslust inzwischen nachgelassen hat, fürchten die Menschen in ihrem Heimatland noch immer um ihr Leben. Ein Zustand, in den sich die meisten von uns nicht hineinversetzen können - glücklicherweise, wie man wohl sagen muss.

Während auch heute die Zukunft der Ukraine ungewiss bleibt, haben es sich die Entwickler von Twigames zur Aufgabe gemacht, das Trauma ihres Landes in einem herzergreifenden Survival-RPG zu verarbeiten. Dabei ließ sich das ukrainische Team von einem der beliebtesten RPGs der letzten Jahre inspirieren: Disco Elysium.

Eine Stadt, die langsam verschwindet

In Hollow Homeüübernehmen wir die Rolle von Maksym, einem 14-jährigen Teenager, der in einer belagerten Stadt lebt. Zunächst begleiten wir ihn durch seinen letzten normalen Tag, bevor sich alles verändert hat. Als die Invasion begann, diente sein Vater bereits an der Front, während seine Mutter auf Reisen war. Völlig auf sich allein gestellt, muss sich Maksym in der belagerten Stadt zurechtfinden und mit schwindenden Ressourcen überleben.

Dabei müssen Beziehungen zu den Bewohnern geknüpft werden, Fähigkeiten erlangt und schwere Entscheidungen getroffen werden. Jede Entscheidung muss wohlüberlegt getroffen werden und hat enorme Tragweite. Unterlassene Hilfe kann dazu führen, dass einige Bewohner der Stadt den nächsten Tag nicht erleben werden. Früher oder später muss sich Maksym der Tatsache stellen, dass es unmöglich ist, jedem zu helfen.

Basierend auf realen Ereignissen

Das Team von Twigames erzählt in Hollow Home eine emotionale Geschichte darüber, wie die Heimatstadt des Protagonisten langsam um ihn herum verschwindet. Sie erzählen von ihren eigenen Erfahrungen und denen der Menschen, die trotz der Gefahren in ihrer Heimat geblieben sind. Die Stadt und die Ereignisse basieren dabei auf einem realen Ort und echten Erlebnissen, die die Bewohner während der russischen Invasion durchlebt haben.

Auch wenn die Charaktere an sich dabei fiktiv sind, geht schon allein die Stadtübersicht unter die Haut. Nachdem wir alle noch in ihrem normalen Alltag kennengelegt haben, sicher, dass sich die Kriegsfront nicht weiter ausbreiten wird, müssen wir uns darauf einstellen, dass sich der Status jeder unserer Freunde und Bekannten in "verstorben" ändern könnte. Einmal mehr macht das Spiel bewusst, dass jede Entscheidung weitreichende Konsequenzen haben wird.

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Alles verändert sich

Im Verlauf der Geschichte können wir drei Stadtteile erkunden, die sich Tag für Tag abhängig von Entscheidungen und Ereignissen immer weiter verändern. Straßen werden gesperrt, einst belebte Gebäude stehen plötzlich verlassen da und verwahrlosen Stück für Stück, Menschen, mit denen wir uns am Tag zuvor noch unterhalten haben, sind plötzlich verschwunden. Auf erschreckende Weise zeigt das ukrainische Team das alltägliche Grauen von Zivilpersonen in einem alles verschlingenden Krieg.

Kampf ums Überleben

Maksym ist kein Soldat, er besitzt keine Waffe und ist plötzlich auf sich allein gestellt. In seiner neuen Situation muss er lernen, zu überleben. Dafür sind Beziehungen zu seinen Nachbarn und anderen Stadtbewohnern essenziell. Von ihnen lernt er kochen, craften, Erste Hilfe und mehr. Wie er sich in Konversationen mit den einzelnen Bürgern verhält, hat einen starken Einfluss auf die Beziehungen zwischen den Charakteren und darauf, was er von ihnen lernen kann. Auch hier steht die Tragweite der Entscheidungen im Mittelpunkt.

Wer sich selbst ein Bild des emotionalen RPGs machen will, kann die kostenlose Demo auf Steam ausprobieren. Beachtet allerdings, dass die Konversationen bisher alle schriftlich stattfinden und die Texte derzeit nur auf Englisch zur Verfügung stehen. Wem das nichts ausmacht, kann sich auf eine erschütternde Geschichte gefasst machen, die unter die Haut geht.

Übrigens: Wenn euch die Demo überzeugt, könnt ihr das Projekt auf Kickstarter unterstützen. Der Kampagnenstart ist derzeit für Juli 2026 geplant. Läuft alles nach Plan, wird das Survival-RPG noch Ende dieses Jahres auf Steam erscheinen. Wir drücken dem Team die Daumen, dass sie dieses Ziel halten können.

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