Bugwarts Legacy: Gutes Spiel, aber Fehler ohne Ende

Special Tobias Wagner Antonia Dreßler Michael Grünwald 53,99 €
Bugwarts Legacy: Gutes Spiel, aber Fehler ohne Ende
Quelle: Avalanche Software

Der Release von Hogwarts Legacy wird von zahlreichen Spielern herbeigesehnt. Gerade die Open World und die hübsche Grafik überzeugen, doch besonders die PC-Version kommt mit einigen teils gravierenden Bugs daher - und das trotz mehrmaliger Release-Verzögerung.

Eigentlich hätte Hogwarts Legacy schon 2021 erscheinen sollen. Jetzt, nach ganzen zwei Jahren Verzögerung, muss das Open-World-Spektakel dann aber auch wirklich größtenteils bugfrei laufen - würde man jedenfalls meinen. Gerade in der PC-Version sind wir dennoch gelegentlich über diverse Fehler im Spiel gestolpert. Aber fangen wir bei unserem Bericht über phantastische Bug-Wesen doch ganz von vorn an. Wir starten unsere Reise im Hochland von Schottland, wo wir mit unserem Professor eine alte Ruine erkunden müssen. Der Weg dorthin führt über steinige Serpentinen, an denen Geländer Mangelware sind. Todesangst müssen wir dennoch keine haben, denn das Spiel verhindert durch unsichtbare Wände, dass unser Held oder unsere Heldin in die Tiefe stürzt.

Unsinnige Blockaden

Auch wenn das nicht wirklich realistisch ist, können wir diese Entscheidung nachvollziehen. Was im Gegensatz dazu gar nicht geht, sind unsichtbare Blockaden vor - zugegebenermaßen schmalen - Durchgängen wie zwischen zwei Bäumen. Was wir in einem solchen Fall zumindest versuchen können, ist zu springen.

Die Animation stößt bisweilen jedoch schon bei kleineren Wänden, Treppen und ähnlichen Widerständen an ihre Grenzen. Springen ist wohl einfach nicht erwünscht. Sollte die Aktion dennoch klappen, kann es sein, dass uns das Spiel mitten in einen angrenzenden Felsen teleportiert.

Der Tee läuft ins Leere

Haben wir uns aus sämtlichen lästigen Umgebungen befreit, unseren Weg nach Hogwarts angetreten und unser Haus gewählt, treffen wir im Gemeinschaftsraum... auf eine Tasse Tee. Neben einer Schüssel mit Nüssen und einer Schale mit Äpfeln ist das so gut wie alles, mit dem wir hier interagieren können.

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Klicken wir die Tasse an, trinken wir Tee. Das ist ein nettes Feature, funktioniert aber nicht immer einwandfrei. In der PC-Version besteht gut und gerne mal eine Armlänge Abstand zwischen dem Gesicht unserer Spielfigur und dem Gefäß. Das Getränk läuft sozusagen ins Leere.

Verbuggte NPCs

Verlassen wir den Gemeinschaftsraum, treffen wir auf allerhand NPCs - mit denen wir in den meisten Fällen aber nicht interagieren können. Was wir aber mit fast allen Charakteren machen dürfen (im Gegensatz zu den wenigen NPCs, mit denen wir meist aufgrund eines Questbezugs reden können) ist, durch sie hindurchzulaufen. Richtig gehört! Privatsphäre gibt es in Hogwarts wohl nicht.

Ergibt das bei Geistern wie dem Fast Kopflosen Nick Sinn, ist es bei Personen, die einen richtigen Körper haben, ein ziemlich seltsames Phänomen, das für die Immersion nicht gerade hilfreich ist. Das Ärgernis trat jedoch nur in der PC-Version auf und wurde durch einen Patch inzwischen behoben.

Das Problem mit den Türen

Wollen wir etwas Zeit für uns haben, werfen wir uns unseren Mantel über und begeben uns nach draußen in den Innenhof. Wir ignorieren einfach die unsinnige Animation des Umhangs, die Teile des Stoffs überlappen lässt, die sich technisch gesehen niemals überlappen können, und gehen weiter zu den Türen.

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