Boykott oder nicht? In vier Wochen erscheint Harry-Potter-RPG Hogwarts Legacy

Kolumne Tobias Tengler-Boehm 53,99 €
Boykott oder nicht? In vier Wochen erscheint Harry-Potter-RPG Hogwarts Legacy
Quelle: Warner Bros. Games

Mit dem nahenden Release des Harry-Potter-Rollenspiels stellt sich für viele die Frage, ob sie Hogwarts Legacy boykottieren sollen oder nicht.

In einem Monat ist es so weit. Am Dienstag, 07. Februar 2023, erscheint mit Hogwarts Legacy das lang erwartete Rollenspiel, dessen Schauplatz die legendäre Wizarding World von Harry Potter ist. Allerdings gilt dies nur für Spielerinnen und Spieler mit PC, Xbox Series X & S oder Playstation 5. Wer noch im Besitz einer der älteren Konsolen ist, muss sich deutlich länger gedulden. Besitzerinnen und Besitzer der PS4 sowie der Xbox One kommen erst am Dienstag, 04. April 2023 in den Genuss des Harry-Potter-RPGs. Noch länger wartet man auf die Version für Nintendo Switch. Hogwarts Legacy (jetzt kaufen 39,95 € / 53,99 € ) wird am Dienstag, dem 25. Juli 2023 für die Hybrid-Konsole erscheinen, also fast ein halbes Jahr später. Man will mit dem verzögerten Release sicherstellen, allen Beteiligten das bestmögliche Spielerlebnis zu bieten.

Doch für viele Fans von Harry Potter stellt sich ohnehin die Frage, ob man das Spiel überhaupt kaufen sollte. Aufgrund transfeindlicher Aussagen von J. K. Rowling, Bestseller-Autorin und Schöpferin von Harry Potter, denken nicht wenige über einen Boykott nach.


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Ist Harry Potter-Autorin J. K. Rowling direkt an der Entstehung von Hogwarts Legacy beteiligt?

Wegen der anhaltenden Debatte um die transfeindlichen Äußerungen von J. K. Rowling sah sich der Publisher von Hogwarts Legacy dazu veranlasst, Klarheit zu schaffen, inwiefern die Schöpferin von Harry Potter überhaupt an der Entwicklung des Rollenspiels beteiligt war. In einem Statement von Warner Bros. heißt es: "J. K. Rowling war nicht kreativ an der Entstehung des Spiels involviert - jedoch sind ihre außergewöhnlichen schriftstellerischen Fähigkeiten der Grundstein aller Projekte, welche auf die Wizarding World basieren. Es handelt sich nicht um eine neue Geschichte von J. K. Rowling." Es fand also lediglich eine Art "Qualitätskontrolle" seitens der Autorin statt.

Wie viel verdient Harry Potter-Autorin J. K. Rowling mit der Wizarding World?

Dennoch dürfte im Fall von Hogwarts Legacy viel Geld an J. K. Rowling fließen. Die 57-jährige Britin verkaufte im Jahr 2000 die Vermarktungsrechte von Harry Potter an Warner, behielt allerdings die Verlagsrechte an der Marke und sicherte sich ein umfassendes Mitspracherecht an allen Adaptionen der Geschichte über den Zauberschüler. Jedes Mal, wenn irgendein offiziell lizenziertes Produkt aus der Welt von Harry Potter über eine Ladentheke wandert, kassiert J. K. Rowling ihren Anteil.


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Laut Forbes verdiente die Britin im Jahr 2020 um die 60 Millionen US-Dollar und war auf Platz 2 der meist verdienenden Autoren der Welt. Neben ihren Büchern machte sie vor allem mit den Filmen sowie den Attraktionen in den Vergnügungsparks der Universal Studios Profit. J. K. Rowling ist Milliardärin und gilt als eine der wohlhabendsten Personen Großbritanniens.

In der Debatte um das Für und Wider eines Boykotts argumentieren daher einige Fans, dass es J. K. Rowling kaum jucken dürfte, wenn Hogwarts Legacy floppt. Ein Misserfolg des Rollenspiels würde in erster Linie die hart arbeitenden Entwickler treffen. In einem Monat erscheint Hogwarts Legacy. Und egal wie gut das Spiel in den Tests abschneiden wird und wie oft es sich verkauft, die Debatte um J. K. Rowling wird auch in Zukunft stets präsent sein. Ob man sich den Titel letztendlich holt, muss in vier Wochen wohl jeder für sich selbst entscheiden.

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