Heroes of Might and Magic: Olden Era - Mächtiger Karteneditor für endlos neue Inhalte

Special Matthias Dammes
Heroes of Might and Magic: Olden Era - Mächtiger Karteneditor für endlos neue Inhalte
Quelle: Unfrozen/Ubisoft

Heroes of Might and Magic: Olden Era startet in den Early Access. Multiplayer und ein mächtiger Kartenedition sind mit an Bord.

Spielspaß auf dem heißen Stuhl

All diese fürs Freie Spiel verfügbaren Optionen kommen natürlich auch im Mehrspieler-Modus zum Einsatz. Nur halt mit menschlichen Gegenspielern statt KI‑Gegnern. Das Spiel stellt mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um sich mit anderen Spielern zu verbinden. Über die "Gegner suchen"-Funktion können wir uns mit zufälligen Spielern verbinden lassen und direkt in eine Partie starten.

Wer sich genauer aussuchen möchte, wo er mitspielt, ruft die Lobbyliste auf. Hier werden alle aktiven Lobbys aufgelistet und ihr könnt Details wie Spielmodus, Karte und Spielerzahl erkennen. Natürlich könnt ihr auch eure eigene Partie eröffnen. Dazu vergebt ihr einen Namen, wählt den Modus aus und vergebt bei Bedarf ein Passwort. Freunde lassen sich dann unter anderem direkt über die Steam-Freundesliste einladen. Ranglisten zum virtuellen Angeben sind auch mit an Bord.

Alternativ zur Onlineverbindung könnt ihr Olden Era auch im Hot-Seat-Modus an einem Rechner zusammenspielen. Dabei sind die teilnehmenden Spieler nacheinander an der Reihe und sehen in dem Moment auch stets nur ihren Abschnitt der Karte.

Im Arenamodus draften wir uns per Zufall einen Helden und seine Armee zusammen und treten dann in einer taktischen Schlacht gegen die KI oder andere Spieler an. Quelle: PC Games Im Arenamodus draften wir uns per Zufall einen Helden und seine Armee zusammen und treten dann in einer taktischen Schlacht gegen die KI oder andere Spieler an. Egal ob Solo- oder Multiplayer, für beide Spielformen steht auch der neue Arena-Modus zur Verfügung. Dieser konzentriert sich auf das Wesentliche: den taktischen Kampf. Wenn die Partie startet, wählt ihr einen von drei zufälligen Helden aus, und stellt danach dessen Fähigkeiten, Artefakte und Zaubersprüche zusammen. Schließlich wird im Draftverfahren eine Armee zusammengestellt. Dann zählt nur noch das eigene taktische Geschick, um aus der folgenden Schlacht erfolgreich hervorzugehen.

Neue Inhalte garantiert

Wem all das immer noch nicht genug Inhalt ist, der wird sich freuen, dass in der Early-Access-Version auch bereits ein Karteneditor enthalten ist. Dieser befindet sich zwar noch in einer Beta-Version, verfügt aber schon über vielfältige Optionen. Mit wenigen Handgriffen lassen sich Geländeformationen anlegen und unzählige Objekte platzieren. Zusätzlich lassen sich über verschiedene integrierte Editoren alle möglichen Einstellungen anpassen, Spawns von Gegnern steuern und ganze Quests erstellen. Nahezu endlosem Content-Nachschub steht also schon jetzt kaum noch etwas im Wege.

Der Karteneditor ist noch in der Beta, hat aber bereits sehr viele Optionen zu bieten. Massenhaft Community-Inhalte sind da garantiert. Quelle: PC Games Der Karteneditor ist noch in der Beta, hat aber bereits sehr viele Optionen zu bieten. Massenhaft Community-Inhalte sind da garantiert. Sehr löblich ist auch die bereits große Zahl an Einstellungsmöglichkeiten, um das Spiel an die eigenen Vorlieben anzupassen. Für alle ungeduldigen Spieler gibt es zwei verschiedene Regler, mit denen sich die Animationsgeschwindigkeit im Kampf und auf der Weltkarte beschleunigen lässt. Als sehr hilfreich hat sich auch eine Option erwiesen, mit der alle Interaktionsobjekte optisch hervorgehoben werden. Die Karten sind oft so mit Details vollgestopft, dass man ohne diese Option leicht Sachen übersehen kann.

Baustellen und Fazit

Bei Bedienung und Interface haben uns aber auch noch nicht alle Elemente gefallen. Das Spiel ist an manchen Stellen zum Beispiel noch zu sparsam mit Informationen. Es gibt bei den Charakterwerten keinen Tooltip, der erklärt, was die einzelnen Werte machen. Bei der Detailansicht von Armee-Einheiten würden wir gerne erkennen können, zu welcher Fraktion diese gehören, ohne alle auswendig lernen zu müssen.

An einigen Stellen ist auch die Menüführung noch verbesserungswürdig. Wer im Hauptmenü die Szenarien sucht, wird dort erstmal nicht fündig. Dazu müssen wir ein neues Freies Spiel erstellen und dann bei der Auswahl der Karte auf einen separaten Ordner schalten, um darin die Szenarien zu finden. Das kann definitiv besser gelöst werden. Auch die Ordnerstruktur beim Laden und Speichern von Spielständen wirkt auf den ersten Blick eher verwirrend.

Weitere Baustellen während der Early-Access-Phase haben die Entwickler beim Bugfixing und Balancing. Uns ist es während der Kampagne mehrfach passiert, dass unser Held plötzlich keine Bewegungspunkte mehr verbraucht hat. Das klingt zwar hilfreich, aber wenn keine Runden und damit Tage mehr verstreichen, hat das auch diverse Nachteile. Ansonsten hatten wir noch das Gefühl, dass Helden, die stark auf die Nutzung von Magie ausgelegt sind, deutlich im Vorteil gegenüber reinen Kämpferhelden sind.

Aber das sind alle Dinge, für die ein Early Access ja da ist. Nach Angaben der Entwickler soll das Spiel mindestens ein Jahr in dieser Phase bleiben. Genug Zeit, an den Feinheiten zu feilen. Damit dafür genügend Feedback reinkommt, bietet die Early-Access-Version schon erfreulich viel Inhalt. Das Gameplay hat uns ohnehin bereits überzeugt. Olden Era schafft es hervorragend, an die großen Zeiten von Heroes of Might and Magic anzuknüpfen. Der Mix aus Rollenspiel, Oberwelt-Strategie und taktischen Kämpfen funktioniert wie eh und je.

Meinung

Heroes of Might and Magic: Olden Era wird von Unfrozen entwickelt und von Hooded Horse mit Unterstützung von Ubisoft vertrieben. Das Spiel startet am 30. April 2026 auf PC in den Early Access. Die finale Fassung soll später auch für Konsolen erscheinen. Transparenzhinweis: Zur Entstehung dieses Artikels wurde uns eine Vorschau-Version von Publisher Hooded Horse zur Verfügung gestellt.

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