Immer mehr Spieler setzen auf Headsets - zum einen zur Kommunikation in Games oder auch im Alltag, zum anderen aber auch als Ersatz für richtige Lautsprecher. Wir bieten euch für den Kauf hilfreiche allgemeine Infos zu Headsets sowie eine Marktübersicht.
Surroundsound
Kopfhörer und Headsets mit echtem Surroundsound, also separaten kleinen Membranen für die fünf oder sieben getrennten Soundinformationen plus Bass beim 5.1- oder 7.1-Sound eines Surroundsignals, gibt es so gut wie keine mehr. Denn inzwischen gibt es sehr gut funktionierende Softwarelösungen wie(zum Beispiel Dolby Headphone, die selbst bei Stereokopfhörern und Stereoheadsets einen Raumklang simulieren.
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Somit kann auch beim Material gespart werden, oder anders gesagt: bei Stereo-Headsets habt ihr bei gleichem Preis nur wenige, aber qualitiativ gute Klangerzeuger, während bei echten Surroundheadsets bei gleichem Preis mehr, aber deutlich billigere Bauteile vorfindet. Das Stereo-Modell klingt also bei gleichem Preis besser. Bei der softwarebasierten Surroundsimulation für Stereo-Kopfhörer und -Headsets ist die geringe Entfernung vom Ohr bis zu den Schall erzeugenden Membranen in den Kopfhörermuscheln der große Vorteil. Denn da der Schall bis zum Trommelfell des Ohres nur eine kurze Distanz zurücklegen muss, ist der Weg des Schalls sehr verlässlich vorauszusehen, was die Berechnungen, wie man den Sound nachbearbeiten muss, sehr vereinfacht.
Quelle: Archiv
Cooler Master Sirus-C
Dies funktioniert nämlich durch kleine Frequenzänderungen und Timingunterschiede einzelner Klänge, wodurch Effekte entstehen, durch die man die Richtung, aus der die Geräusche ertönen, genau orten kann. Mit Lautsprecherboxen funktioniert dies nicht oder nur mäßig, denn der Schall muss eine größere Distanz bis zum Ohr überwinden, so dass er sich deutlich unberechenbarer durch das Zimmer bewegen kann. Auch Schallreflexionen durch Möbel und Wände stören eine funktionierende Surroundsimulation. Kopfhörer und Headsets sind aber geschlossene Systeme und daher nicht abhängig von den Begebenheiten im Zimmer. Die softwareseitige Simulation kann dabei entweder vom Spiel selbst kommen oder wird über die Treiber der Soundkarte erzeugt. Hier haben viele USB-Headsets einen Vorteil.
Quelle: Razer
Razer Tiamat
Denn der Onboardsound von Mainboard verfügt nur sehr selten eine solche Simulation, so dass man sich - wenn man ein Headset mit Klinkenstecker und dabei auch Surroundsound nutzen möchte - häufig eine Soundkarte anschaffen muss, die 40 Euro oder mehr kostet. Bei vielen USB-Headsets ist aber eine solche Simulation bereits in den Treibern des Soundchips mit dabei, vor allem bei den Headsets, die sich offensiv an Gamer wenden. Allerdings müssen wir auch erwähnen, dass trotzdem nicht bei jedem User die softwareseitige Simulation gleich gut funktioniert - denn am Ende sind bei manchen Ohr doch kleinere Unterschiede vorhanden, die den Schallweg ein wenig verändern. Tipp: wenn es mit der Ortung nicht zufriedenstellend läuft, dann experimentiert mit der Position der Kopfhörermuschel auf euren Ohren - eventuell müssen diese nur ein wenig weiter vorne oder oben sitzen, und schon seid ihr doch zufrieden.
