Gaming-PC: Oberklasse und High-End sowie Fazit

Special Antonio Funes
Gaming-PC: Oberklasse und High-End sowie Fazit
Quelle: NZXT

Die Grafikkartenpreise sinken seit Anfang Juni - zum Teil sind es über 30 Prozent weniger, die man nun im Vergleich zum Mai ausgeben muss. Trotzdem sind die Preise noch immer sehr hoch - wir haben mit Blick auf die aktuelle Preisentwicklung der Grafikkarten vier Gaming-PCs ab knapp 850 Euro für euch zusammengestellt.

PC: Obere Mitteklasse / Oberklasse

Für unseren PC aus der oberen Mitteklasse bis Oberklasse nehmen wir den AMD Ryzen 5600X als Prozessor. Er bietet eine Top-Spieleleistung, die etwas über dem Core i7-10700K liegt, obwohl er nur sechs Kerne hat, kostet aber nur so viel wie der nicht-übertaktbare Core i7-10700F. Beim Mainboard nehmen wir eines mit B550-Chipsatz. Der X570-Chipsatz ist je nach Modellvariante noch besser ausgestattet. Für eine gute Übertaktung haben wir neben RAM mit 3600 MHz Taktrate noch den Scythe Mugen 5 für eine gute Kühlung ausgesucht.

In Sachen SSD wechseln wir zum M.2-Format mit PCIe-Anbindung, wobei dies bei Spielen nur einen sehr kleinen Vorteil bei den Ladezeiten gibt - man spart aber Platz und hat bei manchen Situationen im Alltag einen Tick mehr Ladeleistung. Die Grafikkarte ist eine AMD RX Radeon 6700 XT - derzeit hat diese Grafikkarte ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bietet eine sehr gute Leistung für WQHD auf maximalen Details. Dies ist unserer Vorschlag für die obere Mittelklasse oder auch Oberklasse (je nach Sichtweise) für 1620 Euro:

Komponente Auswahl Preis etwa
CPU Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz) 270 €
Mainboard Gigabyte B550 Aorus Elite 135 €
RAM 2x8GB Corsair Vengeance DDR4-3600 85 €
Grafikkarte XFX Speedster QICK 319 RX 6700 XT 750 €
SSD ADATA XPG SX8200 Pro 1000GB 115 €
HDD Western Digital WD Blue 3000GB 70 €
Gehäuse NZXT H510 75 €
Netzteil Corsair TX-M Modular 650 Watt 75 €
CPU-Kühler Scythe Mugen 5 45 €
  Gesamtsumme 1.620 €

Alternativen und Hinweise Wer nicht vorhat, zu übertakten, der kann beim Mainboard und CPU-Kühler auch weniger ausgeben. Intel-Fans wählen als CPU den Core i7-10700K und ein entsprechendes Mainboard. Bei der Grafikarte kommt auch die schnellere Nvidia GeForce RTX 3070 Ti in Frage, die 100 Euro teurer, aber auch dem Aufpreis entsprechend schneller ist.

High-End-PC

Der High-End-PC hat Bauteile, die nicht wirklich am obersten Ende des Möglichen sind - insofern stimmt die Bezeichnung strenggenommen nicht ganz. Allerdings sehen wir es so, dass es sich nicht oder nur in wenigen Fällen lohnt, noch mehr auszugeben als das, was wir zusammengestellt haben, nämlich Bauteile für zusammen 2140 Euro. Der PC ist also sozusagen High-End bei dem, was wir noch als vernünfige Auswahl bezeichnen würden. Der Prozessor ist der sehr starke Ryzen 7 5800X, dem wir ein sattes Übertakter-Paket bereitstellen in Form eines guten Mainboards, schnellem RAM und einem Top-Kühler. Bei der SSD nehmen wir eine besonders schnelle M.2-SSD, die Festplatte bietet 4000GB Speicherplatz. In Sachen Grafikkarte entscheiden wir uns für eine AMD RX Radeon 6800. So sieht das Setup aus:

Komponente Auswahl Preis etwa
CPU Ryzen 7 5800X (8x 3,8-4,7 GHz) 370 €
Mainboard MSI MPG B550 Gaming Carbon WiFi 170 €
RAM 2x16GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 160 €
Grafikkarte PowerColor RX 6800 Fighter 960 €
SSD Seagate FireCuda 620 SSD 1000GB 150 €
HDD Western Digital WD Blue 4000GB 80 €
Gehäuse Phanteks Enthoo Pro 100 €
Netzteil Seasonic Focus GX 650 Watt 90 €
CPU-Kühler Noctua NH-U12S 60 €
  Gesamtsumme 2.140 €

Alternativen und Hinweise: Der Ryzen 5 5600X ist nicht viel langsamer und somit ein Spartipp. Bei Intel ist der Core i9-10900K noch ein wenig schneller als der RX 5800X, kostet aber über 500 Euro.

Sapphire Nitro+ Radeon RX 6700 XT Quelle: PC Games Hardware Die AMD Radeon RX 6700 XT-Serie bietet aktuell ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Die Grafikkarte kann auch durch eine etwas günstigere AMD Radeon RX 6700 XT oder Nvidia GeForce RTX 3070 Ti ersetzen, wenn man sparen will. Will man wiederum mehr Leistung, kommt aktuell nur noch die AMD Radeon RX 6800 XT in Frage, die der Nvidia GeForce RTX 3080 sehr ähnelt, aber 200 Euro günstiger ist.

Fazit: Trotz Entspannung bei Grafikkarten ein teurer Spaß

Obwohl die Grafikkartenpreise teils um mehrere Hundert Euro gesunken sind, gibt es immer noch sehr hohe GPU-Preise. Gerade im Einsteigerbereich ist es daher nicht machbar, einen empfehlenswerten und für eine Weile ausreichenden PC für nur etwa 600 Euro zusammenzustellen, was wir vor Beginn der Grafikkarten-Krise stets getan hatten. Gerade die, die aber ohnehin eher um die 1500 Euro oder mehr ausgeben wollten, können aktuell wieder damit beginnen, ihren Kauf zu planen. Die Preise werden zwar unserer Vermutung nach noch weiter sinken. Aber wer nun schon viele Monate gewartet hat, vielleicht auch schon viel länger, nämlich schon seit vor dem Herbst 2020, da er auf neue Grafikkartengenerationen aus war, der riskiert es vielleicht durchaus gerne, dass er schon bald seinen Traum-PC im Zimmer stehen hat, obwohl dieser in weiteren ein oder zwei Monaten abermals um 200 oder 300 Euro günstiger sein könnte.

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