Gaming-PC: Einsteiger- und Mittelklasse-PC
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Die Grafikkartenpreise sinken seit Anfang Juni - zum Teil sind es über 30 Prozent weniger, die man nun im Vergleich zum Mai ausgeben muss. Trotzdem sind die Preise noch immer sehr hoch - wir haben mit Blick auf die aktuelle Preisentwicklung der Grafikkarten vier Gaming-PCs ab knapp 850 Euro für euch zusammengestellt.
Einsteiger-PC für 845 Euro
Wir kommen nun zu unseren ersten beiden PC-Vorschlägen und beginnen mit dem Einsteiger-PC. Als Prozessor setzen wir dabei auf den Intel Core i5-10400F. Schon in unserer CPU-Kaufberatung aus der letzten Woche hatten wir diesen Prozessor empfohlen, der zwar nur sechs Kerne bietet (12 Threads), aber eine sehr starke Spieleleistung hat. Er hatte nach seinem Release dem sehr beliebten Ryzen 5 3600 den Schneid abgekauft, da er trotz des geringeren Preises in Spielen etwas schneller ist.
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Dafür kann man den Intel-Prozessor aber im Gegensatz zum AMD Ryzen nicht übertakten - für einen Einsteiger-PC mit einer möglichst guten Leistung für relativ wenig Geld kommt eine Übertaktung aber ohnehin nicht in Frage, da wir ansonsten vergleichsweise viel in ein dafür passendes Mainboard und eine bessere Kühlung stecken müssten. Beim Mainboard nehmen wir für den Core i5-10400F eines mit dem H510-Chipsatz, dazu kommen 16 Gigabyte RAM in Form von zwei Riegeln zu je acht Gigabyte. Das Sharkoon-Gehäuse bietet trotz den günstigen Preises alles Wesentliche, das Netzteil von Xilence ist ein gutes Einsteigermodell, welches die Grafikkarte problemlos versorgen kann. Letztere ist eine Nvidia GeForce GTX 1660 Super, die für Full-HD-Gaming noch sehr gut ausreicht. Da die Grafikkarte aber immer noch gut 150 Euro teurer als im letzten Jahr ist, kommen wir am Ende zusammen mit der SSD auf 845 Euro - dies ist unser Vorschlag:
| Komponente | Auswahl | Preis etwa |
|---|---|---|
| CPU | Core i5-10400F (6x 2,9-4,3 GHz) | 130 € |
| Mainboard | ASRock H510M-HVS | 75 € |
| RAM | 2x8GB G.Skill Aegis DDR4-3000 | 75 € |
| Grafikkarte | Asus TUF Gaming GTX 1660 Super OC | 400 € |
| SSD | SanDisk SSD Plus 1000GB | 85 € |
| HDD | keine | |
| Gehäuse | Sharkoon VS4-S | 35 € |
| Netzteil | Xilence Performance C 550 Watt | 45 € |
| CPU-Kühler | Box-Lüfter von Intel | 0 € |
| Gesamtsumme | 845 € |
Alternativen und Hinweise: Zur Not kommt man anfangs auch mit nur acht Gigabyte RAM aus und spart sich etwas der Kosten. Ebenso kann man bei der SSD auch für unter 50 Euro ein Modell mit 480 bis 512 Gigabyte Speicherplatz wählen, wenn man weiß, dass man damit auskommt - oder auch dann, wenn man eine alte Festplatte übernehmen kann und die SSD nur für Windows und das ein oder andere Lieblingsgame nutzt. Wer später eine deutlich stärkere Grafikkarte einbauen will, sollte beim Netzteil vielleicht 10 bis 30 Euro mehr ausgeben, wobei 500 bis 600 Watt weiterhin ausreichen - für den Aufpreis bekommt man aber mehr Stabilität, falls der PC beim Betrieb in höhere Verbrauchsbereiche rutscht.
PC: Untere Mittelklasse für 1280 Euro
Beim Prozessor gehen wir nun ein wenig nach oben - zwar ist der Core i7-10700F in Spielen nicht viel schneller als der Core i5-10400F, aber er hat acht Kerne (16 Threads) und dürfte damit eine längere Nutzungsdauer haben. Das Mainboard bleibt im eher günstigen Bereich, da der Core i7 nicht übertaktbar ist - für Übertakter haben wir nach der Tabelle mit den Komponenten noch Hinweise. Einer SSD stellen wir noch eine Festplatte mit 2000 Gigabyte als Partner zur Seite, Gehäuse und Netzteil sind etwas hochwertiger. Als Grafikkarte wählen wir eine Nvidia GeForce RTX 3060. Dies ist unsere Zusammenstellung:
| Komponente | Auswahl | Preis etwa |
|---|---|---|
| CPU | Core i5-10700F (8x 2,9-4,8 GHz) | 265 € |
| Mainboard | Asus Prime H150M-D | 85 € |
| RAM | 2x8GB Crucial Ballistix DDR4-3200 | 80 € |
| Grafikkarte | Gigabyte RTX 3060 Gaming OC 12G | 580 € |
| SSD | Kingston A400 SSD 960GB | 85 € |
| HDD | Toshiba P300 Desktop 2000GB | 50 € |
| Gehäuse | Fractal Design Focus G | 50 € |
| Netzteil | be quiet! System Power 9 600 Watt | 55 € |
| CPU-Kühler | Alpenföhn Ben Nevis Advanced | 30 € |
| Gesamtsumme | 1.280 € |
Alternativen und Hinweise: Als Grafikkarte kann man auch eine RTX 2060 nehmen, wenn man etwa 150 Euro sparen möchte. Dafür verliert man etwa ein Drittel an Gamingleistung. Wer übertakten will, nimmt in jedem Falle zunächst einmal einen stärkeren CPU-Kühler ab etwa 40 Euro. Dann gibt es die Wahl: Wechsel zu AMD (alle Ryzen-CPUs sind übertaktbar), oder aber man wählt den Intel Core i5-10700KF (300 Euro) und dazu als Mainboard ein Modell mit dem Z490- oder Z590-Chipsatz für einen Preis ab etwa 150 Euro. Wer AMD in Betracht zieht, schaut sich am besten unseren nächsten PC auf der folgenden Seite als Inspirationsquelle an.
