Die Top-Spiele-CPUs Ryzen 7 7800X3D und 9800X3D sind Mangelware - wir haben sechs PCs von 650 bis 2000 Euro mit alternativen CPUs für euch zusammengestellt.
Aktuelle Gaming-CPUs: Preis-Leistung
Bis zum Verkaufsstart des Ryzen 7 9800X3D - hier unser Special vom 8. November zu der aktuellsten AMD-CPU - war die Lage für Gaming-Prozessoren so, dass ihr starke Gaming-CPUs ab gut 200 Euro bekommen konntet und der Ryzen 7 7800X3D für etwa 450 Euro das Ende der Fahnenstange war. Der Ryzen 7 9800X3D löste ihn erfolgreich ab.
Doch wie schon zuvor beschrieben: Der neue 7 9800X3D und auch der Ryzen 7 7800X3D sind mittlerweile Mangelware und überteuert. Der neuere von beiden Prozessoren thront von der Gaming-Leistung her über allen anderen derzeit verfügbaren CPUs. Wegen der durch die mangelnde Verfügbarkeit erzeugten Mondpreise - bei eBay werden fast 700 Euro fällig - kommt er allerdings derzeit nicht zum Kauf infrage.
Intels stärkste Spiele-CPU ist der Core i9-14900KF und kostet aktuell 460 Euro. Zwar ist der Ryzen 7 9800XD gute 21 Prozent schneller bei Spielen in geringer Auflösung und Details, aber bei höheren Details und Auflösungen schrumpft der Abstand.
Selbst bei gleichbleibendem Abstand wäre aber der Aufpreis der Ryzen-CPU - wir sprechen von über 50 Prozent - viel zu viel. Hinzu kommt, dass der im Vergleich zum Core i9 kaum langsamere Intel Core i7-14700KF nur 350 Euro kostet, also halb so viel wie der neue Ryzen-Prozessor. Und wer lieber AMD als Intel in seinem PC haben will, kann wiederum bedenkenlos den Ryzen 7 7600X3D nehmen, den es exklusiv bei Mindfactory für 300 Euro gibt.
Er ist ein klein wenig langsamer als der Core i7-14700KF und hat in der Summe das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, zudem punktet er, da er sehr wenig Strom beim Spielen benötigt. Die folgende Grafik zeigt euch die derzeit empfehlenswerten CPUs sowie als Vergleich auch den Ryzen 7 7800X3D und 9800X3D nach Leistung geordnet plus einem Balken, der das Preis-Leistungs-Verhältnis zeigt. Je kleiner der Preis-Leistungs-Wert, desto besser:
Quelle: Antonio Funes
Preis Leistung CPUs 2024 12 20
Beim Ryzen 7 5800X3D fehlt der Preis-Leistungs-Balken, da er nicht mehr produziert wird. Der Ryzen 7 7800X3D ist - ähnlich wie der Ryzen 7 9800X3D - aktuell schwer zu bekommen und daher, wie ihr sehr, ebenfalls überteuert. Er war schon unter 400 Euro zu haben, kostet aber derzeit 530 Euro - das ist der Preis, den AMD an sich für den Ryzen 7 9800X3D zum Release ausgerufen hatte.
Es gibt auch noch den Ryzen 9 7900X3D und 7950X3D - letzterer ist in Spielen sogar ein klein wenig schneller als der Ryzen 7 7800X3D, kostet aber 650 Euro. Der langsamere Ryzen 9 7900X3D ist mit 600 Euro ebenfalls zu teuer. Es bleibt neben dem Ryzen 5 7600X3D nur noch eine X3D-CPU übrig, und zwar der Ryzen 7 5700X3D für den Sockel AM4.
Dieser 190 Euro teure Prozessor ist eine Empfehlung wert, vor allem, sofern ihr schon ein passendes Mainboard habt. Ansonsten könnt ihr auch auf den Intel Core i5-14600KF setzen, der etwa 40 Euro mehr kostet und in Spielen etwa 12 Prozent schneller ist.
Ein kleines Detail macht den Sockel AMD AM5 ein wenig teurer als die Sockel AMD AM4 und Intel 1700, nämlich der zwingend nötige DDR5-Arbeitsspeicher. Dieser ist bei einer Menge von 32 GB etwa 30 bis 40 Euro teurer als die gleiche Menge DDR4-RAM. Der AMD Sockel AM4 benötigt DDR4-RAM, beim Intel-Sockel 1700 könnt ihr durch die Wahl des Mainboards selbst festlegen, ob es DDR4- oder DDR5-RAM verwendet.
Mit DDR5-RAM habt ihr einen kleinen Leistungsvorteil, der allerdings in Spielen wirklich sehr gering ist. Trotzdem könnt ihr natürlich auf die modernere DDR5-RAM-Technik setzen und - falls ihr eine Sockel 1700-CPU wählt - ein Mainboard für DDR5-RAM nehmen. Die Sockel 1700-Mainboards für DDR4-RAM haben meistens ein D4 oder DDR4 als Namenszusatz.
