Die Top-Spiele-CPUs Ryzen 7 7800X3D und 9800X3D sind Mangelware - wir haben sechs PCs von 650 bis 2000 Euro mit alternativen CPUs für euch zusammengestellt.
Das Weihnachtsfest 2024 ist je nachdem, wann genau ihr unseren Artikel lest, sehr nah oder bereits Geschichte. Für Geschenkewünsche ist es also zu spät - aber selbstverständlich werden oder haben sicher viele unter euch Gutscheine oder Geldgeschenke erhalten, um sich Gaming-Hardware zu gönnen.
In unserem Special von Anfang Dezember findet ihr dazu viele Geschenkideen von zehn bis 200 Euro. Heute steigen wir preislich deutlich weiter nach oben, denn es geht um eine Kaufberatung zu sechs selbst zusammengestellten Gaming-PCs, wobei die beiden Tops-PCs den Schwerpunkt auf die Frage setzen, welche CPUs als Alternative zu den beiden an sich besten Spiele CPUs AMD Ryzen 7 7800X3D und 9800X3D dienen können.
Denn beide Top-CPUs gibt es nämlich nur in Form wenigen Angeboten von Händlern, die vor allem beim Ryzen 7 9800X3D beinahe kriminell hohe Preise verlangen.
Aus den PC-Vorschlägen, die wir euch nennen, könnt ihr freilich auch einfach nur die Information herausziehen, welche Kombination aus CPU, Mainboard und RAM für ein Aufrüstkit passend sein kann. Ein PC wird dabei auch den Sockel AM5 bieten, sodass ihr dort auch den Ryzen 7 7800X3D oder 9800X3D einbauen könnt, sofern die Preise sich wieder fangen.
Quelle: PCGH
Unterseite eines AMD Ryzen 7 9800X3D
X3D-CPUs von AMD: Auf Gaming geeicht
Für diejenigen, die längere Zeit keine CPU-Tests mehr verfolgt haben, fassen wir kurz zusammen, warum die AMD X3D-CPUs so beliebt bei Spielern sind. Bei den Modellen, die ein X3D als Modellkürzel im Namen führen, gibt es das sogenannte 3D-V-Cache.
Dies ist ein zusätzlicher Cache, welcher über beziehungsweise beim Ryzen 7 9800X3D unter dem Rest der modular aufgebauten CPU aufgesetzt wird und vertikal mit den Kernen kommunizieren kann. Schon das ist bereits ein Vorteil, aber allein die zusätzliche Menge an Cache bringt in Spielen ein Leistungsplus, da Spiele vergleichsweise viele Daten erzeugen.
Dies hat damit zu tun, dass Spiele stets bereits für mehrere Szenarien sein müssen, da die möglichen Befehle des Spielers völlig unterschiedliche Folgen haben können. Dies ist etwas völlig anderes als beispielsweise das Entpacken einer Zip-Datei oder Encodieren eines Videos.
Durch den 3D-V-Cache sind die betreffenden AMD-CPUs in Spielen schneller als ihre bis auf den Cache fast identischen Geschwister-CPUs. Außerdem sinkt der Strombedarf der CPU recht stark.
Die Anwendungsleistung ist dafür nicht ganz so gut wie bei den vergleichbar teuren Prozessoren, was aber für normale Anwendungen wie Word, ein Malprogramm und ähnliche Dinge keine Rolle spielt und bei Dingen wie Videobearbeitung auch nur auffällt, wenn man die Rechendauer für eine Konvertierung in ein Videoformat per Stoppuhr misst und vergleicht.
Insgesamt gibt es bislang sieben solcher X3D-CPUs von AMD. Für den schon recht betagten Sockel AM4 kam zuerst der Ryzen 7 5800X3D auf den Markt, der nicht mehr produziert wird. Außerdem gibt es den Ryzen 7 5700X3D, der für einen Preis von 190 Euro noch sehr gut verfügbar ist.
Vor allem dann, falls ihr ausschließlich die CPU aufrüsten wollt und schon ein passendes Sockel-AM4-Mainboard habt, ist der Ryzen 7 5700X3D ein sehr guter Kauf für Spieler. Für den neueren Sockel AM5 gibt es vier X3D-Modelle der Ryzen 7000er-Reihe.
Zum einen ist dies Ryzen 5 7600X3D (für 300 Euro exklusiv bei Mindfactory zu haben), zum anderen der Ryzen 7 7800X3D, der aktuell 500 Euro kostet, obwohl er schon für eine längere Zeit unter 400 Euro kostete. Zudem gibt es noch den Ryzen 9 7800X3D sowie Ryzen 9 7850X3D für 560 respektive 650 Euro.
Neu ist der Ryzen 7 9800X3D, der von allen aktuellen CPUs (auch im Vergleich zu Intel) die beste Spieleleistung bringt, aber aktuell vergriffen ist und erst ab 700 Euro angeboten wird, obwohl die Preisempfehlung von AMD bei nur 529 Euro lag. Zur Leistung dieser CPUs gehen wir auf der nächsten Seite ein, wo es auch um das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.
