Wir blicken auf die Hardware-Neuheiten für Gamer aus dem Jahr 2024 zurück - dabei geht es vor allem um CPUs und Grafikkarten von AMD, Intel und Nvidia.
AMD mit einem Ostergeschenk
Wir bleiben nochmals kurz bei AMD und gehen auf die die nächste AMD-Neuheit ein. Diese war im März die Radeon RX 7900 GRE, eine Variante der Radeon RX 7900, die langsamer als die Radeon RX 7900 XT, aber schneller als die Radeon RX 7800 XT ist.
Das GRE steht für "Golden Rabbit Edition", und an sich war die Grafikkarte schon deutlich länger auf dem Markt, aber nur für den asiatischen Markt gedacht. Sie war bis März 2024 nur über Umwege in Deutschland zu haben. Passend zum nahenden Osterfest 2024 - der 31. März war der Ostersonntag - kam der goldene Hase von AMD dann aber im frühen März 2024 auch offiziell in deutschen Läden an.
Wir analysierten die AMD Radeon RX 7900 GRE noch vor Ostern und stellten fest, dass sie sich damals beim Preis-Leistungs-Verhältnis als hervorragende Wahl entpuppte, sofern die native, nicht durch KI-Upscaling gestützte Raytracingleistung nicht ganz so wichtig ist. Mittlerweile, wir schrieben dies ja schon zuvor im Nvidia-Themenblock, ist allerdings die GeForce RTX 4070 Super die bessere Wahl.
Computex im Juni 2024 mit Nvidia-Finanzhype
Vom 4. bis zum 7. Juni 2024 traf man sich - wie seit langer Zeit jedes Jahr zum Ende des zweiten Quartals - in Taiwan zur IT-Messe Computex, zu der wir in unserem Special auch einige Informationen bezüglich Hardware und Zubehör für Gamer zusammengestellt hatten. Intel stellte neue mobile CPUs (Lunar Lake) inklusive ihrer neuen Xe2-Grafikarchitektur vor. Diese Architektur sollte auch in den neuen Battlemage-Grafikkarten verwendet werden, von denen wir mittlerweile wissen, dass es sich um die Intel Arc B580 (bereits veröffentlicht) und die noch ausstehende Intel Arc B570 handelt. Nvidia war auf der Computex vor allem Gesprächsthema, da sich das Team Green mittlerweile auch bei Finanzanalysten zu einer extrem gehypten Firma gemausert hatte.
Quelle: Asus
Asus ROG Ally X
Dabei spielten nicht Grafikkarten, sondern die Kompetenz von Nvidia rund um Dienstleistungen, Software und Hardware mit KI-Schwerpunkt die Hauptrollen. Nvidia wurde im Juni dadurch erstmals das (am Aktienwert gemessen) wertvollste Unternehmen der Welt und gehört seitdem immer zu den Top 5. Dabei spielen vor allem die Erwartungen der Investoren eine entscheidende Rolle, denn die Gewinne sind bei Unternehmen wie Apple und Microsoft um das 15 bis 21-Fache größer, die Umsätze um das 7- bis 14-Fache größer. Zur GPU-Historie von Nvidia und den Finanz-Hype haben wir im Oktober ein zweiteiliges Special veröffentlicht - hier Teil 1 und hier Teil 2.
Für Spieler interessant war bei Nvidia lediglich das Project-G, ein KI-gestütztes Softwaresystem, das dem Spieler zum Beispiel Tipps zur Vorgehensweise im Spiel oder den Grafikeinstellungen geben kann. Weitere Themen, die wir von der Computex herausgesucht haben, war unter anderem der Asus ROG Ally X-Handheld, eine verbesserte Version des Asus ROG Ally. Des Weiteren gab es Neuheiten bei Mainboards, Grafikkarten, Laptops, Gehäusen und Monitoren unter anderem von ASRock, Zotac, Acer, Gigabyte, NZXT und mehr. Außerdem kündigte AMD auf der Computex die neuen Ryzen 9000er-CPUs an - mit diesen machen wir auch direkt weiter und gehen dafür in den August 2024.
AAA - August an AMD
Im August bereicherte uns AMD mit gleich vier neuen CPUs und startete dabei gleichzeitig die neue Ryzen 9000-Familie. Zuerst veröffentlichte AMD die beiden kleineren Modelle Ryzen 5 9600X und Ryzen 7 9700X - unser Special dazu stammt vom 9. August. Es folgten beiden Ryzen 9-Modelle 9900X und 9950X, die wir uns am 16. August näher angesehen haben. Vor allem zum Release war die Einordnung noch schwierig - die Leistung ist stark, die Preise, auch wegen des zwingend erforderlichen DDR5-RAMs, aber ein wenig zu hoch. Inzwischen sind zumindest der Ryzen 5 9600X und Ryzen 7 9700X für Spieler je nach Budget durchaus eine Option. Beim Ryzen 7 9700X liegt die Empfehlung allerdings auch daran, dass eine Konkurrenz aus dem eigenen Hause derzeit kaum verfügbar ist - dazu später mehr.
