PC-Aufrüstkits: Sockel-Auswahl; CPU-Kompatibilität
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Mangels Grafikkarten möchte der ein oder andere vielleicht einen neuen Prozessor in seinen PC einbauen. Oft macht es dabei Sinn, gleich den Sockel, also die ganze Plattform zu wechseln. Wir geben Tipps rund um die Auswahl einer Kombination aus CPU, Mainboard und RAM und haben auch insgesamt 50 solcher Kombinationen als Vorschläge für Aufrüstkits vorbereitet.
Welchen Sockel für einen Gaming-PC wählen?
Der Sockel eines Mainboards und einer CPU gibt an, ob beide rein mechanisch gesehen kompatibel zueinander sind. Aktuell hat man als Gamer sinnvollerweise die Auswahl zwischen zwei Sockeln, die jeweils mehrere CPUs für Gaming-PCs mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Auf der einen Seite haben wir AMD mit dem Sockel AM4, bei Intel ist es der neuere Sockel 1200 - beides sind die aktuellen so genannten Mainstream-Sockel der beiden Hersteller.
In diesem Artikel
Die "Enthusiasten"-Sockel AMD sTRx4 und Intel 2066 bieten für Gamer keine Vorteile und sind nur unnötig teuer, vor allem was die Mainboards angeht, bei denen es bei 230 Euro (Intel) beziehungsweise 400 Euro (AMD) erst losgeht.
Quelle: MSI
MSI MAG B550M Bazooka ab 110 Euro für den Sockel AMD AM4
Beim Sockel AM4 und 1200 reicht hingegen ein Mainboard ab etwa 60 Euro völlig aus, sofern dabei nicht ein für euch wichtiges Feature fehlt. Bei den CPUs geht es auf den beiden Mainstream-Sockeln für mindestens sechs Kerne (12 Threads) schon ab etwa 130 Euro los. Für AMDs Sockel AMD sind die aktuellen Prozessoren die 5000er-Modelle wie der Ryzen 5 5600X. Diese CPUs erschienen im November 2020, waren aber lange Zeit Mangelware und - ähnlich wie Grafikkarten - entsprechend überteuert. Inzwischen steigt aber die Verfügbarkeit, die Preise nähern sich der Preisempfehlung von AMD, so dass die Leistung der Ryzen 5000er-Modelle, die oberhalb der Intel Sockel 1200-Prozessoren liegt, mittlerweile auch dem Preis entspricht. Allerdings ist der Einstiegspreis mit ab 330 Euro für einen Ryzen 5 5600X (6 Kerne, 12 Threads) sehr hoch - er ist dafür aber auch etwas stärker als der 310 Euro teure Core i7-10700KF (8 Kerne, 16 Threads).
Hinzu kommen die etwas älteren Ryzen 3000er-Modelle (eine 4000er-Reihe für Desktop-PCs gibt es nicht), die allerdings für ihren Preis im Vergleich zu Intels Sockel 1200 zu teuer sind. Intel 1200 bietet hier mit den Core i-Modellen der 10000er-Serie mehr Leistung für weniger Geld. Trotzdem sind auch die Ryzen 3000er-Modelle nicht völlig uninteressant. Denn man kann sie problemlos übertakten und benötigt dafür auch kein besonders teures Mainboard - selbst ein Modell für 70 bis 80 Euro gewährt einen ordentlichen Spielraum zum Übertakten.
Beim Sockel 1200 aber muss für eine Übertaktung eine teurere CPU mit dem Namenszusatz K her, und man benötigt zudem zwingend eine Hauptplatine mit Z490-Chipsatz, bei denen die günstigsten Modelle erst ab etwa 130 Euro zu haben sind. Für Übertakter ist die AMD Ryzen 3000er-Serie also durchaus attraktiv. Wer nicht übertakten will, fährt mit dem Sockel 1200 von Intel in jedem Fall besser, was den Preis-Leistungs-Vergleich zu den Ryzen 3000ern angeht.
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Z490M Gaming X ab 150 Euro für den Sockel Intel 1200
Auf der nächsten Seite haben wir die derzeit empfehlenswertesten CPUs von AMD und Intel zwischen 130 und 500 Euro herausgepickt und nehmen uns danach auch noch einige Mainboards vor, um im Anschluss einige Aufrüst-Kits bestehend aus CPU, Mainboard und RAM vorzuschlagen.
Fallstrick CPU-Kompatibilität
Aufpassen muss man bei der Kompatibilität von CPUs, die trotz gleichem Sockel nicht immer zum Mainboard passen. Bei AMD sind die meisten Mainboards spätestens per BIOS-Update auch zu den neuesten AMD-Ryzen 5000er-CPUs kompatibel. Es gibt aber auch Modelle, die es nicht sind - obwohl sie den Sockel AM4 bieten. Hier muss man sich im Vorfeld informieren. Bei Intels Sockel 1151 ist es noch dramatischer, weswegen nach kurzer Zeit die Bezeichnung 1151 v2 eingeführt wurde. Denn die Sockel 1151-Chipsätze mit 100er- und 200er-Nummern sind ausschließlich kompatibel zu CPUs der 6000er- und 7000er-Reihen. Die Chipsätze der 300er-Serie sind wiederum ausschließlich für die 8000er- und 9000er-CPUs geeignet. Dies spielt aber nur dann eine Rolle, wenn ihr bereits beim Sockel 1151 seid und die CPU aufrüsten wolltet - in unserem Empfehlungen später spielt nur der neueste Sockel 1200 eine Rolle.
