PC aufrüsten: 50 Aufrüstkits aus CPU, Mainboard und RAM plus viele Tipps
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Mangels Grafikkarten möchte der ein oder andere vielleicht einen neuen Prozessor in seinen PC einbauen. Oft macht es dabei Sinn, gleich den Sockel, also die ganze Plattform zu wechseln. Wir geben Tipps rund um die Auswahl einer Kombination aus CPU, Mainboard und RAM und haben auch insgesamt 50 solcher Kombinationen als Vorschläge für Aufrüstkits vorbereitet.
PC-Aufrüstkits
Nachdem sich auf den Grafikkartenmarkt noch immer keine Entspannung andeutet, fasst sicher der ein oder andere die Idee ins Auge, sein angespartes Geld dafür einzusetzen, um den PC anderweitig aufzurüsten. Denn auch eine neue CPU kann einen Leistungssprung bewirken. Meistens bedeutet das auch einen Wechsel des Mainboards und Arbeitsspeichers, wenn sich die Aktion wirklich lohnen soll. Also: ein Plattformwechsel.
In diesem Artikel
Wir haben daher heute einige Tipps für das Aufrüsten des PC mit einem Set aus CPU, Mainboard und RAM vorbereitet. Dabei geben wir einige allgemeine Tipps zu der Frage, wann sich ein Aufrüsten lohnt und was man beachten muss, aber auch konkrete Kaufempfehlungen, was CPUs und Co angeht inklusive einigen Aufrüstkits, die natürlich auch als Grundlage für einen komplett neuen PC taugen.
Plattform oder nur CPU wechseln?
Habt ihr einen Prozessor für den Sockel Intel 1151 v2 oder gar schon für den neuesten Sockel Intel 1200, dann rentiert sich ein Wechsel der CPU an sich nur dann, wenn ihr nicht bereits einen Prozessor habt, der mindestens 8 oder 12 Threads verwalten kann.
Quelle: ASRock
ASRock B460M-HDV ab 70 Euro für den Sockel Intel 1200
Bei AMDs Sockel AM4 kann es anders aussehen. Denn zwischen einem Ryzen der 1000er Generation kann es in Spielen selbst bei den Modellen mit 8 Threads und mehr sein, dass ein Modell der 3000er-Serie 20 Prozent und mehr Leistungssteigerung bei Spielen in Full-HD bringt. Die neuesten 5000er-CPUs können sogar um 50 Prozent und mehr überlegen sein.
Auch ein Wechsel von der 2000er-Serie zu einem 3000er- oder 5000er-Prozessor kann sich lohnen. Am besten man informiert sich als Nutzer der AM4-Plattform anhand von veröffentlichten Tests, ob ein Upgrade eine gute Idee sein kann. Bei den Sockeln, die noch älter sind, also beispielsweise Intel 1155, 1150 und 1151 (v1) sowie AMD AM2, AM3 und AM3+ raten wir wiederum in jedem Falle zu einem Plattformwechsel, sofern ihr dann eine moderne CPU mit mindestens sechs Kernen (12 Threads) wählt. Eine CPU für einen der genannten alten Sockel oder gar einen noch älteren Sockel noch passende zu kaufen, ist nicht mehr möglich, außer man sucht nach Gebrauchtware. Ein Plattformwechsel ist hier aber die bessere Wahl, da selbst eine sehr starke gebrauchte CPU für einen alten Sockel inzwischen selbst einem modernen Prozessor für 150 Euro deutlich unterlegen ist.
Quelle: MSI
MSI MAG B460 Torpedo ab 110 Euro für den Sockel Intel 1200
Natürlich gilt dabei: Je stärker die aktuelle CPU damals bei Kauf einzuordnen war und je mehr Kerne sie hat, desto kleiner ist der Leistungssprung durch einen Plattformwechsel in aller Regel. Wenn ihr einen Core i7-3770 ersetzt, ist der Sprung nicht ganz so groß als wenn ihr einen Core i5-3450 ersetzt, und je nach Anspruch kann gut sein, dass eine Aufrüstung noch etwas zu früh kommt. Aber als Anhaltspunkt: Selbst zu einem noch recht neuen Core i7-7770K für den Sockel 1151 bringt eine CPU wie der Ryzen 5 3600 (180 Euro) oder Core i5-10400F (140 Euro) gute 15 bis etwas über 20 Prozent mehr FPS in Spielen bei Full-HD. Die Frage ist dann, ob sich der Kauf eines Aufrüskit lohnt. Ohne zu viel zu verraten, aber ihr werdet später sehen: Ein Kit mit einer der beiden genannten CPUs kostet inklusive 32GB RAM ab etwa 340 Euro.
Achtung bei Maßen und Kühlern
Wichtig bei einem Plattformwechsel ist, dass ihr wisst, welches Format das Mainboard hat. Die meisten Gaming-PCs haben ein Gehäuse im ATX-Format.
Hier passen Mainboards mit dem ATX-Formfaktor hinein, aber auch µATX passt und kann ein paar Euros einsparen, ohne dass die Leistung leidet. In ein µATX-Gehäuse kann aber nur maximal ein µATX-Mainboard eingebaut werden - ATX wäre zu groß. Das sehr kleine Format Mini-ITX sowie das besonders große E-ATX sollte nur nehmen, wer dafür gute Gründe hat. Aufpassen muss man auch beim CPU-Kühler. Wenn ihr derzeit ein Mainboard mit einem Intel-Sockel der 115x-Reihe habt, dann passt der Kühler auch für den Sockel 1200. Bei AMD sieht es anders aus: Kühler, die älter als etwa vier Jahre sind, haben keine Montageoption für den Sockel AM4. Für manche Modelle lässt sich dies zwar nachbestellen, aber die einfachste Lösung ist, sich auch einen neuen CPU-Kühler anzuschaffen oder auf den bei den Boxed-CPUs meist mitgelieferten Lüfter zu setzen. Aber auch bei neuen Kühlern muss man aufpassen, ob eine Kompatibilität zum gewünschten Sockel vorhanden ist. Die meisten passen sowohl für den Sockel AMD AM4 als auch für Intel 1200 (und die Vorgänger der 115x-Reihen).
